Rechtslage: ungewollte, heimliche Fotoaufnahmen über eine Person!


Ohne Einwilligung darf grundsätzlich Foto einer Person aufgenommen werde. Nur Ausnahmsweise ist das Fotografieren gegen den Willen erlaubt. Welche Regeln bei ungewollten oder heimlichen Fotos gelten, erfahren Sie hier!

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Hat jemand ohne Erlaubnis ein Bild oder Video von einer Person aufgenommen, so werden die Betroffenen über das Allgemeine Persönlichkeitsrecht geschützt. Denn grundsätzlich bedarf bereits die Bildaufnahme der Einwilligung.
  • Nur ausnahmsweise darf auf die Zustimmung des Betroffenen verzichtet werden. Ob dies der Fall ist, ist anhand des Einzelfalls zu ermitteln.
  • Dabei spielt es eine Rolle, in welchem Kontext das Foto aufgenommen wurde, für was es verwendet werden soll und wie die Person auf dem Bild dargestellt ist. Fotos von privaten Feierlichkeiten zu privaten Zwecken sind ebenso grundsätzlich erlaubt, wie Fotos, in deren Hintergrund sich zufällig eine fremde Person aufhält.
  • Bei ungewollten und unberechtigten Fotoaufnahmen stehen Betroffenen umfassende Rechte zu.

Holen Sie von uns eine kostenlose und vollkommen unverbindliche Ersteinschätzung per Email ein! Schreiben Sie kurz den Sachverhalt auf. Wenn Ihnen das Foto vorliegt, ist es hilfreich, wenn Sie es Ihrer Email anfügen oder den Link zur Veröffentlichung mitschicken. Dies reicht oftmals schon aus, um Ihnen nützliche Anhaltspunkte geben zu können. Wenn Sie uns Ihre Telefonnummer hinterlassen, dass rufen wir auch gerne zurück und werden Ihnen die Rechtslage in einem persönlichen Gespräch erklären!

 

Schreiben Sie uns einfach eine Email!

Inhaltsverzeichnis


Allgemeines zu unerlaubten Bildaufnahmen:

Die bloße Aufnahme eines ungewollten Fotos oder Videos wird nicht über das Recht am eigenen Bild geschützt. Das Recht am eigenen Bild schützt nur vor Veröffentlichung, Verbreitung und Zurschaustellung.

 

Dennoch müssen Sie nicht aktzeptieren, wenn von Ihnen ohne Erlaubnis ein Foto, Bild oder Video aufgenommen wird. Bereits dies könnte eine Verletzung Ihres Allgemeinen Persönlichkeitrechts darstellen! Schließlich befinden sich dann Bilder, Fotos oder Videos in fremden Händen und sind so Ihrer Kontrolle entzogen (siehe BVerfG, Urteil vom 15.12.1999 - 1 BvR 653/96).


Unter welchen Voraussetzungen eine unerlaubte Bildaufnahme oder Videoaufnahme geduldet werden muss:

Ob eine Bildaufnahme zulässig ist, muss anhand des Einzelfalls untersucht werden: Dabei sind das Allgemeine Persönlichkeitsrecht sowie die weiteren Interessen an der Nichtaufnahme den Interessen des Fotografen gegenüber zu stellen (siehe BGH, Urteil vom 25.4.1995 - VI ZR 272/94).

 

Folgende Kriterien spielen bei der Beurteilung eine Rolle:

  • Erkennbarkeit der betroffenen Person
  • Zu welchem Zwecke wurde das Foto aufgenommen? Wurde der Betroffene vielleicht gezielt abgelichtet?
  • Wie ist der Betroffene dargestellt? Handelt es sich gar um ein peinliches Foto?
  • Wurde das Foto heimlich erstellt?

 

Daraus folgt, dass Fotos und Videos mit intimen oder auch privaten Momenten oder Situationen grundsätzlich nicht ohne Einwilligung aufgenommen werden dürfen, wenn sie zu einer rechtswidrigen Veröffentlichung und damit zu einem Verstoß gegen das Recht am eigenen Bild benutzt werden sollen (siehe BGH, Urteil vom 10.05.1957 - I ZR 234/55).

 

Aber auch, wenn sich der Betroffene in der Öffentlichkeit aufhält, dürfen Fotos nicht ohne weiteres erstellt werden. Dies ist dann anhand einer Abwägung mit obigen Kriterien zu ermitteln.


Welche Rechte Betroffene gegen ungewollte Fotoaufnahmen und Videoaufnahmen zustehen:

Wurde ein Foto unerlaubt erstellt, so hat der Betroffene einen Anspruch auf Unterlassung und Löschung oder Herausgabe des Bildes oder Videos einschließlich der Negative oder digitalen Daten.

 

Daneben ergibt sich noch ein Anspruch auf Auskunft, ob und an wen das Foto oder Video weitergegeben wurde.

 

Zudem kommt ein Anspruch auf Schadensersatz in Betracht: Je schwerwiegender die Bildaufnahme das Allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt, desto größer fällt der Schadensersatzbetrag aus. Zum Beispiel kann bei einer Veröffentlichung von  Nacktfotos und Erotikfotos schnell 23.000 € fällig werden (hier: Verbreitung von drei Nacktfotos der Ex-Freundin - siehe LG Kiel, Urteil vom 27.04.2006 -  4 O 251/05).

 

Als Anspruchsgegner kommt einerseits derjenige in der Betracht, der das Foto aufnahm und andererseits auch derjenige, der die Aufnahme besitzt.

 

Handelt es sich um die Erstellung intimer Fotos, müssen Fotografen auch eine Strafe fürchten, wenn dadurch der höchstpersönliche Lebensbereichs verletzt wird (siehe § 201a StGB). Eine Strafbarkeit kommt vor allem bei sogenannten "Spannerfotos" in Betracht. 


Welche Bildaufnahmen erlaubt sind:

Fotos von einer Feierlichkeit dürfen grundsätzlich zu privaten Zwecken aufgenommen werden. Auch Fotos von Gebäuden oder anderen Personen, in deren Hintergrund sich zufällig Fremde aufhalten, sind erlaubt. Gleiches gilt, wenn eine Person zufällig mal "durchs Bild läuft".

 

Dennoch dürfen diese Fotos nicht einfach so "ins Netz", z.B. bei facebook, twitter, instagram, youtube, etc. online gestellt und veröffentlicht werden. Hierbei ist zu prüfen, ob dann nicht eine unerlaubte "Verbreitung" und damit ein Eingriff in das Recht am eigenen Bild vorliegen könnte.


Hinweise für Fotografen:

Fotografen kann nur angeraten werden, von den abgelichteten Personen eine Einverständniserklärung einzuholen.


Ihr Foto wurde heimlich aufgenommen oder Ihnen wird dies vorgeworfen? - Hier wird Ihnen geholfen!

Von Ihnen wurden Fotos ungewollt oder gar heimlich erstellt? Sie wollen nicht, dass ein Fremder Ihre Bilder besitzt? Ihre intimes Fotos wurden geteilt oder gar ins Internet gestellt? Oder müssen Sie gar einen Anspruch abwehren? - Egal wo Sie wohnen und gegen wen es geht: Wir vertreten Sie deutschlandweit.

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Gewährleistungsausschluss:

Bitte beachten Sie, dass trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität, etc. der Informationen übernommen werden kann. Ebenso wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Informationen sind allgemein gehalten, während eine Rechtsberatung sich inhaltlich ganz konkret mit Ihrem persönlichen Anliegen auseinandersetzt. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich, soweit Sie konkret betroffen sind, unverzüglich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten. Stand der Information: Oktober 2016.


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Kommentare: 23
  • #1

    Slavica Petrovic (Sonntag, 10 September 2017 15:14)

    Guten Tag,
    Mein Kolega hat eine meine Foto gemacht,wir haben gearbeiten Nachtschiht zusamen.An Foto meine Augen sind zu,das bedeutet ich schlafe.Ich bin nicht dum das ist mein Arbeit ich will keine schlafen.Ich war eincfah nur entsoannt.Ich habe nie gesen dieses Foto,das hat mir andere Kolege gesagt und Kolega hat gesagt mein Schef hat gesen dieses Foto.
    Sagen sie mir bitte gibt es strafe für diese Vorzval oder nein.
    Liebe Grüße
    Petrovic Slavica

  • #2

    Berger Wolfgang (Samstag, 02 Dezember 2017 00:12)

    Darf ich in einem Musikvideo ein Poster von Elvis Presley, Freddy Mercury, Curt Cobain, Amy Winehouse, John Lennon und andere verstorbene Künstler aufhängen ?

  • #3

    Antwort zu #1 (Freitag, 05 Januar 2018 10:41)

    Guten Tag,

    Ihr Kollege muss auf Ihr Verlangen hin das Foto löschen und Ihnen gegenüber auch anerkennen, dass er Sie a) weder heimlich aufnimmt b) noch das angefertigte Foto weiterhin Dritten zeigt.

    Sie sollten einen Anwalt aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #4

    Antwort zu #2 (Freitag, 05 Januar 2018 10:43)

    Guten Tag,

    Sie dürfen Poster aufhängen und davor auch ein Musikvideo drehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #5

    Roy K (Freitag, 12 Januar 2018 12:42)

    Hallo..ich habe da mal eine frage..mir wird eine straftat vorgeworfen..wird aber wohl eingestellt..ich selbst wusste nicht das ich eine straftat begehe..jetzt hat eine person die mich angezeigt hat ein foto gemacht ohne meiner kenntnis..hat dieses foto zur polizei gegeben..obwohl die person meinen Namen und auch die adresse hat..kann ich gegen diese personen etwas unternehmen..mit freundlichen grüßen

  • #6

    Antwort zu #5 (Montag, 22 Januar 2018 13:32)

    Guten Tag,

    da das Foto gegen Ihren Willen aufgenommen wurde, können Sie Unterlassung und Löschung verlangen. Hierzu wenden Sie sich am besten an einen Anwalt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #7

    Katja (Dienstag, 13 März 2018 19:13)

    Von mir wurde heimlich ein Foto gemacht. Derjenige wurde gesehen als er von einer Brücke aus in ein Privatgrundstück Fotos mit dem Handy gemacht hat.
    Mir ist diese Person bekannt. Was kann ich tun?

  • #8

    Nobody (Donnerstag, 15 März 2018 00:11)

    Mein Mann hat heimlich von mir peinliche Intimfotos gemacht, während ich schlief!
    Mein Hinterkopf ist deutlich zu erkennen.
    Er hatte es schon mal gemacht und ich mahnte ihn es nie wieder zu tun! Welche Rechte hab ich auf meiner Seite?

  • #9

    Julia (Mittwoch, 25 April 2018 15:04)

    Guten Tag,

    ich hatte mal eine Affäre mit einem Mann, der heimlich eine Videoaufnahme von uns beim Geschlechtsverkehr gemacht hat. Einigen Wochen später als ich die Affäre beendet wollte, hat er mir von der Aufnahme gesagt und mir gedroht intime Fotos und Videos an Dritten weiterzuleiten. Ich habe Unterlassung und Löschung verlangt aber er bestreitet jetzt, dass er die Videos und Fotos von uns/mir hat. Die Bedrohungen seinerseits habe ich bei Whatsapp gespeichert. In einem unseren Gespräche (via Whatsapp) steht auch, dass er nie was löscht und eine extra Konto bei yahoo hat wo er intime Aufnahmen von seinen Ex-Partnern speichert. Die Mädels wissen wohl nichts davon. Was wären die Erfolgsschancen was eine gerichtliche Verhandlung und Unterlassungsklage angeht?

    Danke für Ihre Antwort im voraus

  • #10

    Antworten zu #7 und #8 (Donnerstag, 26 April 2018 10:30)

    Guten Tag,

    sie können in jedem Falle die Löschung der Fotos und auch Unterlassung verlangen. Bei der Unterlassung geht es darum, dass die Gegenseite unter Androhung einer Strafe verpflichtet wird, in Zukunft keiner derartigen Fotos mehr zu erstellen. Je nachdem was auf den Fotos zu sehen ist oder was mit den Fotos veranstaltet wurde, kann auch ein Schadensersatzanspruch in Betracht kommen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #11

    Antwort zu #9 (Donnerstag, 26 April 2018 10:34)

    Guten Tag Julia,

    via WhatsApp hat er sein Fehlverhalten eingeräumt, weswegen ich Ihren Löschungsanspruch für gut beweisbar halte. Vor diesem Hintergrund sehe ich gute Erfolgsausichten für ein Verfahren.

    Bitte beachten Sie: einen Unterlassungsanspruch werden Sie wohl nicht geltend machen müssen, da Sie mit diesem Mann wohl keine Affäre mehr haben. Deswegen besteht die Wahrscheinlichkeit, beim Geschlechtsverkehr mit ihm gewillt zu werden, nicht mehr. Ihnen geht es lediglich um die Löschung der Videos.

    Wenn Sie anwaltliche Unterstützung benötigen, können Sie es mich gerne wissen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #12

    Sascha Schneider (Montag, 30 April 2018 19:41)

    Hallo ich werde bedroht und heimlich Bilder gemacht was kann ich machen

  • #13

    Tobias (Montag, 14 Mai 2018 21:59)

    Ich wurde heute bei der Arbeit gefilmt, von der Presse, wurde nicht um Erlaubnis gefragt.
    Ich bin im Hintergrund zu erkennen, von hinten und von der Seite gut zu erkennen.
    Heute fande ich ein Foto und ein Video auf Facebook, welches recht habe ich. Das Firmenlogo ist auch zu auf meiner Jacke ist auch zu erkennen!

    Mit freundlichen Grüßen

  • #14

    Antwort zu #12 (Dienstag, 15 Mai 2018 15:25)

    Guten Tag,

    Sie können Unterlassung udn Löschung der Bilder verlangen. Wegen den Bedrohungen können Sie ggf. eine einstweilige Verfügung nach dem Gewaltschutzgesetz erwirken. Über diese informiere ich ebenfalls auf dieser Seite.

    Ihr erster Gang sollte jedoch zur Polizei erfolgen. Dort sollten Sie Strafanzeige stellen. In Ihrem Fall ist es ratsam, einen Anwalt zu beauftragen, da ich denke, dass Sie mehrere Ansprüche zu verfolgen haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #15

    Antwort zu #13 (Dienstag, 15 Mai 2018 15:28)

    Guten Tag,

    Ihre Anfrage kann ich leider nicht ohne die Sichtung des Videos beantworten. Die Presse beruft sich auf Pressefreiheit, so dass zu prüfen wäre, ob die Grenzen noch eingehalten sind. Wenn dies nicht der Fall ist, dann können Sie Unterlassung, Löschung und ggf. auch eine Geldentschädigung verlangen. Die Prüfung erfolgt kontextbezogen. Schicken Sie mir doch mal per Email den Link zum Video, damit ich es näher prüfen kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #16

    Samantha (Donnerstag, 17 Mai 2018 02:23)

    Von mir würde ein heimliches vidio aufgenommen wie ich mit mein Sohn 3 schimpfe und er klaps auf dem po bekommt jetzt droht mir die Person mich damit beim Jugendamt anzuschwärzen sag er sowas überhaubt machen und wie soll ich gehen 8hn vorgehen?

  • #17

    Silvie Skatulla (Mittwoch, 30 Mai 2018 16:26)

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    Nach einer angespannten Mietsituation und einem Wiederspruch meines Rechtsanwalt gegen eine völlig an den Haaren herbei gezogene Kündigung
    Scheint die Situation durch weiteres Mobbing in fahrt zu kommen.
    Als ich heute meinen Einkauf auslud und beidseitig bepackt die Taschen ins Haus trug, während mein Baby noch bei der Hitze im Auto bei offener Tür saß, fuhr in diesen 30 Sekunden die Vermieterin in den Hof und blieb wegen der offenen autotüre vor meinem pkw in der Einfahrt stehen.
    Als ich mein Baby reinholte und wusste, dass ich meinen Sohn bei seinem Freund abholen muss, klingelten wir bei der Vermieterin

    Um sie zu bitten die Einfahrt wieder frei zu machen.
    Sie ignorierte unser läuten
    daraufhin hupten wir kurz.
    Keine Reaktion!
    Dann rief ich die Polizei an.

    Diese verständigte dann meine Vermieterin telefonisch.

    Sie fuhr weg
    Fotografierte dann die freie Einfahrt und filmte wie ich mit Baby und Sohn ins Auto stiegen um zu fahren.
    Ich sagte zu ihr das dies unzumutbar sei, und ebenso dass extra immer Auto Tür an Autotrasse geparkt würde, damit ich den Maxi cosi nicht in den isofix stellen könnte, ohne den Pkw vorher zu bewegen.
    Bevor ich das Baby hatte ergab sich niemals eine derartige Parksituation

    Weder bin ich damit einverstanden dass sie mich und mein Baby filmt noch dass mein 13 jähriger Sohn dort abgebildet ist.

    Wie teile ich ihr das nun mit.

    Sie hasst mich und versucht mir täglich ihr Gift zu injizieren.

    Wie verhalte ich mich?

    Bitte melden Sie sich bei mir

    Herzlichen Dank
    ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
    Silvie Skatulla

  • #18

    Antwort zu #16 (Freitag, 01 Juni 2018 12:35)

    Guten Tag,

    Sie haben einen Anspruch auf Löschung des Videos und auch auf Unterlassen, damit soetwas in Zukunft nicht mehr passiert.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #19

    Antwort zu #17 (Freitag, 01 Juni 2018 12:37)

    Guten Tag,

    Sie haben ebenfalls einen Unterlassungs- und Löschungsanspruch. Ich würde Ihnen anraten, diesen per Anwalt kostenpflichtig geltend zu machen, um ihr so einen "Denkzettel" zu verpassen. Das Problem ist, dass Mobber immer selbstsicherer werden, solange sich Opfer nicht erwehren. Dies könnten Sie nunmehr auf diese Ebene tun.

    Sollten Sie von mir unterstützt werden wollen, können Sie es mich gerne wissen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #20

    Brit (Mittwoch, 13 Juni 2018 11:44)

    Meine Schwester hatte mit einer anderen weiblichen Person eine Auseinandersetzung mit Handgreiflichkeiten. Sie würden von einer anderen Person per Video aufgenommen und auch an Leute weitergeschickt.was kann meine Schwester dagegen tun.sie leitet darunter sehr und hat angst das es privat wie im Berufsleben sich verbreitet

  • #21

    Antrag zu #20 (Freitag, 15 Juni 2018 10:35)

    Guten Tag,

    Ihre Schwester hat natürlich einen Löschungsanspruch. Daneben darf Sie es verlangen, dass die Person es unterlässt, das Video weiterhin zu verbreiten. Schließlich steht Ihr noch ein Auskunftanspruch zu: Die Person hat mitzuteilen, wem Sie dieses Video denn weitergeleitet hat. Dies ermöglicht Ihnen, ggf. auch dort Ansprüche anzumelden.

    Ob daneben Schadensersatz begehrt werden kann, kann ich nicht beurteilen. Hierfür müsste ich das Video sehen und die näheren Umstände erfragen.

    Ihre Schwester sollte sich einen Rechtsbeisstand suchen. Es würde uns freuen, wenn sie hierbei auf uns zurückgreift.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #22

    Fabian E. (Samstag, 14 Juli 2018)

    Ich fotografiere sehr gerne privat, würde jedoch auch gerne für die Schülerzeitung, also gewerblich fotografieren. Dabei sollen vor allem Fotos aus unserem Bistro/unserer Bar des Geländes entstehen (hier wohnen Schüler Ü15, da es eine Berufsschule mit Internat ist... )

    Was muss ich alles, auch bezüglich der DSGVO, beachten?
    (Habe bis jetzt nach dem Grundsatz: "Solange es privat bleibt und nicht veröffentlicht wird, darf ich alles fotografieren" gehandelt. )

  • #23

    Antwort zu #22 (Montag, 16 Juli 2018 09:58)

    Guten Tag,

    wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten, dann gilt der Datenschutz. Bei Fotos dürfte es sich auch um personenbezogene Daten handeln, die wohl durch das KUG aber besonders geregelt sind. Darüber wird aber noch gestritten.

    An Ihrer Stelle ist es wichtig, dass Sie die Betroffenen zumindest wegen den Fotos aufklären und die Einwilligungen einholen. Handelt es sich aber um eine große Anzahl von Personen, so könnte dies für Sie unzumutbar sein. Insoweit kann ich dies nicht beurteilen.

    Wenn Sie sich schriftliche Einwilligungserklärungen unterschreiben lassen, dann sollten Sie in der Tat, die Bestimmungen des DSGVO beachten.

    Ich empfehle Ihnen, einen Aushang zu machen und mitzuteilen, dass Sie zu dieser Zeit an diesem Ort fotografieren und die Fotos dann in der Schülerzeitung veröffentlichen. Der Aushang sollte klar sichbar sein. Zudem ist es hilfreich, sich zumindest kleineren Gruppen vorzustellen und verbal aufzuklären.

    Beachten Sie jedoch, dass es sich um Minderjährige handelt und grundsätzlich die Erziehungsberechtigten einzuwilligen haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt