Recht am Eigenen Bild: Rechtslage bei Facebook und dem Facebook-Messenger!

Auch das Teilen oder Hochladen von Bildern oder Videos bei Facebook oder dem Facebook-Messenger stellt grundsätzlich einen Eingriff in das Recht am eigenen Bild des Abgelichteten dar, wenn das Bild ohne Zustimmung hochgeladen wurde. Ein Verstoß kann zu teuren Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen führen!


Holen Sie von uns eine kostenlose und vollkommen unverbindliche Ersteinschätzung per Email ein! Schreiben Sie kurz den Sachverhalt auf. Wenn Ihnen das Foto vorliegt, ist es hilfreich, wenn Sie es Ihrer Email anfügen oder den Link zur Veröffentlichung mitschicken. Dies reicht oftmals schon aus, um Ihnen nützliche Anhaltspunkte geben zu können. Wenn Sie uns Ihre Telefonummer hinterlassen, rufen wir auch gerne zurück. Für einfache Fragen können Sie zudem gerne die Kommentarfunktion am Ende der Seite nutzen.


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Das Recht am eigenen Bild wird gerade bei Facebook schnell verletzt!

Das Recht am eigenen Bild schützt die Abgebildeten vor ungewollter und unerlaubter Verbreitung und Veröffentlichung eines Fotos oder Videos. Heutezutage ist es schon fast normal, dass man einfach so ein Bild schiesst und es mit Freunden und Familie bei Facebook teilt. Lässt das Foto jedoch eine andere Person erkennen, so könnte das Hochladen des Bildes schnell eine Verletzung des Bildnisrechtes bedeuten.


Wann das Teilen eines Personenfotos bei Facebook erlaubt ist!

Grundsätzlich darf ein Foto nur mit Zustimmung der abgelichteten Person verbreitet werden.Für Facebook gilt nichts anderes:

 

Die Erlaubnis der abgebildeten Person ist grundsätzlich erforderlich!

 

Oft ist es jedoch so, dass der Abgebildete überhaupt keine Erlaubnis erteilt hat. Wer fragt schon vor jeden Schnappschuss um Zustimmung?

 

Auch ohne Zustimmung kann eine Fotoverbreitung ausnahmsweise in folgenden Fällen erlaubt sein:

  • Es handelt sich um ein Bild einer prominenten Person, die diese in der Öffentlichkeit zeigt.
  • Es handelt sich um eine Landschafts-, bzw. Panoramaaufnahme und die Person ist nur beiläufig als Beiwerk zu sehen.
  • Die Person ist Teilnehmer einer öffentlichen Veranstaltung, wie eines Festes oder einer Demo.

Mal eben so ein Foto von einer anderen Person schießen und bei Facebook hochladen, kann einem teuer zu stehen kommen!

Wurde ein Foto unerlaubt veröffentlicht, so hat der Betroffene einen Anspruch auf Unterlassung und Löschung (siehe § 37 KUG) oder Herausgabe (siehe § 38 KUG) des Bildes.Bei der Herausgabe hat der Betroffene aber eine angemessene Vergütung zu entrichten.

 

Zudem darf der Betroffene Auskunft verlangen,  wo, wie und wann das Foto oder Video veröffentlicht und an wen es herausgegeben wurde.

 

Schließlich kommt ein Anspruch auf Schadensersatz in Betracht: Je größer der Verbreitungsfaktor und je unangenehmer die Veröffentlichung, desto höher fällt der Schadensersatzanspruch aus. Zum Beispiel kann bei einer Veröffentlichung von  Nacktfotos und Erotikfotos schnell 25.000 € fällig werden (hier: Verbreitung von drei Nacktfotos der Ex-Freundin - siehe  LG Kiel, Urteil vom 27.04.2006 -  4 O 251/05).

 

Bei einer kommerziellen Nutzung, muss der Verwender Ausgleich in Höhe der üblichen Lizenz leisten (siehe BGH, Urteil vom 14.04.1992 - VI ZR 285/91).

 

Als Anspruchsgegner kommt einerseits derjenige in der Betracht, der das Foto erstmalig veröffentlichte. Andererseits können Ansprüche aber auch gegen die Betreiber der Interseite (z.B. facebook, twitter, instagram, youtube) sowie gegen Suchmaschinenanbieter (z.B. google, bing, etc.) geltend gemacht werden. Darüber hinaus können auch die Personen, die das Foto oder Video als Hyperlink auf der eigenen Internetseite einbetten oder im sozialen Netzwerk posten, Anspruchsgegner sein. Die Verlinkung stellt nämlich eine öffentliche Zurschaustellung dar und ist damit grundsätzlich "erlaubnispflichtig" (siehe OLG München, Urteil vom 26.06.2007 - 18 U 2067/07).

 

Zudem müssen unberechtigte Verwender auch eine Strafe fürchten:

 

"Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer [..widerrechtlich..] ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt" (siehe § 33 KUG).



Ein Foto oder Video wurde von Ihnen ungewollt bei Facebook gepostet? - Hier wird Ihnen geholfen!

Von Ihnen wurde ohne Ihr Einverständnis ein Foto veröffentlicht oder aufgenommen? Sie begehren Löschung und Unterlassung? Handelt es sich um ein peinliches oder intimes Foto und nun wollen Sie Schadensersatz geltend machen? Oder werden Sie dazu aufgefordert, ein Foto zu löschen oder droht man Ihnen bereits mit Schadensersatz? - Zögern Sie nicht und lassen Sie sich helfen! Bei uns befinden Sie sich in guten Händen. Egal wo Sie wohnen und gegen wen es geht: Im Bereich der Bildrechte vertreten wir Sie deutschlandweit.

 

Sprechen Sie uns einfach an, damit wir Ihnen weiterhelfen können!

Hier wird Ihnen geholfen!


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Nach Prüfung werden wir Ihre Frage beantworten. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Beantwortung Ihrer Rechtsfrage grundsätzlich keine Rechtsberatung ersetzt. Auch hier gilt der Gewährleistungsausschluss. Natürlich freuen wir uns auch über Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und ein Feedback!


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Kommentare: 2
  • #1

    Angela S. (Donnerstag, 25 Oktober 2018 22:08)

    Guten Abend,
    Aufgrund von einem Erbschaftstreit wurde von einer Verwandten Person ein Bild von mir und meiner Familie geteilt und kommentiert. Der Kommentar ist beleidigend und rufschädigend.
    Zusätzlich wurde ein Bild von meiner Schwiegermutter und dessen Vater unerlaubt hochgeladen und ebenfalls beleidigend kommentiert.
    Wie kann ich dagegen vorgehen und wer kann mir helfen ?
    MfG

  • #2

    Antwort zu #1 (Montag, 29 Oktober 2018 10:40)

    Sehr geehrte Frau Angela S.,

    in Ihrer Angelgenheit haben wir 2 Sachverhalte zu unterscheiden:

    1. Teilen des Fotos nebst Kommentar: Hier dürfte Ihnen ein Unterlassunganspruch und ggf. ein Anspruch auf Zahlung einer immateriellen Geldentschädigung (Schadensersatz) zustehen, da Sie durch den Kommentar beleidigt wurden. Eine Beleidigung müssen Sie nicht hinnehmen. Diese stellt in der Regel eine schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung dar.

    2. Hochladen des Fotos nebst Kommentar: Hier dürfte Ihnen neben einem Unterlassungs- auch ein Löschunganspruch an dem Foto zustehen. Zudem können Sie Auskunft verlangen, über welche Kanäle oder an wen alles genau das Foto wie verbreitet wurde. Zudem dürfte Ihnen ebenfalls Schadensersatz zustehen.

    Zunächst sollten Sie die Beweise sichern und die Postings speichern.

    Dann können Sie zur Polizei gehen und Strafanzeige bzw. Strafantrag stellen.

    Schließlich können Sie sich an einen Anwalt wenden. In der Praxis wird der Anwalt zunächst außergerichtlich aktiv und fordert eine strafbewehrte Unterlassungserklärung ein. Sollte diese nicht abgegeben werden, so sind gerichtliche Maßnahmen zu veranlassen. Wenn Sie in der Sache recht behalten, dann müssen die Täter sämtliche Anwalts- und Gerichtskosten tragen. Ich gehe auch davon aus, dass Sie recht behalten werden, da niemand sich beleidigen lassen muss.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt