· 

Recht am Eigenen Bild bei Whatsapp!

Auch das Teilen von Bildern oder Videos oder die Verwendung als Statusfoto oder Profilfoto bei Whatsapp stellen grundsätzlich einen Eingriff in das Recht am eigenen Bild des Abgelichteten dar, wenn die Einwilligung des Betroffenen fehlt. Ein Verstoß kann zu teuren Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen führen!


Holen Sie von uns eine kostenlose und vollkommen unverbindliche Ersteinschätzung per Email ein! Schreiben Sie kurz den Sachverhalt auf. Wenn Ihnen das Foto vorliegt, ist es hilfreich, wenn Sie es Ihrer Email anfügen. Dies reicht oftmals schon aus, um Ihnen nützliche Anhaltspunkte geben zu können. Wir rufen auch gerne zurück, wenn Sie uns zu diesem Zwecke Ihre Telefonnummer mitteilen. Ansonsten besteht noch die Möglichkeit, uns Ihre Frage am Ende der Kommentarfunktion zu hinterlegen.


Schreiben Sie uns einfach eine Email!


Das Recht am eigenen Bild wird gerade bei Messenger wie Whatsapp schnell verletzt!

Das Recht am eigenen Bild schützt die Abgebildeten vor ungewollter und unerlaubter Verbreitung und Veröffentlichung eines Fotos oder Videos. Heutezutage ist es schon fast normal, dass man einfach so ein Bild schiesst und es mit Freunden und Familie bei Whatsapp teilt. Lässt das Foto jedoch eine andere Person erkennen, so könnte das Verbreiten des Bildes schnell eine Verletzung des Bildnisrechtes der abgelichteten Person bedeuten.



Wann das Teilen (=Versenden, Nutzung als Profilfoto oder als Statusanzeige) eines Personenfotos bei Whatsapp erlaubt ist!

Grundsätzlich darf ein Foto nur mit Zustimmung der abgelichteten Person verbreitet werden.Für Whatsapp gilt nichts anderes:

 

Die Erlaubnis der abgebildeten Person ist grundsätzlich erforderlich!

 

Oft ist es jedoch so, dass der Abgebildete überhaupt keine Erlaubnis erteilt hat. Wer fragt schon vor jeden Schnappschuss um Zustimmung?

 

Auch ohne Zustimmung kann eine Fotoverbreitung ausnahmsweise in folgenden Fällen erlaubt sein:

  • Es handelt sich um ein Bild einer prominenten Person, die diese in der Öffentlichkeit zeigt.
  • Es handelt sich um eine Landschafts-, bzw. Panoramaaufnahme und die Person ist nur beiläufig als Beiwerk zu sehen.
  • Die Person ist Teilnehmer einer öffentlichen Veranstaltung, wie eines Festes oder einer Demo.

Mal eben so ein Foto von einer anderen Person schießen und bei Facebook hochladen oder in Whatsapp teilen, kann einen teuer zu stehen kommen!

Wurde ein Foto unerlaubt veröffentlicht, so hat der Betroffene einen Anspruch auf Unterlassung und Löschung (siehe § 37 KUG) oder Herausgabe (siehe § 38 KUG) des Bildes.Bei der Herausgabe hat der Betroffene aber eine angemessene Vergütung zu entrichten.

 

Zudem darf der Betroffene Auskunft verlangen,  wo, wie und wann das Foto oder Video veröffentlicht und an wen es herausgegeben wurde.

 

Schließlich kommt ein Anspruch auf Schadensersatz in Betracht: Je größer der Verbreitungsfaktor und je unangenehmer die Veröffentlichung, desto höher fällt der Schadensersatzanspruch aus. Zum Beispiel kann bei einer Veröffentlichung von  Nacktfotos und Erotikfotos schnell 25.000 € fällig werden (hier: Verbreitung von drei Nacktfotos der Ex-Freundin - siehe  LG Kiel, Urteil vom 27.04.2006 -  4 O 251/05).

 

Bei einer kommerziellen Nutzung, muss der Verwender Ausgleich in Höhe der üblichen Lizenz leisten (siehe BGH, Urteil vom 14.04.1992 - VI ZR 285/91).

 

Als Anspruchsgegner kommt einerseits derjenige in der Betracht, der das Foto erstmalig veröffentlichte. Andererseits können Ansprüche aber auch gegen die Betreiber der Interseite (z.B. facebook, twitter, instagram, youtube) sowie gegen Suchmaschinenanbieter (z.B. google, bing, etc.) geltend gemacht werden. Darüber hinaus können auch die Personen, die das Foto oder Video als Hyperlink auf der eigenen Internetseite einbetten oder im sozialen Netzwerk posten, Anspruchsgegner sein. Die Verlinkung stellt nämlich eine öffentliche Zurschaustellung dar und ist damit grundsätzlich "erlaubnispflichtig" (siehe OLG München, Urteil vom 26.06.2007 - 18 U 2067/07).

 

Zudem müssen unberechtigte Verwender auch eine Strafe fürchten:

 

"Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer [..widerrechtlich..] ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt" (siehe § 33 KUG).



Ein Foto oder Video wird von Ihnen ungewollt über Whatsapp an Dritte gesendet oder gar als Profilfoto genutzt? - Hier wird Ihnen geholfen!

Von Ihnen wurde ohne Ihr Einverständnis ein Foto veröffentlicht oder aufgenommen? Sie begehren Löschung und Unterlassung? Handelt es sich um ein peinliches oder intimes Foto und nun wollen Sie Schadensersatz geltend machen? Oder werden Sie dazu aufgefordert, ein Foto zu löschen oder droht man Ihnen bereits mit Schadensersatz? - Zögern Sie nicht und lassen Sie sich helfen! Bei uns befinden Sie sich in guten Händen. Egal wo Sie wohnen und gegen wen es geht: Im Bereich der Bildrechte vertreten wir Sie deutschlandweit.

 

Sprechen Sie uns einfach an, damit wir Ihnen weiterhelfen können!

Hier wird Ihnen geholfen!


Haben Sie eine Frage oder eine Anmerkung zu diesem Thema? - Nutzen Sie die Kommentarfunktion!

Nach Prüfung werden wir Ihre Frage beantworten. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Beantwortung Ihrer Rechtsfrage grundsätzlich keine Rechtsberatung ersetzt. Auch hier gilt der Gewährleistungsausschluss. Natürlich freuen wir uns auch über Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und ein Feedback!


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Edda Schell (Sonntag, 17 Juni 2018 22:52)

    Hallo!
    Ich sehe mich gerade zum ersten Mal mit diesem Problem wirklich konfrontiert. Anfang des Jahres brach ich aus diversen Gründen den Kontakt zu meiner Mutter ab. Heute bekomme ich eine Nachricht von einem bekannten, dass meine Mutter ein Gruppenbild meiner Geschwister und mir als Profilbild bei Whatsapp hat.
    Ich empfinde das als sehr unangenehm. Ich möchte nicht, dass sie mich dafür missbraucht ihren Freunden vorzugaukeln, was für eine tolle Mutter sie ist.
    Wenn sie das Foto nicht auf meine Anfrage hin ändert, kann ich rechtlich etwas tun?
    Sie selbst ist nicht einmal auf dem Foto zu sehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Edda Schell

  • #2

    Antwort zu #1 (Montag, 18 Juni 2018 09:55)

    Guten Tag,

    in der Tat dürfte die Verwendung Ihres Bildnisses durch Ihre Mutter rechtswidrig sein, da Sie nicht derart eingewilligt haben. Sie haben einen Anspruch darauf, dass Ihre Mutter dies unterlässt. Der Unterlassungsanspruch bewirkt einerseits, dass Ihre Mutter das Profilfoto rausnimmt und andererseits, dass sie sich für die Zunkunft verpflichtet, es nicht noch einmal zu verwenden. In der Praxis erfolgt dies durch Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.

    Ihr Vorgehen, es zunächst selbst zu versuchen und sodann auf einen Anwalt zurückzugreifen, erscheint zielgerichtet. Zwar können Sie sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und die Kosten sodann gar Ihrer Mutter auferlegen, andererseits räumen Sie Ihrer Mutter dadurch auf "unjuristischem" Wege eine 2. Chance ein und zeigen dadurch "good will". Ob dies sinnvoll/wünschenwert ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Beantwortung liegt allein bei Ihnen.

    Bitte beachten Sie auch, dass ich nicht weiß, in welchem Kontext das Foto aufgenommen wurde und dass sich bei Beachtung des Kontexts ggf. eine andere Einschätzung ergeben kann. Dies sehe ich momentan aber nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt