Zusammenfassung: Urheberrecht einfach erklärt!


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Das Urheberrecht bildet eine in sich geschlossene und nicht einfach zu überschauende Rechtsmaterie. Nachfolgend wird das Urheberrecht für Sie in einfachen Worten, aber dennoch umfassend erklärt!

 

Hierzu das Wichtigste in Kürze:

  • Persönlich geistige Schöpfungen sind Werke und deren Schöpfer werden als Urheber durch das Urheberrechtsgesetz geschützt. Das Urheberrecht ist vererblich und endet erst 70 Jahre nach dem Tode des Urhebers.
  • Der Urheber kann persönlich Rechte an seinem Werk geltend machen. Hierzu zählt das Recht auf Anerkennung und Nennung seiner Urheberschaft, auf Änderung und Veröffentlichung des Werkes, u.a. Diese Rechte werden Urheberpersönlichkeitsrechte genannt, weil Sie die persönliche Bindung zwischen dem Werk und dem Urheber schützen.
  • Daneben darf der Urheber sein Werk umfassend nutzen und auch verwerten. Dies soll dem Urheber ermöglichen, die Früchte seines Werkes exklusiv zu ziehen, denn schließlich soll sich der Schöpfungsakt auch rentieren.
  • Urheberrechtsverstöße kann der Urheber abmahnen und hierbei Unterlassung weiterer und die Beseitigung bestehender Verletzungen verlangen. Auch kann er von dem Unbefugten die Zahlung von Schadensersatz einfordern. Für Urheber ist es besonders wichtig, ihre Ansprüche bei einer Urheberrechtsverletzung zu verfolgen, denn schließlich leben viele Urheber von den Erträgen ihrer Werke.
  • Bedient sich der Urheber bei der Verfolgung seiner Ansprüche wegen Urheberrechtsverletzungen eines Anwalts, so hat die Gegenseite die Anwaltskosten zu erstatten.


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Bedeutung des Urheberrechts:

Schöpfer genießen für ihre Werke sogenannten Urheberschutz. Dieser beginnt mit Fertigstellung des Werkes und endet 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers (siehe § 64 UrhG). In dieser Zeit stehen den Urhebern exklusive Verwertungsrechte an ihren Werken zu. Hierdurch werden Urheber geschützt,  denn schließlich soll sich die Kreativität auch lohnen.

 

Nach Ablauf der Schutzzeit wird das Werk gemeinfrei und darf von jedem kopiert oder auf sonstige Weise verwertet werden.


Welche Werke sind urheberrechtlich geschützt?

Das Werk im urheberrechtlichen Sinne bezeichnet eine geistige und persönliche Schöpfung, durch die die Individualität des Urhebers in einer wahrnehmbaren Gestaltung zum Ausdruck kommt. Dies können Bilder, Fotos, Musikstücke, Texte wie Romane oder Gedichte, aber auch Tanzabläufe und Ähnliches sein (nach § 2 UrhG).


Welche Rechte stehen dem Urheber an seinem Werk zu?

An seinem Werk stehen dem Urheber exklusiv die Nutzungs- und Verwertungsrechte zu. Der Urheber soll frei entscheiden können, was er mit seinem Werk wie anstellt (siehe § 11 UrhG). Im Einzelnen:

● Recht des Urhebers auf Veröffentlichung:

Der Urheber eines Werkes darf bestimmen, ob, wann und wie das Werk zu veröffentlichen ist (siehe § 12 UrhG). Veröffentlicht ist das Werk, wenn es mit Zustimmung des Urhebers einem breiten, unbestimmten Kreise, also der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde (siehe § 6 UrhG).

  • Der Urheber hat das Recht zu bestimmen, ob, wann und wie sein Werk veröffentlicht wird.

● Recht auf Anerkennung und Nennung des Urhebers:

Der Urheber hat das Recht auf Anerkennung seiner Urheberschaft (siehe § 13 UrhG). Er darf in diesem Zusammenhang bestimmen, ob bei einer Veröffentlichung des Werkes sein Name oder Künstlername zu nennen ist oder auch nicht.

 

Natürlich erlaubt diese Rechtsposition dem Urheber auch, gegen Dritte vorzugehen, die seine Urheberschaft aberkennen bzw. sein Werk veröffentlichen, ohne seinen Namen zu nennen.

 

Zudem kann er sich vor diesem Hintergrund gegen Plagiate erwehren, denn durch diese wird seine Urheberschaft am Werk von fremder Seite rechtswidrig angemaßt.

  • Der Urheber darf sein Werk mit seiner Urheberschaft (z.B. Realname, Künstlername, Initialen, etc.) versehen und bestimmen, dass er in Zusammenhang mit dem Werk als Urheber genannt werden soll oder nicht.

● Recht auf Verbot einer Entstellung des Werkes:

Der Urheber darf verbieten, dass das Werk entstellt oder sonst wie beeinträchtigt wird (siehe § 14 UrhG).

 

Damit ist jede Veränderung am Werk gemeint. Ob sich das Werk hierdurch verschlechtert oder gar verbessert, ist nicht entscheidend. Untersagt werden kann also jede Präsentation des Werkes, die geeignet ist, die Interessen des Urhebers zu gefährden, wenn nicht ausnahmsweise die Interessen des Verwenders überwiegen (siehe LG München I, Urteil vom 24.5.2007 - 7 O 6358/07). Demnach

  • Der Urheber darf die Entstellung seines Werkes verhindern bzw. ihm steht ein Unterlassungsanspruch zu, selbst wenn er seine Recht als Mitglied auf die GEMA übertrug (siehe BGH, Beschluss vom 07.10.2009 - I ZR 144/08).

● Recht des Urhebers auf Zugang zu seinem Werk:

Ist das Werk im Besitz eines Dritten, so darf der Urheber grundsätzlich den Zugang zum Werk einfordern. Dies gilt nicht, wenn berechtigte Interessen des Dritten dagegensprechen (siehe § 25 UrhG).

  • Niemand darf dem Urheber den Zugang zu seinem Werk verweigern, es sei denn, berechtigte Gründe sprechen dagegen.

● Änderungsrecht des Urhebers an seinem Werk:

Nur der Urheber darf Veränderungen an seinem Werk vornehmen (siehe § 39 UrhG).

  • Der Urheber darf bestimmen, ob, wie und durch wen das Werk verändert werden darf.

● Recht des Urhebers auf Vervielfältigung des Werkes:

Der Urheber darf das Werk vervielfältigen (siehe § 15 UrhG). Unter dem Begriff der Vervielfältigung ist zu verstehen, dass dem Urheber bestimmen darf, ob, wie und in welcher Stückzahl weitere Kopien des Werkes angefertigt werden dürfen (siehe § 16 UrhG). Diese Rechtsposition ist er verletzt, wenn ein anderes es ohne Erlaubnis vervielfältigt, verbreitet, ausstellet, vorträgt, aufführt, öffentlich zugänglich macht, sendet, etc.

  • Der Urheber darf bestimmen, ob und wie das Werk (z.B. zum Verkauf) kopiert werden darf.

● Recht des Urhebers auf Verbreitung des Werkes:

Dem Urheber steht das Recht zu, das Werk zu verbreiten (siehe § 15 UrhG). Die Verbreitung meint, dass der Urheber das Werk oder Werkskopien öffentlich anbieten und in den Verkehr bringen darf (siehe § 17 UrhG). Damit wird insbesondere das Recht des Urhebers auf Veräußerung des Werkes geschützt. Jedoch ist den Besitzern des Werkes oder der Werkskopien die Vermietung gestattet.

  • Der Urheber darf bestimmen, ob und an wen das Werk (z.B. bei einem Verkauf) gehen soll.

● Ausstellungsrecht des Urhebers am Werk:

Das Recht, das Werk oder Kopien dessen öffentlich zur Schau zu stellen, steht dem Urheber zu (siehe § 15 UrhG). Hierbei kann der Urheber natürlich einerseits den Rahmen der Ausstellung, anderseits aber auch die Art und Weise bestimmen (siehe § 18 UrhG).

  • Dem Urheber steht das Recht zu, das Werk nach eigenen Vorstellungen auszustellen.

● Recht des Urhebers an öffentlicher Wiedergabe am Werk:

Dem Urheber steht das umfassende Recht zu, das Werk -gleich über welches Medium- öffentlich wiederzugeben (siehe § 15 UrhG). Dieses Wiedergaberecht gilt für alle Formen, wie

  • Wiedergabe von Funksendungen / öffentlicher Zugänglichmachung (siehe § 22 UrhG).

Ansprüche des Urhebers bei einer Urheberrechtsverletzung:

Verstößt ein Dritter unbefugt gegen eines der vorbezeichneten Rechte, so kann der Urheber verlangen, dass

  • (BESEITIGUNGSANSPRUCH:) die Urheberrechtsverletzung beseitigt wird;
  • (UNTERLASSUNGSANSPRUCH:) der Dritte zukünftige Urheberrechts-verletzungen unterlässt;
  • (ENTSCHÄDIGUNGSANSPRUCH:) der Dritte den Urheber wegen der begangenen Verletzung entschädigt.

Daneben stehen dem Urheber im einzelnen weitere Rechte zu, die Sie über nachfolgenden Link in Erfahrung bringen können:


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