Nach wievielen Verwarnungen bzw. Verstößen gegen die Richtlinien wird der Instagram-Account gesperrt und gelöscht ? - Ein Überblick zum Warnsystem (Strike-System) auf Instagram gibt es hier!


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Ihr Instagram-Konto wurde verwarnt? Gründe, die eine Verwarnung rechtfertigen, gibt es nicht? Sie haben dem Instagram-support das Problem gemeldet, doch reagiert er nicht? - Laufen Sie nicht Gefahr, dass Ihr Konto wegen des unberechtigten Strikes beschränkt oder gar gesperrt wird! Wenn Sie eine rechtliche Ersteinschätzung benötigen, dann können Sie uns gerne kontaktieren! Unsere Ersteinschätzung ist unverbindlich und für Sie vollkommen kostenlos.

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Meta, das Instagram betreibt, hat zum 19. Januar 2022 ein Warnsystem (sogenanntes "Strike-System") auf der Plattform eingeführt. Demnach werden Verstöße, die über Instagram begangen werden, abgemahnt und sanktioniert. Betroffene Nutzer können ihr Konto sodann nicht mehr oder nicht mehr in dem gewohnten Umfang nutzen. Dieser Artikel beschreibt das "Strike-System" auf Instragram und wie man sich gegen unberechtigte Maßnahmen wehren kann.

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Das Warnsystem auf Instagram sieht vor, dass Nutzer, die gegen die
    Instagram Gemeinschaftsrichtlinien, Nutzungsbedingungen, etc. verstoßen, ermahnt und abgestraft werden können.
  • Denn dieses "Strike"-System soll Instagram-Nutzer letztendlich davon abhalten, erneut gegen die Richtlinien von Instagram zu verstoßen.
  • Je mehr Verstöße vorliegen, desto härter fallen die Strafen auch aus.
  • Bei einfachen Verstößen werden vorübergehende Sperren eingerichtet, was bedeutet, dass betroffene Nutzer ihren Instagram-Account vorübergehend nicht mehr nutzen können.
  • Auch behält es sich Meta vor, die Handlungsmöglichkeiten der Nutzer auf der Plattform einzuschränken. Dies kann zum Beispiel dazu führen, dass die "Live"-Funktion gesperrt ist oder ein sogenannter "Shadowban" eingerichtet wird.
  • Wiederholte und/oder besonders schwere Verstöße führen dazu, dass das Instagram-Konto permanent gesperrt bzw. gelöscht wird.
  • Es lässt sich gut diskutieren, dass das "Strike"-System auf Instagram insgesamt unzulässig ist, weil ältere Warnungen nicht entfernt werden und ewig fortwirken und weil das Instagram verabsäumt, das Warnsystem transparent darzustellen.
  • Betroffene Nutzer sollten sich gegen unberechtigte Warnungen, Beschränkungen und Sperren wehren, um nicht Gefahr zu laufen, früher oder später den Account ganz zu verlieren.
  • Sollte Instagram trotz Aufforderung die Warnung, etc. nicht beseitigen, ist leider oftmals der Gang zum Anwalt das einzige Mittel, Meta die Stirn zu bieten.
  • Was können Sie gegen unberechtigte Strikes, etc. auf Instagram tun? - Einen Leitfaden finden Sie hier!

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"Einschränken von Konten" - Wie das Warnsystem auf Instagram funktioniert!

Das Warnsystem auf Instagram sieht vor, dass Nutzer, die gegen das Regelwerk verstoßen, für jeden Verstoß abgemahnt und auch bestraft werden können.

Dieses Strike-System soll Nutzer gewissermaßen erziehen, Verstöße in Zukunft nicht mehr zu begehen. Meta informiert hierüber wie folgt:

Quelle: Instagram-App - Januar 2022

Je nachdem wie oft und wie schwerwiegend gegen die Regeln auf Instagram verstoßen wird, desto härter Fallen auch die Strafen aus, die solche Regelverstöße nach sich ziehen. Insoweit sieht das Warnsystem folgende Abstufungen vor:

Demnach gibt es folgende Warnstufen (Strikes):

Facebook Instagram wie viele strikes Warnungen Verwarnungen Strafe Konto deaktiviert gelöscht gesperrt - Rechtsanwalt Sven Nelke
Quelle: https://transparency.fb.com/de-de/enforcement/taking-action/restricting-accounts/

• One strike: Verwarnung und keine weiteren Einschränkungen.

Bei dem ersten Verstoß gegen das Regelwerk auf Instagram werden keine Sanktionen veranlasst. Allerdings wird diese Verwarnung nachgehalten, so dass das Instagram-Konto in diesem Sinne bereits unter Beaufsichtigung steht.

• 2 strikes: Eintägige Einschränkung ohne die Möglichkeit, Inhalte zu erstellen, wie beispielsweise das Posten, Kommentieren, Verwenden von Facebook Live oder Erstellen einer Seite.

Bei dem zweiten Verstoß droht bereits eine Sperre von mindestens einem Tag, was bedeutet, dass Nutzer ihr Instagram-Konto 24 Stunden lang nicht mehr nutzen können.

• 3 strikes: 3-tägige Sperre, ohne die Möglichkeit, Inhalte zu erstellen.

Der dritte Verstoß führt bereits zu einer Sperre, die 3 Tage lang andauert.

• 4 strikes: 7-tägige Sperre, ohne die Möglichkeit, Inhalte zu erstellen.

Bei der vierten Verwarnung wird bereits 7 Tage lang das betreffende Instagram-Profil nicht mehr nutzbar sein.

• 5 or more strikes: 30-tägige Sperre, ohne die Möglichkeit, Inhalte zu erstellen.

Auf der fünften Stufe, dass heisst bei 5 und mehr Verwarnungen, werden Nutzer auf Instagram jeweils 30 Tage lang gesperrt. Auch in dieser Zeit können Sie Instagram entweder nur passiv als Beobachter oder eben gar nicht mehr nutzen.

• "Permaban" = Permante Sperre des Instagram!

Kommt es nach der 5. Verwarnung zu weiteren Verstößen, dann droht gar die dauerhafte Sperre bzw. Löschung des Instagram-Profils. Auch behält es sich Meta  vor, Nutzer bei besonders schwerwiegenden Verstößen sofort dauerhaft zu sperren.

 

Meta beschreibt dies wie folgt:

facebook instagram strike system wieviele warnungen verwahrnung kontosperre - rechtsanwalt Sven nelke
Quelle: https://transparency.fb.com/de-de/enforcement/taking-action/disabling-accounts/

Warum sollte ich mich gegen eine unberechtigte Verwarnung oder gar Sperre des Instagram-Kontos erwehren?

Das Verwarnsystem sieht nicht vor, dass erteilte Warnungen bzw. "Strikes" überhaupt wieder gelöscht werden. Was z.B. auf Youtube die Regel ist, ist auf Instagram aber nicht vorgesehen. Damit kann jede Warnung, auch wenn es nur die erste Wahrnung ist, bereits mit dazu beitragen, dass der Account irgendwann gelöscht wird.

 

Weiterhin berichten Betroffene, dass mit diesen Warnungen auch regelmäßig Beschränkungen des Accounts einhergehen, wie z.B. eine Reichweiteneinschränkung ("Shadowban") oder ein "Geoblocking" (=der Account ist in einigen Ländern dann nicht mehr aufrufbar). Nicht selten werden im Zuge von Verwarnungen auch "Handlungen blockiert", so dass z.B. die "Live-Funktion", etc. nicht mehr nutzbar ist.

Mit jeder Verwarnung, die ein Konto belastet, werde die Strafen und Sanktionen auf Instagram nur noch schlimmer. Aus diesem Grunde kann Betroffenen nur geraten werden, sich gegen unberechtigte "stikes" zu erwehren!

Dabei ist ohnehin schon höchst fraglich, ob das strike-System überhaupt per se unzulässig ist. Grundsätzlich muss Instagram seine Nutzer

Was kann ich gegen unberechtigte Verwarnungen und Einschränkungen meines Kontos auf Instagram tun? - Einen Leitfaden gibt es hier!

Wir haben für Sie einen Leitfaden erarbeitet, den Sie gerne nutzen können.

• Wo auf Instagram die Verwarnungen angezeigt werden - Kontostatus  prüfen!

Zunächst sollten Sie sich Vergewißheit verschaffen und prüfen, ob ihr Konto verwarnt ist oder nicht. Den Kontostatus können Sie in der Instagram-App im Profil-Menü unter "Einstellungen -> Konto -> Kontostatus" wie folgt abrufen:

Instagram Kontostatus aufrufen Verwarnungen Strikes finden - Rechtsanwalt Sven Nelke
Was ist der Kontostatus? Instagram - Rechtsanwalt Sven Nelke

Quelle: Instragram-App - https://www.instagram.com/recht.help/

Ob "Strikes" vorliegen und wieviele das sind sollte hier dort angezeigt werden.

• Musterschreiben: Beschwerde an den Instagram-Support wegen einer Verwarnung bzw. einem Strike einlegen!

Zunächst sollten Sie selbst den Instagram-Support anschreiben, wenn Sie der Meinung sind, dass die Verwarnung zu Unrecht erfolgte. Diese Beschwerde an den Instagram-Support könnte per E-Mail so aussehen:

  • Musterschreiben an den Instagram-support, um eine Warnung oder Verwarnung ("Strike"), etc. entfernen zu lassen

 

E-Mail an: impressum@support.instagram.com

Betreff: Sperrung meines instagram-Kontos mit Namen "recht.help"

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

soeben musste ich feststellen, dass Sie mich bei der Nutzung von Instagram verwarnt haben. Laut meines Kontostatus habe ich einen sogenannten "Strike" erhalten, der in meinen Augen jedoch nicht gerechtfertigt ist. Vorab meine Kontodaten:

 

Account-Name: recht.help

URL zu meinem Konto: https://www.instagram.com/recht.help/

 

Ich habe mein Profil bei Ihnen wie immer genutzt und insbesondere nicht gegen die Nutzungsbedingungen oder die Community-Richtlinien verstoßen. Die Verwarnung kann ich nicht nachvollziehen.

Zudem haben Sie mir auch keinen Grund genannt, weswegen mein Instagram-Konto verwarnt wurde. Soweit Sie lediglich mitteilen, dass ich gegen Ihr Regelwerk verstoßen haben soll, ist dies leider viel zu inkonkret. Ich weiß nicht, was Sie damit genau meinen. Demzufolge haben Sie mich auch nicht ordnungsgemäß -voher oder nachher- angehört, obwohl es Ihre Pflicht ist. Die Möglichkeit, zu einem konkretem Sachverhalt Stellung zu nehmen, haben Sie mir nicht gegeben.

 

Ich bitte Sie daher,

 

mir konkret mitzuteilen, weswegen Sie meinen Instagram-Account verwarnt haben

 

und fordere Sie gleichzeitig auf,

 

die Verwarnung und alle damit einhergehenden Einschränkungen wieder aufzuheben.

 

Ich setzte Ihnen hierfür eine Frist von 5 Tagen. Sollten ich bis dahin keine Antwort von Ihnen bekommen oder Sie den Strike bis dahin nicht wieder aufheben, so sehe ich mich gezwungen, weitergehende Maßnahmen zu treffen. Im Übrigen möchte ich Ihnen nachdrücklich versichern, dass ich Instagram auch in Zukunft richtlinienkonform nutzen möchte. Sollte die Verwarnung in Ihren Augen berechtigt sein -was ich allerdings auch nach reiflicher Überlegung nicht festzustellen vermag-, so bitte ich Sie nochmals, mir dies zu erklären, damit ich mein Verhalten ändern kann.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Sven Nelke

HINWEIS: Bitte beachten Sie, dass vorbezeichnete Beschwerde lediglich als Musterbeispiel dient. Sollten Sie dieses Muster für sich verwenden wollen, so haben Sie es vorher auf Ihre Umstände hin anzupassen. Je nachdem wie eilbedürftig Ihre Angelegenheit ist, können Sie unter Umständen auch eine kürzere Frist setzten. Die Frist sollte 3 Tage nur im Eilfall unterschreiten. In jedem Falle beachten Sie bitte, dass wir für die Verwendung dieses Musters keine Gewähr bieten. Eine Gewähr können wir Ihnen erst bieten, wenn Sie uns das Mandant erteilen und wir -insbesondere- Ihren Sachverhalt näher kennen.

• Gang zum Anwalt, wenn der instagram-support die Warnung aufrechterhält!

Sollte instagram nicht reagieren oder aus anderen Gründen die Verwarnung aufrechterhalten, die nicht stimmen, führt oftmals kein Weg am Anwalt vorbei. Der Anwalt wird instagram unter Fristsetzung auffordern, das instagram-Konto wieder freizuschalten.

 

Wenn Sie sich zuvor selbst erfolglos um die Beseitigung der Verwarnung bemüht haben, besteht auch ein Anspruch, dass instagram Ihre Anwaltskosten zu übernehmen hat. Es ist daher dringend anzuraten, dass Sie Belege bereit halten (wie Screenshots, E-Mails, etc.) die Ihre Eigenbemühungen beweisen. Der Anwalt wird Ihren Kostenerstattungsanspruch jedenfalls prüfen und instagram auch hinsichtlich der Anwaltskosten zur Erstattung auffordern.

Beachte: Es bestehen gute Chancen, dass Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten des Anwalts trägt, sofern Sie eine haben.

• Einstweilge Verfügung bei Gericht erwirken, um das instagram-Konto schnell reaktivieren zu lassen!

Der Anwalt kann bei Gericht den Erlass einer einstweiligen Verfügung beantragen und instagram verpflichten, die Verwarnung einstweilen aufzuheben. Hierfür bedarf es eines besonderen Eilbedürfnisses, was vorliegt, wenn z.B. die Reichweite beschränkt wurde. Für die einstweilige Verfügung ist es erforderlich, dass Sie schnell handeln und den Antrag binnen eines Monats nach Kenntnis über die Verwarnung erheben.

Sollte aufgrund Verzögerungen die Monatsfrist verpasst werden oder kein Eilbedürfnis auszumachen sein, steht der Klageweg offen.


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Bitte beachten Sie, dass trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität, etc. der Informationen übernommen werden kann. Ebenso wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Informationen sind allgemein gehalten, während eine Rechtsberatung sich inhaltlich ganz konkret mit Ihrem persönlichen Anliegen auseinandersetzt. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich, soweit Sie konkret betroffen sind, unverzüglich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten. Stand der Information: März 2022


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