Persönlichkeitsrecht: Ansprüche bei Verletzung des Namensrechts durch Identitätsdiebstahl im Internet wie einem Fake-Account bei Facebook, Twitter, Istagram, u.a.!


Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Recht am eigenen Namen wird insbesondere durch gefälschte Profile bei Facebook, Twitter, Istagram, u.a. verletzt.
  • Betroffenen stehen umfassende Beseitigungsansprüche, Unterlassungsansprüche und wohlmöglich auch Schadensersatzansprüche gegen den Schädiger zu.

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Das Recht am eigenen Namen im Allgemeinen:

Das Recht am eigenen Namen schützt betroffene Personen, aber auch Vereine und Firmen vor dem unbefugten Gebrauch des Namens durch Dritte. Derjenige, dessen Namensrecht verletzt wird, kann von dem Schädiger Unterlassen einfordern. Ist dem Verletzten gar ein Schaden entstanden oder geht mit der widerrechtlichen Namensnutzung eine schwere Persönlichkeitsrechtsverletzung oder ein Verletzung des Bildnisrechts einher, so kann er den Schädiger in Regress nehmen.


Rechtslage bei Identitätsdiebstahl durch Fakeprofile im Internet wie Facebook, Twitter, Instagram, etc.:

Es ist keine Seltenheit, dass Dritte bei Facebook, Twitter und co. einen Account auf einen fremden Namen anlegen und so vortäuschen, ein anderer zu sein. Häufig sind Prominente hiervon betroffenen. Dies ist natürlich unzulässig und stellt einen Verstoß gegen das Recht am eigenen Namen dar.

 

Betroffenen stehen folgende Ansprüche zur Seite:

● Löschung des Fakeprofils:

Sie können als Namensträger sowohl vom Inhaber des Fakeprofils, als auch von dem Betreiber der Plattform (Facebook, Twitter, co.) verlangen, dass der Fake-Account gelöscht wird.

● Unterlassen zukünftiger Namensbeeinträchtigungen durch Erstellung weitere Fake-Accounts:

Daneben kann der Namensträger einfordern, dass das Namensrecht in Zukunft nicht mehr verletzt wird. Der Inhaber des Fakeprofils muss sich also strafbewehrt verpflichten, in Zukunft keinen derartig gefälschten Account mehr zu unterhalten. Dieser Unterlassungsanspruch setzt Widerholungsgefahr voraus, die jedoch bei einer rechtswidrigen Erstbeeinträchtigung vermutet wird.

● Schadensersatz wegen der Namensbeeinträchtigung:

Ist dem Namensträger durch die Verletzung seines Rechts am eigenen Namen ein Schaden erstanden, kann dieser den Schädiger in Regress nehmen.

 

Geht die Namensverletzung mit einer schwerwiegenden Persönlichkeitsrechtsverletzung einher, so kann auch eine immaterielle Entschädigung (oft Schmerzensgeld genannt) verlangt werden. Gerade bei Fake-Accounts ist dies oftmals der Fall, da die Inhaber nicht nur das Fake-Profil anlegen, sondern es auch in der Folgezeit mit dem Verbreiten von Falschbehauptungen oder gar Beleidigungen oder für widerrechtliche Fotopostings nutzen, die gegen das Recht am eigenen Bild verstoßen.


Ist die Erstellung und Verwendung eines gefälschten Accounts bei Facebook, Twitter, Instagram, etc. strafbar?

Die Erstellung und Verwendung eines Fake-Account ist erst einmal nicht strafbar. Oftmals gehen aber mit der Nutzung strafbare Handlungen wie Betrug, Beleidigungen, Verleumdungen, etc. einher.


Erste-Hilfe-Leitfaden, um sich gegen ein gefälschtes Fake-Profile bei Facebook, Twitter, Instagram, etc. zu erwehren:

Sie sind Opfer eines Fake-Accounts geworden. Sie sollten folgendes tun:

  • Sichern Sie die Aktivitäten des Fake-Accounts: Erstellen Sie Screenshots oder -besser noch- drucken Sie alles aus. Dies dient der Beweissicherung.
  • Melden Sie das gefälschte Profil dem Betreiber der Plattform, also Facebook, Twitter, Instagram etc.
  • Schützen Sie Ihr eigenes Profil und machen Sie es nur einem beschränkten Leserkreis sichtbar. Sehen Sie zu, dass Ihre Beiträge, insbesondere Ihre Fotos nicht öffentlich einsehbar sind.
  • Erstellen Sie vorsorglich Strafanzeige bei der Polizei und suchen Sie einen Rechtsanwalt auf.

Rechtsanwalt einschalten bei Fakeprofilen im Internet!

Sollten Sie Opfer eines gefälschten Accounts sein, so ist es ratsam, sich zur Unterstützung eines Rechtsanwalts zu bedienen. Dieser wird für die Löschung des Fake-Accounts sorgen und sich darum bemühen, die Identität des Profilinhabers herauszufinden, damit Sie Ihre umfassenden Rechte diesem gegenüber geltend machen können.


Sie wurden Opfer eines Fake-Profils bei Facebook, Twitter, Instagram, etc.? - Ihr Rechtsanwalt hilft Ihnen!

Sie wurden Opfer eines Fake-Accounts? Über ein gefälschtes Profil wird über Sie Lügen im Internet verbreitet? Jemand gibt sich unbefugt als Sie aus? - Zörgern Sie nicht und lassen Sie sich helfen. Wir vertreten Sie deutschlandweit.

 

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Hier wird Ihnen geholfen!

Gewährleistungsausschluss:

Bitte beachten Sie, dass trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität, etc. der Informationen übernommen werden kann. Ebenso wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Informationen sind allgemein gehalten, während eine Rechtsberatung sich inhaltlich ganz konkret mit Ihrem persönlichen Anliegen auseinandersetzt. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich, soweit Sie konkret betroffen sind, unverzüglich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten. Stand der Information: März 2017.


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Kommentare: 13
  • #1

    Whenthugscry (Samstag, 13 April 2019 20:04)

    Hallo ich hab scheiße gemacht ich hab ein fake account auf instagram gemacht richtung meiner ex freundin ich hab nichts ihren vollen Namen reingeschrieben und auch keine foto ich hab sie im steckBrief als nutte dargestellt jetzt meinnt ihre Mutter sie habe strafanzeige gestellt ich mach mir sorgen hab sofort alles weggemacht und zerbreche mir mein kopf Bitte um Hilfe

  • #2

    Antwort zu #2 (Montag, 15 April 2019 19:12)

    Hallo,

    Sie haben zumindest gegen das Namensrecht verstoßen und auch beleidigt. Auch wenn Sie das Fakeprofil bereits gelöscht haben, steht dem Mädchen ein Unterlassungsanspruch zu.

    Die Beleidigung könnte auch strafrechtlich relevant werden, wenn dies zum Strafantrag gebracht wurde. In dem Ermittlungsverfahren können Sie erst einmal nur abwarten und schauen, was weiter veranlasst wird oder nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #3

    Suzan (Samstag, 01 Juni 2019 12:24)

    Hallo, seit ungefähr 24 std tauchen auf Insta immer wieder Fake Profile(mittlerweile schon 4/5) mit meinen Bildern, Namen, alter und Studiengang auf. Sie werden immer wieder gelöscht, da sie von meinen Freunden gemeldet werden. Bei der Polizei war ich schon, die konnten mir aber auch nicht wirklich helfen. Nun ist meine Frage, was soll ich jetzt machen wenn im Laufe des Tages wieder ein Profile auftaucht?

  • #4

    Cathrin (Dienstag, 18 Juni 2019 20:46)

    Ist es Strafbar so einem Fake Account zu folgen welcher gegen das Persönlichkeitsrecht verstößt?

  • #5

    Antwort zu #3 (Mittwoch, 19 Juni 2019 12:39)

    Guten Tag,

    beachten Sie den oben genannten Leitfaden und zeigen Sie diese Fakeprofile bei der Polizei an. Bestenfalls schafft es die Polizei einen Täter zu ermitteln, gegen den Sie dann zivilrechtlich Vorgehen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #6

    Antwort zu #4 (Mittwoch, 19 Juni 2019 12:39)

    Hallo Cathrin,

    Ihre Frage wird bereits im Fließtext beantwortet. Bitte lesen Sie sich den Artikel durch.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #7

    Melanie (Donnerstag, 04 Juli 2019 02:33)

    Hallo, ich habe mich auf einer Internetseite für Erotikdienstleistungen angemeldet um mich auf der Platform umzuschauen und in der Überlegung, diese Tätigkeit auszuführen. Dummerweise habe ich nicht die AGB's gelesen und erst im Nachhinein erfahren, dass eine solche Tätigkeit nur mit einer vorangegangen Anmeldung als Dienstleisterin erlaubt ist. Meiner Annahme nach wäre ich einfach als Freiberuflerin aufgetreten und hätte im Falle eines Umsatzes dieses rechtlich angegeben. Als ich nun erfuhr, dass dies nicht erlaubt ist, hatte ich bereits eine recht zügigen Kontakt beantwortet, der ziemlich eilig innerhalb von 2 Tagen eine Hotelbuchung für ein Treffen vorgenommen hatte und mir eine Nacht vor dem Treffen das Hotel nannte und am Tag des Treffens morgens die Hotelzimmerreservierung nannte - zu der ich innerhalb von einer 1/2 Std. hingehen sollte. Da ich in dieser Zeit über die Unvereinbarkeit dieser Möglichkeit erst Wissen über die Unmöglichkeit einer solchen Planung meinerseits erlangte und wenig Bedenkzeit hatte - wie ich die Situation nun noch aufklären könnte, habe ich mich einfach von dem Online Portal für Erotikdienstleistungen abgemeldet und den Kontakt im Hotel "sitzen gelassen" - nun habe ich mir Gedanken gemacht, ob es sich um einen Betrug handelt, da dieser nun unverrichteter Dinge und in der Annahme, dass ich eine ordentlich gemeldete Dienstleisterin sein müsste - die Hotelzimmerkosten tragen musste und bedauere dieses unprofessionelle Vorgehen meinerseits. Mit den Betreibern der Webseite habe ich Kontakt aufgenommen um diesen Kunden aufzufinden und eventuell für die Hotelkosten zu entschädigen ohne dass ich eine Dienstleistung erbringe, da ich davon inzwischen absehen würde, aus persönlichen Gründen. Frage: Was könnte mir inzwischen an Strafen blühen - diesen unabsichtlichen Betrug im Online-Bereich vollzogen zu haben?

  • #8

    Hale (Freitag, 12 Juli 2019 14:50)

    Auf insta gibt sich jemand als mich aus zwar sind noch keine bilder veröffentlicht oder so und profilbild sieht fast aus wie ich aber bei der beschreibung wurde ich ganz klar beschrieben und ich habe kein instagram könnten sie mir bitte helfen

  • #9

    Melissa (Sonntag, 14 Juli 2019 21:21)

    Seit wochen wird ein fake profil auf der plattform badoo von meinem Freund erstellt. Beim ersten mal hab ich der person geschrieben und diese hat auch zugeben nicht die person auf den bildern zu sein und nur hier ist um sie schlecht zu machen . Hab das profil oft löschen lassen doch meldet die person sich immer wieder an. Mit seinem namen und seinen bildern das bild ist dort verifiziert was ich auch nicht nachvollziehen konnte. Hab das versucht ob das wirklich geht mit einem anderen bild. Habs dann veruscht und es klappt auch wenn man nixht die person auf den bildern ist. Wenn ich jetzt Anzeige bei der prolizei mache gegen unbekannt natürlich wird das mein freund machen schliesslich sind es seine bilder und sein name und die person hat zugegeben nur angemeldet zu sein im ihn schlecht zu machen beweise habe ich dafür. Findet die polizei den heraus wer dahinter steckt auch wenn das profil wieder gelöscht wird? Oder wird man sich nicht darum kümmern möchte das sie person endlich ihre strafe kriegt mehrmals wirde sie dazu aufgerufen das zu unterlassen doch es taucht immer wieder ein neues profil auf. Wie soll ich vorgehen. Wie labge dauert es bis wann weiss wer dahinter steckt wird überhaupt etwss dagegen unternommen

  • #10

    Anja (Montag, 05 August 2019 18:23)

    Hallo und zwar würde ich eben von einem Fake Profil angeschrieben das behauptet mein Freund hätte Kontakt zu ihr gehabt. Ganz offensichtlich ist dies allerdings ein Fake Account und bereits deaktiviert wurden. Kann ich da irgendwas tun ?

  • #11

    Antwort zu #7 (Mittwoch, 07 August 2019 11:00)

    Guten Tag,

    ich Frage passt überhaupt nicht zum Thema, weswegen diese nicht beantwortet werden kann. Ich bitte um Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #12

    Chris (Mittwoch, 21 August 2019 13:13)

    Hallo,

    Ich habe mist gebaut und auf Lovoo ein FakeProfil bessen, ( Name + Bild von jemand anderen ) ich habe niemals jemanden Beleidigt oder nach Geld gefragt, nur aus Langeweile Geschrieben usw nun bekam ich eine Vorladung von der Polizei, meine Frage wäre nun was mir da Blüht? kann ich dafür schon ins Gefängnis? oder ( hoffentlich ) '' nur '' eine Geldstrafe?

    MfG

  • #13

    Antwort zu #13 (Mittwoch, 21 August 2019 13:19)

    Hallo,

    wenn Sie nicht vorbestraft sind und es so "harmlos" sein sollte, wie Sie es sagen, dann gehe ich von keiner Haftstrafe aus. Was Ihnen jedoch strafrechtlich zum Vorwurf gemacht werden kann, entscheidet sich anhand der Aktenlage, die ich nicht kenne.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt