Recht am Eigenen Bild bei Whatsapp!

Auch das Teilen von Bildern oder Videos oder die Verwendung als Statusfoto oder Profilfoto bei Whatsapp stellen grundsätzlich einen Eingriff in das Recht am eigenen Bild des Abgelichteten dar, wenn die Einwilligung des Betroffenen fehlt. Ein Verstoß kann zu teuren Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen führen!


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Quelle. WhatsApp

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Das Recht am eigenen Bild wird gerade bei Messenger wie Whatsapp schnell verletzt!

Das Recht am eigenen Bild schützt die Abgebildeten vor ungewollter und unerlaubter Verbreitung und Veröffentlichung eines Fotos oder Videos. Heutezutage ist es schon fast normal, dass man einfach so ein Bild schiesst und es mit Freunden und Familie bei Whatsapp teilt. Lässt das Foto jedoch eine andere Person erkennen, so könnte das Verbreiten des Bildes schnell eine Verletzung des Bildnisrechtes der abgelichteten Person bedeuten.


Wann  ist das das Teilen (=Versenden, Nutzung als Profilfoto oder als Statusanzeige) eines Personenfotos bei Whatsapp erlaubt?

Grundsätzlich darf ein Foto nur mit Zustimmung der abgelichteten Person verbreitet werden.Für Whatsapp gilt nichts anderes:

 

Die Erlaubnis der abgebildeten Person ist grundsätzlich erforderlich!

 

Oft ist es jedoch so, dass der Abgebildete überhaupt keine Erlaubnis erteilt hat. Wer fragt schon vor jeden Schnappschuss um Zustimmung?

 

Auch ohne Zustimmung kann eine Fotoverbreitung ausnahmsweise in folgenden Fällen erlaubt sein:

  • Es handelt sich um ein Bild einer prominenten Person, die diese in der Öffentlichkeit zeigt.
  • Es handelt sich um eine Landschafts-, bzw. Panoramaaufnahme und die Person ist nur beiläufig als Beiwerk zu sehen.
  • Die Person ist Teilnehmer einer öffentlichen Veranstaltung, wie eines Festes oder einer Demo.

Welche Ansprüche stehen mir zu, wenn mein Foto bei WhatsApp (u.a.) ohne Einwillung und Rechtfertigung geteilt wird?

Wurde ein Foto unerlaubt veröffentlicht, so hat der Betroffene einen Anspruch auf Unterlassung und Löschung (siehe § 37 KUG) oder Herausgabe (siehe § 38 KUG) des Bildes. Bei der Herausgabe hat der Betroffene aber eine angemessene Vergütung zu entrichten.

 

Zudem darf der Betroffene Auskunft verlangen,  wo, wie und wann das Foto oder Video veröffentlicht und an wen es herausgegeben wurde.

 

Schließlich kommt ein Anspruch auf Schadensersatz in Betracht: Je größer der Verbreitungsfaktor und je unangenehmer die Veröffentlichung, desto höher fällt der Schadensersatzanspruch aus. Auch spielt die Art der Fotos und ob diese in die Intims- oder Privatsspähre eingreifen eine Rolle. Zum Beispiel kann bei einer Veröffentlichung von  Nacktfotos und Erotikfotos schnell 25.000 € fällig werden (hier: Verbreitung von drei Nacktfotos der Ex-Freundin - siehe  LG Kiel, Urteil vom 27.04.2006 -  4 O 251/05).

 

Bei einer kommerziellen Nutzung, muss der Verwender Ausgleich in Höhe der üblichen Lizenz leisten (siehe BGH, Urteil vom 14.04.1992 - VI ZR 285/91).

 

Als Anspruchsgegner kommt einerseits derjenige in der Betracht, der das Foto erstmalig veröffentlichte. Andererseits können Ansprüche aber auch gegen die Betreiber der Interseite (z.B. facebook, twitter, instagram, youtube) sowie gegen Suchmaschinenanbieter (z.B. google, bing, etc.) geltend gemacht werden. Darüber hinaus können auch die Personen, die das Foto oder Video als Hyperlink auf der eigenen Internetseite einbetten oder im sozialen Netzwerk posten, Anspruchsgegner sein. Die Verlinkung stellt nämlich eine öffentliche Zurschaustellung dar und ist damit grundsätzlich "erlaubnispflichtig" (siehe OLG München, Urteil vom 26.06.2007 - 18 U 2067/07).

 

Zudem müssen unberechtigte Verwender auch eine Strafe fürchten:

 

"Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer [..widerrechtlich..] ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt" (siehe § 33 KUG).

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Ihnen als Betroffener folgende Ansprüche zustehen:

  • Unterlassung = die Gegenseite hat strafbewehrt zu erklären, Ihr Bild zukünftig nicht mehr zu wie geschehen zu verwenden;
  • Löschung = die Gegenseite hat Ihr Foto zu löschen;
  • Auskunft = die Gegenseite hat Ihnen mitzuteilen, an wen sie Ihr Foto alles weitergeleitet hat;
  • Schadensersatz = bei einer schweren Persönlichkeitsrechtsverletzung steht Ihnen eine immaterielle Geldentschädigung zu (z.B. bei Nacktfotos).


Ein Foto oder Video wird von Ihnen ungewollt über Whatsapp an Dritte gesendet oder gar als Profilfoto genutzt?

Von Ihnen wurde ohne Ihr Einverständnis ein Foto veröffentlicht oder aufgenommen? Sie begehren Löschung und Unterlassung? Handelt es sich um ein peinliches oder intimes Foto und nun wollen Sie Schadensersatz geltend machen? Oder werden Sie dazu aufgefordert, ein Foto zu löschen oder droht man Ihnen bereits mit Schadensersatz? - Zögern Sie nicht und lassen Sie sich helfen! Bei uns befinden Sie sich in guten Händen. Egal wo Sie wohnen und gegen wen es geht: Im Bereich der Bildrechte vertreten wir Sie deutschlandweit.

Wir werden Ihnen helfen!

Hier wird Ihnen geholfen!


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Kommentare: 78
  • #1

    Edda Schell (Sonntag, 17 Juni 2018 22:52)

    Hallo!
    Ich sehe mich gerade zum ersten Mal mit diesem Problem wirklich konfrontiert. Anfang des Jahres brach ich aus diversen Gründen den Kontakt zu meiner Mutter ab. Heute bekomme ich eine Nachricht von einem bekannten, dass meine Mutter ein Gruppenbild meiner Geschwister und mir als Profilbild bei Whatsapp hat.
    Ich empfinde das als sehr unangenehm. Ich möchte nicht, dass sie mich dafür missbraucht ihren Freunden vorzugaukeln, was für eine tolle Mutter sie ist.
    Wenn sie das Foto nicht auf meine Anfrage hin ändert, kann ich rechtlich etwas tun?
    Sie selbst ist nicht einmal auf dem Foto zu sehen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Edda Schell

  • #2

    Antwort zu #1 (Montag, 18 Juni 2018 09:55)

    Guten Tag,

    in der Tat dürfte die Verwendung Ihres Bildnisses durch Ihre Mutter rechtswidrig sein, da Sie nicht derart eingewilligt haben. Sie haben einen Anspruch darauf, dass Ihre Mutter dies unterlässt. Der Unterlassungsanspruch bewirkt einerseits, dass Ihre Mutter das Profilfoto rausnimmt und andererseits, dass sie sich für die Zunkunft verpflichtet, es nicht noch einmal zu verwenden. In der Praxis erfolgt dies durch Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung.

    Ihr Vorgehen, es zunächst selbst zu versuchen und sodann auf einen Anwalt zurückzugreifen, erscheint zielgerichtet. Zwar können Sie sofort anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen und die Kosten sodann gar Ihrer Mutter auferlegen, andererseits räumen Sie Ihrer Mutter dadurch auf "unjuristischem" Wege eine 2. Chance ein und zeigen dadurch "good will". Ob dies sinnvoll/wünschenwert ist oder nicht, vermag ich nicht zu beurteilen. Die Beantwortung liegt allein bei Ihnen.

    Bitte beachten Sie auch, dass ich nicht weiß, in welchem Kontext das Foto aufgenommen wurde und dass sich bei Beachtung des Kontexts ggf. eine andere Einschätzung ergeben kann. Dies sehe ich momentan aber nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #3

    Heike (Dienstag, 26 Juni 2018 15:51)

    Guten Tag,

    ich habe mit einer Affäre intime Fotos ausgetauscht und jetzt droht mir der Typ, die intimen Fotos meinem Ehemann vorzulegen? Was kann ich denn tun?

  • #4

    Antwort zu #3 (Donnerstag, 28 Juni 2018 11:17)

    Sehr geehrte Heike,

    Sie haben natürlich einen Anspruch auf Unterlassung, den Sie schnellstmöglich geltend machen sollten. Idealerweise wäre dies unmittelbar bei Gericht mittels einer einstweiligen Verfügung zu tun. Dafür haben Sie einen Monat ab Bekanntgabe Zeit!

    Daneben steht Ihnen natürlich ein Anspruch auf Löschung der Fotos zu. Schadensersatz dürfen Sie erst verlangen, wenn mit Ihren intinem Fotos -was ich nicht hoffe- Schundluder betrieben wurde, diese also verbreitet worden sind.

    Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte per Telefon oder Email an mich. Sie sollten nämlich schnell reagieren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #5

    Statusbild (Donnerstag, 28 Juni 2018 16:46)

    Hallo, mein Bild wurde als Status bei whatsapp benutzt...also als statusbild. das finde ich gar nicht lustig und ich habe auch gar nicht eingewilligt. was ist zu tun?

  • #6

    Antwort zu #5 (Montag, 02 Juli 2018 13:30)

    Guten Tag,

    juristisch ist es egal, ob Ihr Bild per Whatsapp weitergeleitet, dort als Profilbild oder als Statusbildfoto verwendet wurde: Es wurde gegen Ihren Willen und ohne Einwilligung dort verwendet und so Dritten zugänglich gemacht. Ihnen stehen die vorbezeichneten Ansprüche zu, dass heisst Sie dürfen Unterlassung, etc. einfordern. Wie gesagt: bei WhatsApp kann man sich auch gegen Profilfotos oder Statusfotos wenden, wenn hierbei das Recht am eigenen Bild verletzt ist.

    Nachfragen beantworte ich gerne am Telefon. In diesem Bereicht ist es nämlich entscheidend, den Sachverhalt möglichst genau zu verstehen, um eine gute juristische Antwort zu bieten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #7

    Andrea Schulz (Dienstag, 17 Juli 2018 00:24)

    Hallo...Ich habe ein Bild bei Facebook gepostet und jemand hat es kopiert und in eine Whatsappgruppe geschickt, wo man sich darüber lustig macht ??
    Im Juni wurdeb meine beiden Töchter allerdings von hinten fotografiert und das Bild würde auch in eine Whatsapp Gruppe geschickt und sich lustig gemacht.

  • #8

    Antwort zu #7 (Dienstag, 17 Juli 2018 16:21)

    Sehr geehrte Frau Schulz,

    Ihnen und Ihren Töchtern könnte u.a. ein Unterlassungsanspruch zustehen. Allerdings schreiben Sie nicht, was oder wer auf dem Bild zu sehen ist. weswegen ich die Lage nicht für Sie zielsicher einschätzen kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #9

    Hannah Trebeß (Dienstag, 17 Juli 2018 20:06)

    Hallo,

    Ich wurde vor ein paar Tagen mit diesem Thema konfrontiert. Allerdings bin nicht ich auf einem der veröffentlichten Bildern zu sehen, sondern mein 20 Monate altes Kind. Der Bruder meines Ex Partners hat ohne mein Wissen bzw. ohne Zustimmung das besagte Bild sowohl auf Facebook als auch in WhatsApp als Profilbild veröffentlicht. Da das Verhältnis zum Kindesvater & seiner ganzen Familie sehr schlecht ist hat man das Foto trotz Bitten bzw. Auffordern nicht entfernt. Bei Facebook selber kann ich es nichtmals melden, ständig wird mir nur angezeigt, dass ich der besagten Person eine Nachricht schreiben soll. Ich finde es eine Frechheit & weiß ehrlich gesagt momentan nicht weiter.

    Das Bild an sich zeigt nichts Schlimmes, aber ich möchte einfach nicht, dass mein Kind Objekt eines "like-geilen" Idioten ist.

  • #10

    Antwort zu #10 (Mittwoch, 18 Juli 2018 11:28)

    Sehr gehrte Frau Trebeß,

    ich selber setzte keine Kinderfotos bei facebook und co. rein und kann Sie gut verstehen. In Ihrem Falle kommt es ein wenig darauf an, ob Sie das Sorgerecht alleine ausüben.

    ->Wenn ja, dann können Sie auch alleine die Fotoverwendung verbieten.
    ->Wenn nicht, dann müsste der Kindesvater ins Boot geholt werden.

    (Ein gemeinsames Sorgerecht besteht immer dann, wenn das Kind in der Ehezeit geboren oder beim Jugendamt eine gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben wurde oder das Gericht das Sorgerecht zur gemeinsamen Ausübung übertragen hat.)

    Jedenfalls steht Ihrem Kind, dass Sie als Mutter gesetztlich vertreten, natürlich ein Unterlassunganspruch gegen den Onkel zu. Zudem hat er die Foto aus Facebook zu löschen. Sie können den Onkel anwaltlich abmahnen lassen und auch verlangen, dass die Kosten Ihres eigenen Rechtsanwalts von ihm getragen werden.

    Wenn Sie anwaltliche Hilfe benötigen, können Sie es mich gerne wissen lassen.

    Ich wünsche gutes Gelingen und hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #11

    Sandra Böll (Freitag, 27 Juli 2018 12:31)

    Hallo,

    Mir wurde gestern ein Foto von meiner noch Chefin ( Kündigung zum 7.8) geschickt, wo mein Whatsapp Status zu sehen war wo ich bei den Kölner Lichter gewesen war. Das Foto wurde aber von einer noch Arbeitskollegin gemacht, die aber zu der Zeit im Urlaub war. Sie macht das Foto von meinem Status und schickte es weiter ohne mein Einverständnis oder das ich davon Kenntnis bekam.
    Ich war zwar zu dem Zeitpunkt krank geschrieben aber nicht bettlägerig.
    Ist das rechtens oder kann ich da, auch wegen der neuen Datenschutzvereinbarung, gegen angehen ?

  • #12

    Antwort zu #11 (Freitag, 27 Juli 2018 14:53)

    Sehr geehrte Frau Böll,

    das Verhalten Ihrer "Kollegin" ist abmahnfähig. Sie können also mithilfe eines Anwalts Unterlassen der Fotoverbreitung und auch Löschung des Fotos verlangen.
    GGf. steht Ihnen noch Schadensersatz zu. Die Abmahnkosten des Rechtsanwalt hat Ihre "Kollegin" zu tragen.

    Im Übrigen sollten Sie einmal prüfen lassen, ob die ordentliche Kündigung rechtmäßig erfolgte. Auch hiergegen könnten Sie sich erwehren. Gegen Kündigungen können Sie binnen 3 Wochen ab Erhalt vorgehen.

    Wenn Sie anwaltliche Unterstützung benötigen, dann würde es mich freuen, wenn wir Ihnen hören werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #13

    Marla (Mittwoch, 08 August 2018 22:24)

    Hallo,
    ich habe mit einer Whatsapp Bekanntschaft erotische Fotos getauscht und erotische Kommunikation betrieben. Seine Ehefrau hat alles über die Telekommunikationsdienstleister, ohne Wissen des Mannes (und natürlich meines Wissens), mitverfolgt und droht nun mit Veröffentlichung meiner Fotos. Was kann ich tun?

  • #14

    Antwort zu #13 (Donnerstag, 09 August 2018 14:14)

    Sehr geehrte Marla,

    Sie haben natürlich einen Anspruch darauf, dass die Fotos nicht veröffentlicht werden. Im Falle der Drohung können Sie binnen eines Monats ab Kenntnis von der Drohung bei Gericht per einstweiliger Verfügung der Ehefrau verbieten lassen, die Fotos zu veröffentlichen.

    Wenn Sie anwaltliche Unterstützung benötigen, dann können Sie es mich gerne wissen lassen. Nehmen SIe einfach -vorzugsweise per Email- mit uns Kontakt auf und ich kläre Sie dann über die weiteren Dinge auf und erarbeite mit Ihnen eine Strategie.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #15

    Jule Legov (Donnerstag, 09 August 2018 19:40)

    Hallo,

    heute kam es zu einem Zwischenfall was meine Kollegin komplett aus der Bahn geworfen hat,weshalb ich nach Antworten suche.
    Unser Chef ist heute früher in die Pause gegangen. Als wir Unterlagen von seinem Tisch holten die wir benötigten sagen wir,dass er whats App geöffnet hatte. Dort war ein von ihm gemachtes Foto meiner Kollegin von hinten zu sehen welches er verschickt hat und dazu schrieb :" Das geht gar nicht.willkommen bei den Flodders.Die sieht aus wie eine Hartz 4 Empfängerin."
    Unser Chef ist seit Monaten bei ihr nur am kritisieren wegen Kleinigkeiten und sucht förmlich nach Fehlern.
    Was sollte sie tun ? Kann sie überhaupt was machen ,da dies ja sein privater Chat ist( allerdings ging dies auch zusötzlich an eine Bereichsleitung )
    Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Vielen Dank im Voraus

  • #16

    Antwort zu #15 (Donnerstag, 09 August 2018 20:15)

    Hallo Frau Legov,

    ich muss Ihnen Unrecht geben, denn der WhatsApp-Chat ist keinesweg privat gewesen. Er fand zwischen Ihren Chef und einer Dritten Person statt. Es handelt sich nicht nur um eine rechtswidrige Fotoverbreitung, sondern gar um eine Beleidigung. An Ihrer Stelle hätte ich den WhatsApp-Verlauf zu Beweiszwecken abfotografiert. Falls Sie das nicht getan haben, dann ist es auch nicht weiter schlimm, denn an der Rechtslage ändert sich nichts:

    Ihre Kollegin hat einen Anspruch auf Unterlassung heimlicher Aufnahmen sowie der Verbreitung des Fotos sowie Unterlassung der Beleidigung. Einige Gerichte würden ggf. sogar Schadensersatz zusprechen in Höhe eine geringen, hundertstelligen Betrags (100-500 €).

    In jedem Falle würde ich Ihrer Kollegin empfehlen, zumindest den Chef darauf anzusprechen. Gleichwohl steht es Ihrer Kollegin natürlich frei, einen Rechtsanwalt mit der Durchsetzung vorbezeichneter Ansprüche zu beauftragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #17

    Thöne (Sonntag, 12 August 2018 15:48)

    Meine Freundin hat in meiner Wohnung einen Sick gefunden, je dem eine Collage von Frauen ist. Jetzt at sie aus Eifersucht versucht alle Frauen herauszufinden und anzuschreiben. Ausserdem hat sie dieses Foto als Profilbild gehabt damit es alle sehen können, (Waas euer ein Schwein ich bin), es handelt sich bei diesem Bild um Fotos vor 4 Jahren ,die ich mir mal zusammengestellt habe von Patys , Umzug usw. Nur Frauenköpfe und Beine mit Tatus. Sie hat das Foto an alle weitergeschickt. Ich habe diese Fotos nie Online benutzt. IST das erlaubt, sie will mich fertig machen

    Mit freundlichen Grüssen
    S. Thöne

  • #18

    Antwort zu #17 (Montag, 13 August 2018 10:08)

    Sehr geehrter Herr Thöne,

    Ihre Freundin darf das natürlich nicht. Sie werden hierdurch bloßgestellt. Es ist richtig, dass damit die Rechte am eigenen Bild der jeweiligen Frauen verletzt werden. Hierauf können Sie sich nicht berufen, da es nicht Ihre Rechtspositionen sind.

    Vielmehr sind Sie Urheber der Fotocollage und können deswegen Unterlassung und Löschung einforder, was heißt, dass Sie Ihrer Freundin das Versenden der Fotocollage verbieten lassen können. Ich vermute auch, dass Sie dies aus dem Gesichtspunkt Ihrer Allgemeinen Persönlichkeitsrechts einfordern dürfen, da es sich -wie gesagt- um eine Bloßstellung handelt. Insoweit wäre aber der Sachverhalt noch näher zu erfragen.

    Sollte Ihre Freundin nicht auf Ihre Forderungen reagieren, die Sie vielleicht auch einmal schriftlich äußern sollten, dann sollten Sie einen Rechtsanwalt beauftragen. Dieser wird Ihre Freundin entsprechend auffordern. Sollte sich die Verwendung der Collage als uerlaubt herausstellen, wovon ich ausgehe, dann hat Ihre Freundin auch die Rechtsanwaltskosten zu erstatten.

    Ich hoffe, Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben. Wenn Sie anwaltlich Unterstützung benötigen, dann können Sie es mich gerne wissen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #19

    Jessica (Dienstag, 14 August 2018 00:09)

    Hallo,

    und zwar hab ich ein 5 Monate junges Kind. Ich habe viele Videos und Bilder von ihm gemacht und auch an meine Mutter verschickt. Wir haben schon sehr lange keinen Kontakt mehr. Nun hat sie ein Video und ein Foto von meinem Kind an einen Mann im Facebook Messenger verschickt mit dem sie seit juni schreibt und den ich nicht mal kenne. Und sie fragte mich nicht um Erlaubnis.

    Was kann ich tun?

    MfG

  • #20

    Antwort zu #19 (Dienstag, 14 August 2018 14:12)

    Hallo Jessica,

    wie Sie richtig erkannt haben, handelte Ihre Mutter nicht richtig. Der Versand war rechtswidrig.

    Sie können zunächst Unterlassen einfordern. Hierbei hat Ihre Mutter strafbewehrt zu versprechen, das Video nicht mehr Dritten zu teilen.

    Darüber hinaus können Sie die Löschung des Videos verlangen.

    Wenn Sie Ihre Mutter mit einem Anwalt entsprechend auffordern, dann wird Ihre Mutter auch verpflichtet sein, die Rechtsanwaltskosten zu erstatten. Den Anwalt sollten Sie spätetestens beauftragen, wenn Ihre Mutter sich uneinsichtig zeigt. Ihnen steht es aber frei, den Anwalt sofort zu beauftragen. Es ändert sich rechtlich nichts.

    Wenn Sie anwaltliche Hilfe wünschen, können Sie es mich gerne wissen lassen. Nehmen Sie einfach mit mir Kontakt auf und ich werde Ihnen dann das weitere Vorgehen erläutern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #21

    Karl (Dienstag, 14 August 2018 15:27)

    Hallo
    Von mir wurde vor zwei Tagen (beim ausgehen)eine Foto gemacht das mich mit einer langjährigen Freundin zeigt wie wir tanzen und uns umarmt haben. Und sie mich auf denn Mund küsste.
    Dieses Foto wurde meiner Freundin über WhatsApp gesendet,worauf sie die Beziehung beendete. Weiters verlor ich deswegen meinen Job da ich im Betrieb ihres Vaters beschäftigt war. Meine Frage also: wie schaut es da mit Schadenersatz aus, und ist das rechtlich überhaupt möglich?!

  • #22

    Antwort zu #21 (Mittwoch, 15 August 2018 11:55)

    Hallo Karl,

    vielen Dank für Ihre Anfrage. In der Tat war die Aufnahme und die Weiterleitung des Fotos rechtswidrig. Ihnen steht ein Anspruch auf Unterlassung und Löschung zu.

    Zum Schadensersatz sind folgende Überlegungen anzustellen: Das Foto wurde auf der Tanzfläche aufgenommen. Dies ist grundsätzlich ein öffentlicher Raum. Andererseits ist es aber möglich, auch im öffentlichen Raum Privatssphäre zu genießen. Davon gehe ich aus. Weiterhin zeigt das Bild Sie in einem höchstprivaten Moment. Vor diesem Hintergrund neige ich dazu, eine schwere Persönlichkeitskeitsrechtsverletzung anzunehmen und den Anspruch auf Schadensersatz zu bejahen. Ihnen könnte also Immarterieller Schadensersatz ("Schmerzengeld") wegen der Aufnahme und Verbreitung Ihres Bildes zustehen.

    Dieser Anspruch dürfte wohl aber nicht den Schaden umfassen, den Sie wegen der Kündigung erlitten haben (Dies könnte unter Umständen auch anders beurteilt werden). In der Tat könnte die Kündigung rechtswidrig sein, da Ihnen wegen eines Umstandes, der an sich nichts mit der Arbeit zu tun hat, gekündigt wurde. Gegen die können Sie sich binnen 3 Wochen ab Zugang dieser erwehren und beim Arbeitsgericht Kündigungsschutzklage erheben. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn es sich bei dem Unternehmen um einen Betrieb von mehr als 10 Vollarbeitnehmern handelt und Sie mehr als 6 Monate dort beschäftigt sind. Dann findet nämlich der Allgemeine Kündigungsschutz Anwendung.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #23

    Yalcin (Freitag, 07 September 2018 00:22)

    Guten Tag!

    Ich habe ein großes Problem und zwar habe ich Nacktfotos und Videos an eine Person geschickt, die diese Person nun in ihren Status gestellt hat, und somit jeder sich dies anschauen kann! Ich habe mehrmals gesagt dass ich das nicht wolle aber das bringt nichts! Was kann ich tun?

  • #24

    Frank (Sonntag, 16 September 2018 22:06)

    Guten Abend.
    Ich habe anlässlich in Erinnerung schwelgend mit einem Freund alte Fotos und Videos angeschaut. Wir fanden ein tolles Video eines 3 Freundes (er spielt darauf Schlagzeug und singt) mit nem wir leider schon eine weile keinen Kontakt mehr haben, jedoch mit seinem Vater. Wir hatten uns über dieses Video sehr gefreut und wollten der 3. Person eine freude machen und schickten seinem Vater dieses Video und dieser schickte es ihm. Nun falle ich aus allen Wolken da er mich anzeigen möchte wegen Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte bei der Übermittlung an dritte, SEINEM eigenen Vater!! Im weitere Zuge verlangt er das ich alle Fotos und Bilder die ich jemand von ihm gemacht habe auszuhändigen. Man bemerke diese Bilder wurden 2003 geschossen!!
    Im Grund laß ich das ich bei der Übersedung an seinen Vater diese Rechte verletzt habe, ok! Aber es ist doch irrglaube das ich ihm jetzt alles aushändingen muss was ich besitze?! :/
    Vielen Dank und Grüße

  • #25

    Clara Wuttke (Mittwoch, 19 September 2018 10:21)

    Hallo,
    ich habe gerade entdeckt, dass die Tante meines Mannes ohne mich jemals um Erlaubnis zu bitten in ihrem Whatsapp Profilbild ein Bild von sich selbst und meinen beiden Söhnen hat. Ich weiss nicht, wie lange das schon so ist, ich habe zum ersten Mal ihren Kontakt bei Whatsapp gesehen. Meine Söhne sind auf dem Bild ca 5-7 Jahre alt, inzwischen 11 und 12. Wir halten als Eltern unsere Kinder konsequent aus den sozialen Medien raus, um so mehr bin ich geschockt von ihrer Übergriffigkeit. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass mein Mann diesem zugestimmt hat. Dürfte er das alleine?
    Dazu kommt, dass ich zu dieser Tante keinen guten Kontakt habe, da es schon mehrmals vorgekommen ist, dass sie bereits öfters versucht hat, meine Kinder zu manipulieren, schon sehr grenzüberschreitend aufgefallen ist und auch sonst nicht zu den angenehmsten Menschen gehört...
    Was kann ich tun?

  • #26

    Antwort zu #23 (Montag, 24 September 2018 14:18)

    Sehr geehrter Herr Yalcin,

    Sie können

    - Unterlassung
    - Löschung
    - Mitteilung, an wen diese Fotos verbreitet worden sind und
    - Schadensersatz verlangen.

    Diese Ansprüche sollten Sie anwaltlich geltend machen, denn es besteht gegen diese Person auch ein Anspruch auf Erstattung der Anwaltskosten.

    Beachten Sie auch, dass Sie eine Strafanzeige bei der Polizei aufgeben sollten. Dies ist vor allem dann erforderlich, wenn diese Person Ihnen unbekannt ist, also Sie weder über Name und/oder Adresse verfügen. Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wird die Adresse dieser Person ermittelt werden können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #27

    Antwort zu #24 (Montag, 24 September 2018 14:23)

    Guten Tag,

    die Verbreitung war ggf. unzulässig. Lediglich an diesem Video dürfte -wenn überhaupt- ein Herausgabeanspruch bestehen. Bei Fotos und Videos, die nicht veröffentlicht, verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt worden sind, besteht kein Herausgabeanspruch.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #28

    Antwort zu #25 (Montag, 24 September 2018 14:26)

    Sehr geehrte Frau Wuttke,

    Ihrem Sohn, der rechtlich wohl durch beide Elternteile vertreten wird, steht ein Unterlassungs- und Löschungsanspruch zu. Diesen können Sie zusammen mit dem Vater des Kindes gegen die Tante geltend machen.

    Sie können die Tante anwaltlich abmahnen und Ihr sodann die Kosten des Anwalts auferlegen. Dies ist in vielen Fällen ein heilsames Mittel, sich vor zukünftigen, derartigen Übergriffen zu schützen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #29

    Mirjam S. (Sonntag, 21 Oktober 2018 23:19)

    Hallo.
    Ich bin alleinerziehende Mama einer mittlerweile 7 jährigen Tochter.
    Der Kindsvater hat sich nun 5 Jahre nicht gekümmert und auch keinen Kontakt zu uns gehabt, weil er mich nicht sehen wollte.
    Nun möchte er Umgang mit seiner Tochter haben, weswegen es ein Gespräch mit ihm, seinem Anwalt und mir gab, bei dem ich erfuhr, dass meine eigene Schwester vor ca 2 Jahren ein, zu dem Zeitpunkt, aktuelles Foto meiner Tochter an ihn gesendet hat, obwohl jedem bekannt ist, dass ich dagegen bin, Fotos meines Kindes zu versenden.
    Der Kindsvater hat kein Sorgerecht.
    Wie ist die Rechtslage und was kann ich tun um so etwas zukünftig zu verhindern?
    Da in meiner Familie sowohl meiner Schwester als auch meinen Eltern egal zu sein scheint, was ich als Mutter entscheide möchte ich mich schlau machen und ggf. wenn es möglich ist, sie auch schon dafür zur Verantwortung ziehen um die Grenzen klar zu zeigen.
    Meine Tochter ist nirgendwo im Internet und auch sonst achte ich sehr darauf, dass ihre Privatsphäre geschützt bleibt.

  • #30

    katja (Mittwoch, 24 Oktober 2018 11:38)

    Guten tag ich habe vor kurzem erfahren das mein ex all meine Status fotos kopiert und auch an andere schickt was ich noch schlimmer finde das da meine kinder drauf sind . Darf er das ohne meine Einwilligung? ?

  • #31

    Antwort zu #29 (Mittwoch, 24 Oktober 2018 12:12)

    Guten Tag,

    wenn der Vater kein Sorgerecht hat, dann vertreten Sie Ihre Tochter ausschließlich gesetzlich. Deswegen dürfen Sie auch alleine bestimmen, was mit den Fotos Ihrer Tochter geschieht. Letzteres gilt natürlich auch für Ihre eigenen Fotos.

    Sie haben in jedem Falle einen Anspruch auf Unterlassung und Löschung. Diese können einfordern. Wenn Sie ihn anwaltlich abmahnen lassen, muss er die Kosten Ihres Anwalts erstatten. In der Praxis hat er eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben.

    Auch können Sie einen Strafantrag nach dem KUG bei der Polizei stellen.

    Falls Sie gedenken, sich anwaltlich unterstützen zu lassen, sollten sie einen Zeugen benennen und diesen auch bitten, Ihnen die weitergeleiteten Fotos zur Verfügung zu stellen. Aufgrundlage dieser Fotos kann die Forderung dann exakt bestimmt werden.

    Wenn Sie anwaltliche Hilfe benötigen, können Sie es mich gerne wissen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #32

    Antwort zu #30 (Mittwoch, 24 Oktober 2018 12:22)

    Guten Tag,

    was Ihr Ex macht, ist nicht erlaubt, da Sie nicht eingewilligt haben. Sie haben einen Unterlassungsanspruch und dürfen weiterhin die Löschung verlangen.

    Auch hier gilt, dass Sie einen Strafantrag nach dem KUG bei der Polizei stellen können.

    Wenn Sie einen Anwalt hinzuziehen, wird dieser ihn in einem ersten Schritt anwaltlich abmahnen und auch wegen der Erstattung der Anwaltskosten auffordern.

    Es ist von Vorteil, wenn Sie den Sachverhalt aufbearbeiten und einen Zeugen benennen können. Bitten Sie den Zeugen auch, Ihnen die empfangenen Fotos zur Verfügung zu stellen.

    Wenn Sie einen Anwalt einschalten wollen, können Sie gerne mit uns in Kontakt treten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #33

    J.D (Sonntag, 04 November 2018 17:23)

    Hallo und guten Tag
    Ich habe folgendes Problem und würde gerne die Rechtslage dazu wissen. Ich habe Bilder meiner Tochter und auch Familienbilder im WhatsApp Status hochgeladen. Ich weis schön blöd.
    Jetzt habe ich erfahren das einige der Bilder gespeichert wurden bzw. ausgedruckt und an jemand weiter gegeben wurden. Es wurde von meinem großcousen an meine patentante übergeben. Zudem habe ich so gut wie keinen Kontakt mehr und ich wurde auch nicht gefragt. Ich habe ihn schon selber einmal drauf angeschrieben, das wenn sie ein foto von meiner Tochter oder uns haben möchte, uns doch bitte einfach zu fragen. Darauf kam keine Antwort. Auch wenn ich selber schuld bin, bin ich gerade irgendwie sauer.
    Ich würde jetzt gerne wissen, ob dieses weiterleiten auch genauso zählt, wie das weiterleiten und veröffentlichen im Internet/ bei WhatsApp?

    Mit freundlichen Gruß


  • #34

    Antwort zu #33 (Montag, 05 November 2018 09:16)

    Guten Tag JD,

    für das Weiterleiten bzw. Drucken gilt dasselbe: Nur weil Sie ein Foto als Statusbild verwendet haben, dürfen es Dritte nicht einfach unbefugt ausdrucken und sodann weiterreichen. Auch in dieser Konstellation ist Ihr Recht am Bild betroffen und Sie können Unterlassung und Löschung verlangen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #35

    Dani (Sonntag, 11 November 2018 19:37)

    Hallo,

    ich habe mich vor 3 Wochen von meinem Exfreund getrennt. Er hat immer noch Fotos von uns als Profilbild bei Whatsapp, Profilbild bei Facebook und eins bei imstagram drin. Ich habe ihn bereits gebeten diese zu löschen, was er nicht tut. Inwiefern treten die Gesetze in diesem Fall in Kraft? Ich bin mir unsicher, da er die Fotos während unserer Beziehung eingestellt hat. In der Zeit war es natürlich in Ordnung, jedoch möchte ich es nicht mehr aufgrund der Trennung.

    LG

  • #36

    Antwort zu #35 (Montag, 12 November 2018 08:39)

    Guten Tag Dani,

    die Bilder können Sie löschen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #37

    Tanja (Dienstag, 20 November 2018 13:16)

    Hallo mein ex freund hat für ein paar minuten ein bild von meinem gesäß als sein whatsapp Profilbild benutzt. Ich möchte nicht das diese bilder an die Öffentlichkeit gelangen. Er hat auch noch bilder in seiner gallerie und ich weiß einfach nicht was ich machen soll..

  • #38

    Antwort zu #38 (Dienstag, 20 November 2018 14:05)

    Guten Tag,

    sie können Löschung und Unterlassung verlangen. Sie sollten in einem ersten Schritt Beweise sichern, dann in einem zweiten Schritt versuchen, selbst aktiv zu werden. Sollte die Gegenseite sich aber verweigern, dann sollten Sie in jedem Falle einen Rechtsanwalt beauftragen.

    Sie können den Rechtsanwalt auch schon im ersten Schritt beauftragen; gliechwohl raten wir in derartigen Konstellationen dazu, es selbst zu versuchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #39

    Angie (Donnerstag, 22 November 2018 12:06)

    Hallo, mein Sohn (14) hat auf einer Art Klassenfahrt ein Video von Person A gemacht als diese in einer lustigen aber auch unvorteilhaften Position auf dem Boden rumkroch (gehörte jedoch zum Spiel) Dies hat er dann per Whatsapp an seine Freundin Person B geschickt. Da A und B sich kennen, ist das jetzt rausgekommen. Meine Frage: kann ihm eine Strafe drohen? Das Video wurde bereits auf seinem Handy und auf dem seiner Freundin gelöscht.

  • #40

    Antwort zu #39 (Montag, 26 November 2018 10:00)

    Hallo,

    es kann Strafe drohen, was ich jedoch als sehr theoretisch erachte. Wichtig ist schon einmal, dass das Video gelöscht wurde.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #41

    Silke Müller (Mittwoch, 05 Dezember 2018 14:32)

    Ich habe folgendes Problem, Meine Tochter wurde mit noch anderen Kindern von einer Mutter während eines Spielgruppentreffens fotografiert. Diese Mutter hat das Foto nun als Profilbild bei WhatsApp. Meine Tochter ist zwar nur von hinten aufgenommen, hat jedoch rote Haare und ist so durchaus zu erkennen. Die Mutter hatte mich bei einer anderen Gelegenheit gefragt, ob sie ein Bild von unseren Kindern zusammen machen dürfte. Ich hatte ihr dieses eine foto gestattet jedoch mit der Einschränkung, dass kein Bild meines Kindes veröffentlicht wird. Kann ich sowohl fordern, dass sie ihr Profilbild löscht als auch sämtliche andere Bilder auf denen mein Kind zu sehen ist?

  • #42

    Antwort zu #41 (Donnerstag, 06 Dezember 2018 09:56)

    Sehr geehrte Frau Müller,

    die Erkennbarkeit Ihres Kindes könnte ggf. ein Problem werden, auch wenn hierbei eher großzügige Maßstäbe anzusetzen sind. Ist diese Hürde genommen, dann dürfen Sie die Löschung nur von diesem Bild verlangen. Ohne unrechtmäßige Verbreitung eines Bildes erwächst Ihnen kein Löschungsanspruch.

    Ich würde Ihnen anraten, die andere Mutter in einem Gespräch um Löschung des Profilfotos zu bitten. Weisen Sie die Mutter darauf hin, dass Sie nicht wollen, dass Facebook (WhatsApp) in Besitz von Bildern Ihres Kindes kommt. Bringen Sie folgendes Beispiel: Was ist, wenn Facebook die Daten speichert und in 50 Jahren das Babyfoto als Werbebild verkauft und es auf einmal überall zu sehen ist? - Meisten zieht dieses Argument in einem persönlichen Gespräch.

    Die "AGB" von Whatsapp lauten hierzu wie folgt:

    "Deine Lizenz gegenüber WhatsApp. Damit wir unsere Dienste betreiben und bereitstellen können, gewährst du WhatsApp eine weltweite, nicht-exklusive, gebührenfreie, unterlizenzierbare und übertragbare Lizenz zur Nutzung, Reproduktion, Verbreitung, Erstellung abgeleiteter Werke, Darstellung und Aufführung der Informationen (einschließlich der Inhalte), die du auf bzw. über unsere/n Dienste/n hochlädst, übermittelst, speicherst, sendest oder empfängst. Die von dir im Rahmen dieser Lizenz gewährten Rechte beschränken sich auf den Zweck, unsere Dienste zu betreiben und bereitzustellen (beispielsweise uns zu gestatten, dein Profilbild und deine Statusmeldung anzuzeigen, deine Nachrichten zu übermitteln, deine nicht zugestellten Nachrichten für bis zu 30 Tage auf unseren Servern zu speichern, während wir versuchen sie zuzustellen, und auf sonstige Weise wie in unserer Datenschutzrichtlinie dargelegt)." - zit.: https://www.whatsapp.com/legal/#terms-of-service, Stand: 6.12.18

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #43

    I. Wunderlich (Dienstag, 11 Dezember 2018 23:29)

    Hallo,

    eine ehemalige Freundin von mir hat heute auf Whatsapp mit ihren zwei verschiedenen Handynummern Bilder von mir veröffentlicht und Texte in dem Zusammenhang. Auf den Bildern bin ich ganz klar zu erkennen, sie schrieb in den Kommentarleisten meinen Spitznamen und in den Statustexten addressierte sie mich mit meinem Spitznamen (der allgemein bekannt ist) und man erkannte den Sinnzusammenhang des ganzen.
    Ihre Aktion würde andere als harmlos ansehen, aber ich empfand es als hochgradig peinlich und beschämend und durch meine diagnostizierte soziale Phobie wirkt sich das psychisch sehr negativ auf mich aus (allein schon durch meinen allgemein sehr zurückhaltenden und sehr eingeschüchterten Charakters empfand ich es als sehr unangenehm und ich nicht gerne im Fokus stehe; schon aufgrund meiner Erkrankung); aufgrunddessen wurde ich hysterisch und fast schon panisch. Viele Leute kennen ihre Nummern, darunter auch welche, die mich in der Vergangenheit massiv gemobbt hatten und ich nun befürchte, dass sie ihnen noch mehr Material gegen mich lieferte (wenn auch vielleicht unbewusst, weil sie extrem naiv ist).
    Zwar verschwinden die Bilder nach 24h im Status wieder, aber eine Freundin riet mir dennoch Anzeige zu erstatten, weil sie meine Bilder ohne meine Erlaubnis hochgeladen und ich mich sehr angegriffen fühlte deswegen; besonders psychisch.
    Würde sich eine Anzeige überhaupt lohnen, besonders, nachdem ich ihr sagte, was ich davon hielte und sie die Bilder danach löschte aus dem Status?

  • #44

    Antwort zu #43 (Mittwoch, 12 Dezember 2018 10:55)

    Hallo Frau Wunderlich,

    eine Strafanzeige lohnt immer, wie ich finde. Ich gehe allerdings davon aus, dass das Verfahren eingestellt wird.

    Daneben können Sie zivilrechtliche Ansprüche geltend machen. Hier ist insbesondere die Unterlassung und die Löschung zu nennen, die Sie einfordern dürfen. Sie können diese Person anwaltlich abmahnen lassen und ihr in diesem Zusammenhang dann auch die Anwaltskosten zur Erstattung auferlegen. Vielleicht könnte es ein Befreiungsschlag sein, die Rolle des Gemobbten zu verlassen und in diesem Sinne zurück zu schiessen.

    Wenn Sie Hilfe brauchen, lassen Sie es uns gerne wissen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #45

    angelika (Sonntag, 16 Dezember 2018 18:15)

    Ich schickte vor 2 Jahren, ein Foto voneiner Freundin per Wats App an einen Bekannten.
    Dieses Foton entstand auf einem Faschingsball.
    gibt es eine Verjährungsfrist für eine Anklage?

  • #46

    Antwort zu #45 (Montag, 17 Dezember 2018 11:56)

    Hallo Angelika,

    § 48 KUG stellt wie folgt dar: Der Anspruch auf Schadensersatz und die Strafverfolgung wegen widerrechtlicher Verbreitung oder Vorführung eines Werkes sowie die Strafverfolgung wegen widerrechtlicher Verbreitung oder Schaustellung eines Bildnisses verjähren in drei Jahren.

    Ein Anspruch auf Unterlassung verjährt nach § 199 BGB in 10 Jahren.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt
    Bisher ist bei Ihnen noch keine Verjährung eingetreten.

  • #47

    Vanessa (Dienstag, 25 Dezember 2018 15:12)


    Guten Morgen.
    Ich habe das alleinige Sorgerecht für meine Tochter (4m). Der Kindsvater und ich waren uns einig, dass Fotos der kleinen NICHT veröffentlicht werden. Kurz später postete er als Profilbild bei Facebook ein Bild meiner Tochter. Ich habe es bei Facebook gemeldet und ihn gebeten, dass er das unterlässt. Das Bild wurde durch Facebook selbst gelöscht. Gestern habe ich festgestellt, dass er dasselbe Bild bei WhatsApp nun als Profilbild verwendet, ohne dass ich damit einverstanden bin. Was kann ich dagegen tun? Er hält sich erneut nicht an Absprachen oder fragt mich um Einverständnis, da ich aktuell noch allein sorgeverechtugt bin.

    Mit freundlichen Grüßen

  • #48

    Antwort zu #47 (Mittwoch, 02 Januar 2019 10:57)

    Guten Tag,

    da Sie die elterliche Sorge alleine ausüben, können Sie auch alleine bestimmen, ob Fotos Ihrer Tochter veröffentlicht werden sollen oder nicht. Gegen den Kindesvater steht Ihrer Tochter ein Unterlassungsanspruch zu, den Sie für Ihre Tochter geltend machen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #49

    Karsten (Samstag, 12 Januar 2019 15:29)

    Hallo an alle,

    ich habe ein Problem bzgl. eines in der Schule, Schulunterricht aufgenommenen Bildes.
    Mein Sohn hat im Unterrich ein Bild, mit verschiedenen Schülern gemacht, und dies in der Klassengruppe (whatsapp) gepostet.
    Laut meines Rechtsverständnisses ist dies eine öffentliche Veranstaltung, und sollte somit kein Problem darstellen.
    Ist dies richtig ? Wo / Wie ist der Begriff öffentliche Veranstaltung definiert.
    Da das Bild auch nur an die Klassenmitgliefer gesandt wurde, die ohnehin anwesend waren, ist dies überhaupt eine Verletzung?

    Vielen Dank

  • #50

    Antwort zu #49 (Montag, 14 Januar 2019 13:27)

    Guten Tag,

    als öffentliche Veranstaltung sind Veranstaltungen zu verstehen, an denen die Öffentlichkeit teilnehmen kann oder darf. Ob der Unterricht eine öffentliche Veranstaltung ist oder nicht, kann so oder so aufgefasst werden. Jedoch dürfen Personenfotos auch in jenem Kontekt grundsätzlich nur dann verbreitet werden, wenn die abgebildeten Persenen als Teilnehmer repräsentativ für alle Teilnehmer oder als Teil der Masse dargestellt sind. Hieran dürfte es scheitern.

    Ich neige dazu, die Einwilligung für derartige Fotoverbreitungen für erforderlich zu halten. Meiner Meinung nach durfte das Foto nicht versandt werden, weil es sich nach meinem Dafürhalten schon nicht um eine öffentlcihe Veranstaltung handelt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #51

    Eddy (Samstag, 19 Januar 2019 00:56)

    Hallo
    Mein Vater hat meinen 4 jährigen Sohn ( seinen Enkel) letztes Jahr gesagt er will mit ihm nichts zu tun haben
    Und jetzt habe ich erfahren das meine Schwester einfach gegen meinen willen Fotos meines Sohnes per wahts app an meinen Vater geschickt hat obwohl ich es ihr ausdrücklich verboten habe
    Besteht die möglichkeit dies auch innerhalb der Familie anzuzeigen
    Und besteht die möglichkeit ihr dies gerichtlich zu verbieten

  • #52

    Antwort zu #51 (Montag, 21 Januar 2019 10:22)

    Hallo Eddy,

    die vorbezeichneten Ansprüche stehen Ihnen selbstverständlich auch in familieren Beziehungen zu. Sie können insbesondere zivilrechtlich auf Unterlassung klagen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #53

    Sarah (Montag, 21 Januar 2019 15:11)

    Mein Statusbild wurde durch eine Kollegin einfach an meine Chefin weitergeleitet indem man ein Screenshot gemacht hat. Nun hat eine andere meiner Kolleginnen Probleme bekommen. Darf das Bild überhaupt weitergeleitet werden und darf man dieses gegen die Kollegin verwenden?

  • #54

    Susanne (Montag, 28 Januar 2019 13:49)

    Guten Tag,
    ich habe im Whats app ein Profilbild das meinen Enkel und oder meine Kinder zeigt.
    Nun verbietet mir die Mutter des Kindes das oder ein Bild meines Enkels zu verwenden (der Vater allerdings erlaubt es. - Die Eltern sind getrennt und haben gemeinsames Sorgerecht)
    Inzwischen habe ich auch einen Brief eines RA erhalten.
    Ich bin nicht bereit das oder die Bilder zu löschen.
    Ist das Rechtens oder muss ich mit Strafe rechnen?

  • #55

    Antwort zu #53 (Mittwoch, 30 Januar 2019 17:54)

    Guten Tag,

    es hört sich so an, als ware das nicht rechtens, weshalb Ihnen gegen Ihre Kollegin wohl Unterlassungsansprüche zustehen. Ich gehe davon aus, dass Ihr Statusbild Sie zeigte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #56

    Antwort zu #54 (Mittwoch, 30 Januar 2019 17:59)

    Guten Tag,

    wird die elterliche Sorge gemeinsam ausgeübt, dann haben die Eltern gemeinsam zu entscheiden. Ich gehe davon aus, dass eine Entscheidung -alleine durch die Kindesmutter- dann nicht zulässig ist. Auch ist das Alter der Kinder durchaus entscheidend.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #57

    Laura (Mittwoch, 13 Februar 2019 16:27)

    Guten Tag.
    Mein Freund wurde unfreiwllig und heimlich bei seiner Arbeit im Supermarkt fotografiert. Das Bild wurde bereits mehrmals weitergeschickt in Whatsapp. Wie kann man dagegen vorgehen?

  • #58

    NaEl (Freitag, 15 Februar 2019 10:32)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich habe folgendes Problem:
    ich lebe seit letztem Jahr getrennt von meinem Ehemann und die Scheidung steht bevor. Aus der Ehe ist ein gemeinsames Kind hervorgegangen.
    Wir haben das gemeinsame Sorgerecht aber die kleine hat ihren Lebensmittelpunkt bei mir.
    Mein Schwager stellt ohne meine Einwillung aber die meines Mannes Bilder von meinem vier Monate alten Baby als whats App Profilbild ein.
    Kann ich ihn trotz der der einwillung meines Mannes auf Unterlassung anzeigen ?
    Danke

  • #59

    Tien (Sonntag, 17 Februar 2019 18:36)

    Hallo.
    Vor 10 Jahren hat jemand heimlich ein intimes Video von mir aufgenommen u es ins Internet gestellt.
    Nun hat die Ex meines Freundes es irgendwie erhalten. Sie hat den link meinem Ex zukommen lassen über WhatsApp und ihre Mama hat sie es auch gezeigt.
    Kann ich strafrechtlich gegen sie vorgehen? Da ich nicht weiss wem sie den link noch geschickt oder gezeigt hat. Lg

  • #60

    Anmtwort zu #57 (Montag, 25 Februar 2019 12:18)

    Guten Tag Laura,

    ihr Freund hat gegen jeden, der das Bild versendet hat, einen Anspruch auf Löschung und auf Auskunft, an wen dieses Bild weitergeleitzet wurde. Wenn er sich einen Anwalt nimmt, dann kann er auch Erstattung der Anwaltskosten verlangen. Zumindest gegen denjenigen, der das Foto aufnahm und in den Umlauf brachte, sollte Ihr Freund etwas unternehmen, wenn ihn das Foto stört.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #61

    Antwort zu #58 (Montag, 25 Februar 2019 12:21)

    Guten Tag,

    zunächst müssten Sie dem Vater verbieten, die Einwilligung erteilen zu dürfen. Wenn er nicht freiwillig einlenkt, müssten Sie vors Familiengericht. Im zweiten Schritt können Sie den Schwager dann belangen.

    Derartige Fälle haben eine hohe Erfolgsquote, da sich bei Gericht gut argumentieren lässt, dass durch das Hochladen auch WhatsApp (bzw. Facebook) die Rechte an der Bildnutzung eingeräumt werden.

    Gerne können Sie sich melden, wenn Sie anwaltliche Holfe benötigen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #62

    Antwort zu #59 (Montag, 25 Februar 2019 12:23)

    Hallo Tien,

    sollte nur der normale Link verbreitet werden, so liegt hierin kein Verstoß gegen Ihr Bildnisrecht vor. Ggf. liegt eine Verletung Ihres Allgemeinen Persönlichkeitsrechts vor, wenn die Linkverbreitung lediglich der Blossstellung diente. Die Sache wäre aber näher zu beleuchten.

    In jedem Falle sollten Sie zusehen, dass die Fotos aus dem Netz verschwinden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #63

    Melanie (Donnerstag, 28 Februar 2019 19:26)

    Hallo,
    folgende Frage zu folgendem Szenario:
    Person X schickt seinem Bruder Person Y das Geburtsbild seines neugeborenen Kindes (Kind von Person X) über Whatsapp. Person Y leitet dieses Bild über Whatsapp an Person Z - einem Freund- weiter, der die Person X auch kennt und schätzt. Nun fällt bei näherem Betrachten auf, dass das Neugeborene auf dem Bild unbekleidet und das Geschlecht somit eindeutig zu erkennen ist.
    Hat sich Person Y mit dem Verbreiten des Bildes strafbar gemacht und was wäre in solch einem Fall zu befürchten?
    Danke vorab!
    Mit freundlichen Grüßen

  • #64

    Antwort zu #64 (Freitag, 01 März 2019 09:56)

    Guten Tag,

    eine Strafbarkeit wegen der Verbreitung von ponografischer Schriften, o.ä kann ich nicht erkennen. Ggf. können die Eltern gegen Y vorgehen, wenn Sie nicht damit einverstanden sind, dass das Foto an Z geschickt wurde. Dann wäre auch ein Strafantrag nach § 33 KUG denkbar. Näheres siehe hier: https://www.recht.help/informationen/fotorecht-und-bildrecht/recht-am-eigenen-bild-verstoss-unerlaubte-veroeffentlichung-verbreitung-unterlassungsanspruch-schadensersatz-hoehe/


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #65

    Tobias Schmidt (Samstag, 23 März 2019 19:00)

    Hallo,

    wie lange kann ich da gegen Jemanden vorgehen der meine Intimfotos zb bei WhatsApp verbreitet hat? Gibt es da eine Verjährungsfrist ?

    Lg Tobias

  • #66

    Antwort zu #65 (Montag, 25 März 2019 21:22)

    Sehr geehrter Herr Schmidt,

    der Unterlassungsanspruch, u.a. verjährt in 3 Jahren (vgl. BGH, Urteil vom 28.01.2011, V ZR 141/10). Werden die Intimfotos aber laufend verbreitet, so verlängert sich die Verjährungsfrist entsprechend.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #67

    Nina (Samstag, 13 April 2019 13:08)

    Hallo,
    meine minderjährige Tochter hat ihrer Freundin ein Foto auf snapchat gesandt, auf dem sie in Unterwäsche zu sehen ist.
    Diese hat von dem Foto einen screenshot gemacht und es über Whatsapp weiterverbreitet.
    Es wurde dann auch von den Adressaten immer wieder weiterverbreitet.
    Wir als Eltern möchten dies nun unterbinden und eine Unterlassung der Weiterverbreitung sowie eine unwiderrufliche Löschung bei den uns bekannten Beteiligten einfordern und diese auf die strafrechtlichen und zivilrechtlichen Konsequenzen bei Nichtbeachtung hinweisen.
    Frage:
    Ist meine Einschätzung richtig, dass gegen die Freundin und die weiteren "Verbreiter" der Nachricht straf- und zivilrechtlich vorgegangen werden kann?
    Welche weiteren/anderen Schritte würden Sie empfehlen?
    Danke

  • #68

    Antwort zu #67 (Montag, 15 April 2019 19:18)

    Hallo Nina,

    Sie haben Recht: Ihrer Tochter steht gegen die Verbreiter jeweils ein Anspruch auf Unterlassung der Fotoverbreitung zu. Auch kann die Löschung veranlasst werden. Bei schweren Persönlichkeitsrechtsverletzungen, die z.b. dann anzunehmen sind, wenn Ihre Tochter zusätzlich noch beleidigt wird, kann auch Schadensersatz eingefordert werden.

    Bzgl. diesen zivilrechtlichen Ansprüchen rate ich Ihnen die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalt, der sodann die Verbreiter anschreibt und die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, u.a. einfordert. Die Anwaltskosten können Sie sich von den Verbreiter auch erstatten lassen.

    Hinzu empfehle ich auch, bei der Polizei Strafantrag zu stellen. Dieses strafrechtliche Verfahren läuft dann nebenher.

    Wenn alle auf eine gemeinsame Schule gehen, dann würde ich dies auch dort zum Thema machen. Das kann sicherlich nicht schaden. Auch ist es von Vorteil, wenn Sie mit den Eltern reden, sofern bekannt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #69

    Philip (Dienstag, 30 April 2019 00:59)

    Wie sieht es mit der unerlaubten veröffentlichung von Textnachrichten aus für diese gilt schließlich auch das Urheberrecht.

  • #70

    Luca (Dienstag, 07 Mai 2019 16:01)

    Hallo, was ist wenn man aber ein schwarzen Bällen vor das Gesicht macht bzw. Vor die Augen. Ist dies dann trozdem noch illegal?

  • #71

    Wolf (Freitag, 10 Mai 2019 13:02)

    Guten Tag, hab eine Frage, heute hatte ich eine Besprechung mit meinem Arbeitgeber, der mein das ich krank gemeldet wurde war ich im Urlaub, das stimmt aber nicht, und als Beweis hat er meine Fotos aus whatsappstatus ausgedrückt und mit gebracht!!! Darf er das?

  • #72

    Alex.P (Samstag, 11 Mai 2019 19:41)

    Hallo,
    auf einer Klassenfahrt der 6.Klasse wurden von und mit den Kindern viele Fotos gemacht. Einige Kinder besaßen keinen Fotoapparat und so kamen Eltern auf die Idee, man könnte Fotos in der Whatsapp Elterngruppe reinsetzen. Alle Eltern dieser Gruppe sind einverstanden, aber sieben Eltern sind nicht der Gruppe beigetreten und somit liegt auch von denen keine Einwilligung vor. Kann man Fotos einer Klassenfahrt so veröffentlichen oder müsste man die Kinder, deren Eltern nicht in der Gruppe sind verpixeln?

  • #73

    Alex.P (Sonntag, 12 Mai 2019 07:16)

    Hallo nochmal,
    meine Frage hat sich schon geklärt, da in den Kommentaren ein ähnlicher Fall zu finden war

  • #74

    Antwort zu #69 (Mittwoch, 15 Mai 2019 10:06)

    Hallo,

    also es gibt ein "Recht am eigenem Wort" (gesprochen und geschrieben), welches Ihre Kommunikation schützt. Sollte z.B. eine WhatsApp-Nachricht, die Sie jemanden im Vertrauen schrieben, per Screenshot festgehalten und sodann veröffentlicht oder verbreitet worden sein, dann können Sie sich hiergegen mit einem Anspruch auf Unterlassung schützen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #75

    Antwort zu #70 (Mittwoch, 15 Mai 2019 10:08)

    Hallo,

    wenn die Person trotz Balken vor dem Gesicht oder anderer Anonymisierungsarten (z.B. Verpixeln) auf dem Foto noch erkennbar ist, dann kann diese natürlich die oben beschriebenen Rechte geltend machen. Beachten Sie auch, dass sich die Erkennbarkeit auch aus dem Kontext ergeben kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #76

    Antwort zu #71 (Mittwoch, 15 Mai 2019 10:10)

    Guten Tag,

    grundsätzlich darf er das nicht, da einerseits Urheberrechte, andererseits aber wohlmöglich auch ihr Recht am eigenen Bild dagegensprechen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #77

    Antwort zu #72 und #73 (Mittwoch, 15 Mai 2019 10:12)

    Hallo,

    es freut mich, dass Sie ihre Frage klären konnten. Ich möchte deswegen jedem nahelegen, die Kommentare einmal in Gänze zu lesen. Hieraus kann man schon viel für sich mitnehmen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #78

    Barbara (Freitag, 17 Mai 2019 09:51)

    Hallo,ich und mein Freund wurden letztes jahr im Supermarkt fotografiert. Der Herr der uns fotografierte ist ein bekannter meines exfreundes in dessen Auftrag er mich ablichten und die fotos an meinen ex weitergeleiten sollte.was auch geschah da mein ex dies meinen Freund gegenüber auch zugab.ich erstattete Anzeige und bekam nun Post von der Staatsanwaltschaft wo diese mir mitteilte das dies keine Straftat ist.ich weiss nun nicht was stimmt,und ob ich doch rechtlich dagegen vorgehen darf.stimmt das was die Staatsanwaltschaft mir schrieb? Liebe grüße