Recht am eigenen Bild: Widerruf der Einwilligung zur Veröffentlichung oder Verbreitung!


Das Wichtigste in Kürze:

  • Eine Einwilligung zur Bildveröffentlichung kann von der abgelichteten Person nur aus wichtigem Grund widerrufen werden.
  • Ein wichtiger Grund liegt bereits dann vor, wenn sich die innere Einstellung zur Veröffentlichung des Fotos oder Videos grundlegend geändert hat und dem Betroffenen daher nicht zugemutet werden kann, dass das Bild länger verwendet wird.
  • Unter Umständen kann der Widerruf dazu führen, dass sich der Betroffene gegenüber dem Verwender schadensersatzpflichtig macht. Bei Videos ist dies beispielsweise dann der Fall, wenn es geschnitten werden muss. Die Schnittkosten könnten in Rechnung gestellt werden.

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Inhaltsverzeichnis


Einwilligung zur Veröffentlichung eines Fotos:

Fotos und Bilder bedürfen zur Veröffentlichung oder Verbreitung der Einwilligung der auf dem Foto abgelichteten Person. Dies bestimmt das Recht am eigenen Bild.

Daher ist genau zu prüfen, ob eine Einwilligung besteht und auf was sich die Einwilligung denn bezieht. Wurde zum Beispiel nur eine Einwilligung zur Veröffentlichung auf einer bestimmten Internetseite erteilt, so stellt die Verbreitung über andere Medien einen rechtswidrigen Eingriff dar. Im diesen Falle besteht keine Einwilligung, so dass der Betroffenen diese nicht widerrufen muss.

 

Wird das Foto aber im Umfang einer bestehenden Einwilligung genutzt, so kann sich der Betroffene hiergegen nur dadurch wehren, indem er sein Einverständnis widerruft


Wann die Zustimmung zur Bildveröffentlichung widerrufen werden darf:

Wurde einmal eine Einwilligung erteilt, kann diese nicht beliebig widerrufen werden. Vielmehr ist der Widerruf nur zulässig, wenn der Betroffene sich auf einen wichtigen Grund berufen kann (analog § 42 UrhG).

 

Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn weitere, nicht genehmigte Veröffentlichungen des Bildes das erfolgen und so das Persönlichkeitsrecht des Betroffenen verletzt ist (siehe LG Köln, Urteil vom 20.12.1995 - 28 O 406/95, in afp 1996, 186). Ob eine Persönlichkeitsrechtsverletzung vorliegt, ist anhand des Einzelfalls zu prüfen. Dabei ist zu beachten, dass nicht jede Bildveröffentlichung zu einer Verletzung des Persönlichkeitsrechts führt. Grundsätzlich hat der Betroffenen nämlich nicht das Recht, in der Öffentlichkeit so dargestellt zu werden, wie er sich selbst sieht (siehe BGH, Urteil vom 26.10.2010 - VI ZR 230/08).

 

Anerkannt ist aber, dass eine Einwilligung widerrufen werden kann, wenn sich die innere Einstellung des Betroffenen zur Bildveröffentlichung grundlegend geändert hat.


Sonderfall: Widerruf im Arbeitsverhältnis

Auch ein Arbeitgeber darf mit Fotos von Mitarbeitern nur werben, wenn diese hierzu eine Einwilligung erteilten. Die Einwilligung erlischt nicht automatisch nachdem das Arbeitsverhältnis beendet wurde; vielmehr bedarf es zum Widerruf eines berechtigten Grundes (siehe BAG, Urteil vom 19.2.2015 - 8 AZR 1011/13 - mit näheren Informationen). Ein berechtigtes Interesse ist jedenfalls dann anzunehmen, wenn der Arbeitgeber das Bild des Arbeitnehmers auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dazu verwendet, um mit den individuellen Fertigkeit und / oder der Persönlichkeit des Arbeitnehmers zu werben (siehe LAG Köln, Beschluss vom 10.07.2009 - 7 Ta 126/09).


Schadensersatz nach Widerruf der Einwilligung zur Veröffentlichung eines Bildes:

Unter Umständen führt der Widerruf dazu, dass an den Verwender Schadensersatz zu zahlen ist. Der Verwender des Personenfotos vertraute schließlich auf die Einwilligung.

 

Wie hoch der Schadensersatz ausfällt, ist abhängig vom Einzelfall: Ist aufgrund eines Videos ein Film umzuschneiden, so sind die Nachbearbeitungskosten zu tragen. Handelt es sich um ein gewerbliches genutztes Foto, so kann der Verwender unter Umständen den entgangenen Gewinn geltend machen.

 

Je nachdem sollte ein Widerruf daher gut überlegt sein, um sich nicht hohen Schadensersatzforderungen auszusetzen.


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Gewährleistungsausschluss:

Bitte beachten Sie, dass trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität, etc. der Informationen übernommen werden kann. Ebenso wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Informationen sind allgemein gehalten, während eine Rechtsberatung sich inhaltlich ganz konkret mit Ihrem persönlichen Anliegen auseinandersetzt. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich, soweit Sie konkret betroffen sind, unverzüglich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten. Stand der Information: Juli 2018.


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Kommentare: 25
  • #1

    Marcel S. (Freitag, 15 April 2016 21:47)

    Guten Tag.
    Meine Ehefrau und ich willigten telefonisch ein, einen Fernsehbericht über unsere Mietwohnung drehen zu lassen. Nach den Aufnahmen unterschrieb meine Ehefrau eine Einverständniserklärung zur Veröffentlichung der Bilder. Ich bin jedoch nach reiflicher Überlegung nicht mehr mit der Veröffentlichung einverstanden. Ich habe auch keine Erklärung unterschrieben. Ist es mir jetzt möglich, die Ausstrahlung des Berichts zu verhindern? Hat meine Ehefrau das Recht, mein Einverständnis zu erklären?( In der Erklärung stand nichts über Ehepartner)

    Ich freue mich auf ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Marcel S.

  • #2

    Antwort zu #1 (Montag, 18 April 2016 16:07)

    Sehr geehrter Marcel S.,

    bitte beachten Sie, dass Ihr Recht am eigenen Bild nicht betroffen ist, da das Fernsehen Sie nicht aufgenommen hat.

    Gleichwohl wurde aber Ihre Wohnung abgelichtet, weshalb ich zumindest Ihr allgemeines Persönlichkeitrecht betroffen sehe. Das Bundesverfassungsgericht ( BVerfGE 54, 148 [153]) sieht es nämlich als Aufgabe des allgemeinen Persönlichkeitsrechts an,

    „im Sinne des obersten Konstitutionsprinzips der „Würde des Menschen“ (Art. 1 Abs. 1 GG) die engere persönliche Lebenssphäre und die Erhaltung ihrer Grundbedingungen zu gewährleisten, die sich durch die traditionellen konkreten Freiheitsgarantien nicht abschließend erfassen lassen [..].“

    Davon ist auch Ihre Wohnung als Rückzugsort umfasst. Durch die ungewollte Veröffentlichung im Fernsehen wird Ihr Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt.

    Auf die Einwilligung Ihrer Frau kann sich der Sender nicht berufen. Zwar können sich Eheleute gegenseitig bei Geschäften "zur Deckung des Lebensbedarfs" nach § 1357 BGB vertreten, gleichwohl handelt es sich hier nicht um ein solches Deckungsgeschäft. Gemeint sind damit der Einkauf von Lebensmitteln, u.a. Die Erklärung Ihrer Ehefrau sollte daher keine Wirkung für oder gegen Sie haben. Sie können dem Sender die Ausstrahlung wohl verbietet.

    Hierzu würde ich sie an Ihrer Stelle zunächst selbst anschreiben und den Sachverhalt darlegen und die auffordern, Ihnen binnen einer Woche zu erklären, dass es zu keiner Veröffentlichung kommt.

    Sollte die Frist fruchtlos verstreichen, sollten Sie einen Rechtsanwalt aussuchen. Je nachdem können Sie dies auch im Wege einer einstweiligen Anordnungsverfügung erreichen. Nehmen Sie hierfür gerne mit uns nochmals Kontakt, vorzugsweise per Email auf.

    Ich hoffe, Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #3

    Annet S. (Dienstag, 20 März 2018 22:18)

    Guten Tag.
    Kann ich die Erlaubnis zur Veröffendlichung meiner Bilder zurücknehmen, wenn die Vereinbarungen der anderen Person nicht erfüllt wurden?
    Also ich habe vor einiger Zeit im Theaterstück einer Klassenkameradin mitgespielt. Für den Aufwand wollte sie allen, die mitgespielt haben, Pizza ausgeben und eine Kopie des Stücks schenken.
    Dass es keine Pizza gab ist mir egal, mein Problem ist dass ich vor kurzem nach einer Kopie gefragt habe und sie mir diese mehrmals verweigert hat.
    Habe ich das Recht ihr die Vorführung zu verbieten? Oder was könnte ich sonst machen?

    Danke im Voraus!
    Annet S.

  • #4

    Antwort zu #3 (Mittwoch, 21 März 2018 10:07)

    Guten Tagg,

    wenn die Vereinbarung so lautete: "Wenn es Pizza und auch eine Kopie gibt, dann bin ich damit einverstanden, dass Bilder und Videos öffentlich zur Schau gestellt werden", dann ist die Bedingung nicht eingehalten und es liegt keine Einwilligung vor. Die Einwilligung wurde dann nämlich an eine Bedingung geknüpft, die nicht eingehalten wurde.

    Ich hoffe, Ihnen ein wenig weitergeholfen zu haben und verbleibe

    mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #5

    Luna (Mittwoch, 11 April 2018 08:20)

    Hallo,
    wie sieht das mit dem Recht aus, wenn man in einem Team war, daß sich mit einem gemeinsamen Hobby beschäftigt? Eine Freundin, ihr Sohn (19) und ich waren Teilnehmer dabei und wurden gefilmt. Nun sind wir kein Bestandteil des Teams mehr (angeblich wegen ungenügender Fähigkeiten aus der Gruppe geworfen worden) und sollen aber nun doch "die Stars" in dem Film sein, mit dem die Gruppe bekannt werden möchte.
    Das möchten wir aber nicht - wir sind ja nicht mehr Mitglieder des Teams. Der Gruppenleiter verweigert aber das unkenntlich machen und verzerren der gesagten Worte bzw. das komplette Herausschneiden betreffender Szenen, da sie für das Video (soll bei Youtube hochgeladen werden) wichtig seien. Wir hätten (als Teammitglieder) einer mündlichen Verinbarung zugestimmt, die auch nach dem Verlassen des Teams gelten würde. Ich persönlich kann mich daran nicht erinnern, so etwas gestattet zu haben, aber er habe Zeugen dafür.
    Was können wir tun, damit wir NICHT auf Youtube landen?
    Viele Grüße
    Luna

  • #6

    Antwort zu #5 (Dienstag, 17 April 2018 12:39)

    Guten Tag,

    Ihnen steht ein Unterlassungsanspruch zu. Sie können also verlangen, dass das Video nicht auf youtube hochgeladen wird oder -falls es bereits hochgeladen wurde- die Löschung verlangen. Außergerichtlich ist die Gegenseite aufzufordern, die strafbewehrt zu erklären. Sollte Sie dies nicht tun, können Sie gerichtliche Schritte veranlassen.

    Ich würde Ihnen dazu raten, einen Anwalt einzuschalten.

    Bitte beachten Sie, dass ich Ihre Rechtsfrage aber nicht abschließend beurteilen kann, da ich das Video nicht kenne.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #7

    sandy (Freitag, 24 August 2018 08:31)

    Guten Tag,
    mein ehemaliger Arbeitgeber (Fotograf) hat mir vor 2 Jahren erlaubt, Fotos, welche ich als Kundenauftrag bzw. auch im Rahmen eines TFP - Vertrages gemacht habe (in seinem Studio bzw. im Rahmen meiner Arbeit) für mein eigenes Portfolio (schon während als auch nach Beendigung des Dienstvertrages als selbstständiger Fotograf) zu verwenden (auch für meine HP). Nun widerruft mein ehemaliger Arbeitgeber dies. Darf er das? Unter welchen Vorraussetzungen? Danke für Ihre geschätzte Antwort vorab.

  • #8

    Antwort zu #7 (Freitag, 24 August 2018 10:03)

    Guten Tag,

    ohne einen Blick in Ihren Arbeitsvertrag oder in sonstige Vereinbarungen kann ich Ihnen das leider nicht beantworten. Grundsätzlich sind und bleiben Sie Urheberin der Bilder, weswegen ich -vorsichtig- davon ausgehe, dass Sie diese auch nach wie vor für Ihr Portfolio verwenden dürfen.

    Ohne den Sachverhalt aber näher zu kennen, kann ich Ihnen leider keine exakte Einschätzung geben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #9

    Wolfgang N. (Montag, 17 September 2018 14:01)

    Sehr geehrter Herr Nelke,
    ich habe vor mehreren Jahren eine Einverständniserklärung zur Nutzung von Bildmaterial von meiner Person bei meinem Arbeitgeber unterschrieben. Ich habe die Firma vor einem Jahr verlassen. Das Verhältnis kann mann mitlerweile durchaus als zerrüttet bezeichnen und ich arbeite bei einem Mitbewerber im Umfeld. Mein ehemaliger Arbeitgeber nutz Bilder von mir nach wie vor auf seiner Homepage und als Eintrag im öffentlichen Telefonbuch. Ist er dazu trotz neuer DSGVO noch berechtigt?

  • #10

    Antwort zu #10 (Freitag, 05 Oktober 2018 09:33)

    Guten Tag,

    es setzt sich mehr und mehr durch, dass sich die Rechtslage bezüglich von Fotoverwendungen trotz DSGVO nicht verändert hat.

    Dennoch denke ich, dass gute Gründe gegen die Verwendung Ihrer Fotos durch den ehemaligen Arbeitgeber sprechen. Insbesondere kann Werbung mit einem Mitarbeiter, der die Firma unlängst verlassen hat, unzulässig sein. Darüber hinaus arbeiten Sie im Umfeld der Firma, so dass ich mir vorstellen kann, dass dies oft zu Missverständnissen führt. hinzu kommt, dass das Verhältnis zerrüttet ist. Dies alles spricht für Ihr Begehren.

    Sie sollten Unterlassung und Löschung verlangen und, wenn dies nicht veranlasst wird, sich an einen Rechtsanwalt wenden. Gerne helfen wir Ihnen weiter.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #11

    Waltraud (Montag, 19 November 2018 23:31)

    Guten Tag Herr Nelke,
    unser Sportverein hat die Datenschutzerklärung der DSGVO angepasst und verlangt für die Veröffentlichung von Bildern eine eigene Unterschrift. Allerdings ist es uns im Zeitalter von Smartphones nicht möglich, bei Veranstaltungen zu gewährleisten, dass die Kinder, für die keine Einwilligung für die Veröffentlichung von Bildern vorliegt, NICHT fotografiert werden. Ist es rechtens, die Eltern darauf hinzuweisen, dass sie selbst Sorge dafür tragen müssen, dass ihr Kind nicht in den Fokus von Aufnahmen gerät?
    Vielen Dank für Ihre Anwort.

  • #12

    Antwort zu #11 (Dienstag, 20 November 2018 13:57)

    Hallo Waltraud,

    ob Fremde Fotos machen oder nicht, ist nicht Sache des Vereins. Ein Hinweis muss nicht erteilt werden. Wird er jedoch erteilt, dann ist dies unschädlich. Will sagen: es ist egal, ob Sie den Hinweis erteilen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #13

    Tobias (Mittwoch, 28 November 2018 14:55)

    Sehr geehrter Herr Nelke,
    ich habe vor längerer Zeit an einem Radio-Gewinnspiel teilgenommen. Der Gewinn war ein Konzertbesuch eines bestimmten deutschen Musikers. Teilnahmebedingung war, dass ich ein Foto von mir einschicken musste, auf dem ich dem Künstler ähnlich sah. Gewonnen habe ich natürlich nicht und das Bild befindet sich immer noch auf der Homepage des Radiosenders. Wie kann ich weiter vorgehen und die Bildrechte widerrufen.
    Vielen Dank für Ihre Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen

  • #14

    Antwort zu #13 (Freitag, 30 November 2018 13:53)

    Hallo Tobias,

    der Widerruf ist unförmlich. Sie können im Prinzip auch per Email Ihren Löschungswunsch mitteilen. Beachten Sie jedoch, dass ggf. die Kosten der Löschung auf Sie zukommen werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #15

    Jasmin (Donnerstag, 13 Dezember 2018 11:18)

    Sonderfall: Widerruf im Arbeitsverhältnis
    Ich habe eine Frage bezüglich des Sachverhalts wenn meine Arbeitnehmerin nach Beendigung des Dienstverhältnisses weiter mit den Fotos meiner Fertigkeiten wirbt.
    Ich war in einem Kosmetikstudio tätig und habe dort Wimpernverlängerungen gemacht, habe eine Einverständniserklärung unterzeichnet, dass ich die Rechte meiner Bilder an das Kosmetikstudio abtrete, welches auch nach Beendigung weiter in Kraft ist. Meine Frage dazu ist, ob ich eine Möglichkeit habe dies zu unterbinden. Ich möchte gar nicht die Rechte an den Bildern zuruck haben, ich möchte Sie selbst für mich nicht nutzen, ich möchte nur, dass meine ehemalige Arbeitgeberin Sie für weitere Werbezwecke nutzen kann. Gibt es hier eine Möglichkeit? Vielleicht ist ein ausschlaggebender Grund, dass Kunden in die Irre geführt werden können, da sie sich eine Behandlung wie diese erhoffen, das Resultat aber nicht von einer neu Angelernten erzielt werden kann. Bitte um Antwort, vielleicht auch mit einem dazugehörigem § der positiv für meine Sache spricht, wenn einer vorhanden ist. Danke für die Mühen, mit freundlichen Grüßen, Jasmin.

  • #16

    Antwort zu #15 (Montag, 17 Dezember 2018 12:06)

    Hallo Jasmin,

    auch wenn Sie dieses Formular unterschrieben haben, sehe ich gute Möglichkeiten, dies zu widerrufen. Die §§ sind im Fließtext angegeben und deswegen werde ich die nicht noch einmal wiederholen. Bitte beachten Sie, dass Sie ggf. die Kosten für die Entfernung tragen müssen, wenn überhaupt welche anfallen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #17

    Sabrina (Dienstag, 26 Februar 2019 20:24)

    Guten Abend,

    ich habe vor knapp einem Jahr meine Einverständnis gegeben, dass Bilder von mir in einen Kalender gedruckt und auf einer Facebook Seite der Fotografin veröffentlicht werden dürfen.
    Allerdings habe ich nun meine Einstellung zu dem Thema „freizügige Bilder für eine Anti-Body-Shaming Kampagne“ geändert. Ich möchte nicht dass zukünftige eventuelle Arbeitgeber mich so sehen.

    Kann ich diese Einverständnis widerrufen?

  • #18

    Antwort zu #17 (Donnerstag, 28 Februar 2019 15:41)

    Guten Tag,

    Ihre Frage wird oben im Fließtext beantwortet.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #19

    Christina (Sonntag, 31 März 2019 22:29)

    Ich wechsle meinen Arbeitgeber. Bei dem jetzigen Beschäftigungsverhältnis habe ich keine schriftliche Einverständniserklärung zur Veröffentlichung meines Fotos unterschrieben. Allerdings mein Foto zur Verfügung gestellt, wie es der Konzern des Franchise Unternehmens vorschreibt. Ich möchte nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses dort nicht mehr auf der Homepage, den Social Media Kanälen oder in zukünftig erstellten Werbeanzeigen erscheinen. Kann ich die Löschung verlangen? Oder was muss man in so einem Fall unternehmen?

  • #20

    Antwort zu #19 (Dienstag, 02 April 2019 13:43)

    Hallo Christina,

    ich gehe davon aus, dass Sie nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Löschung verlangen dürfen. Grundsätzlich müsste aber einmal in Ihren Arbeitsvertrag geschaut werden und auch die sonstihgen Umstände zur Weitergabe des Fotos müssten erfragt werden.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #21

    Markus (Freitag, 19 Juli 2019 13:55)

    Im März 2018 war ich einer Wählergemeinschaft beigetreten, da ich davon überzeugt war, dass diese Gruppierung sich intensiv für die Belange und Bedürfnisse der Bevölkerung hier vor Ort einsetzen würde. Für die Kommunalwahlen im Mai sollten Fotos für einen Flyer und Wahlplakate gemacht werden. Dafür hatte ich mich zur Verfügung gestellt, schriftlich jedoch niemals eine Genehmigung erteilt. Im Nachgang wurden diese Fotos auch für die Facebook-Seite und die Website dieser Wählergemeinschaft genutzt und auf den genannten Seiten veröffentlicht. Ich fand diese nicht absprachegemäße Veröffentlichung zwar nicht wirklich gut, hatte es aber bei einer mündlichen Verwunderung darüber belassen, weil ich ja zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch der Überzeugung war, dass diese Wählergemeinschaft in meinem Sinne „gute Ziele“ verfolgt.

    Es folgten zahlreiche kommunikative und inhaltliche Diskrepanzen, die mich bereits skeptisch machten, vor ein paar Wochen jedoch musste ich zudem mit Entsetzen feststellen, dass demokratische Werte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung in dieser Wählergemeinschaft mit Füßen getreten werden. Der Vorstand der Wählergemeinschaft nimmt sich im internen FB-Chat das Recht heraus, Parteimitglieder auf unbestimmte oder bestimme Zeit stumm zu schalten, oder deren Kommentare willkürlich zu löschen, wenn diese nicht mit der Meinung des Vorstands konform gehen. Diese Zensur und das Redeverbot traf mich selbst, dementsprechend habe ich am 22. Juni im internen FB-Chat dieser Wählergemeinschaft meinen Austritt erklärt. In diesem Zusammenhang forderte ich auch die unverzügliche Löschung derjenigen im Internet veröffentlichten Fotos, auf denen ich zweifelsfrei zu erkennen bin, weil ich nicht mal mehr ansatzweise mit einer derart undemokratisch geführten Gruppierung in Verbindung gebracht werden will. Geschehen ist seitdem nur, dass ich zwar aus dem internen Chat ausgeschlossen wurde, aber die Fotos im Internet nachweislich blieben. Man macht mich zwar mundtot, sammelt aber weiterhin Stimmen oder Sympathisanten mit Hilfe meines Konterfeis.

    Muss ich das so hinnehmen?

  • #22

    Olive (Dienstag, 06 August 2019 06:38)

    Guten Tag, ich Habe mit einem zweiten Mann eine Kooperation eines Gemeinsamen Angebots hinter mir . Der Kooperationspartner hat viele Fotos gemacht und auch Film aufnahmen von dieser fünftägigen Reise . Unser Ziel war es dieses Angebot zu wiederholen und dafür das Film und Fotomaterial zu verwenden .
    jedoch kam es in der Abrechnung und Nachbesprechung zu unüberbrückbaren Unstimmigkeiten das ein weiteres Angebot Von uns beiden nicht möglich machte.
    Da der ehemalige Partner nicht mehr auf meine E-Mails und Telefon Anrufe antwortet könnten wir uns auch nicht einigen wie wir mit den gesammelten Material das er gemacht hatte umgehen. Ich habe das Fotomaterial nicht zur öffentlichen Verwendung freigegeben .Er hat jedoch auch einen Film gemacht da dieses Projekt dokumentiert und als Werbung für nächstes Mal dienen sollte . In diesem Film bekomme ich das Öfteren vor auch mit dem was ich sage. Ich habe ihn aufgefordert diesen film vom Internet zu nehmen und alle Foto ,Film ja auch Ton Daten die er von mir besitzt zu löschen . Der Film ist aber immer noch auf seiner Homepage und auf YouTube öffentlich.
    Ich habe Ihnen bereits vor mehreren Tagen aufgefordert alles aus dem Internet zu nehmen und alle Aufnahmen vorkomme zu löschen .
    Leider ohne Wirkung und ohne Antwort.
    Ich habe jedoch mitbekommen dass er für andere in unserem Verein erreichbar ist und auch versucht in Zukunft im Alleingang ähnliche Dinge anzubieten.
    Was kann ich tun?

  • #23

    Antwort zu #21 und zu #22 (Dienstag, 06 August 2019 12:35)

    Guten Tag,

    wenn Sie in die konkrete Verwendung Ihres Bildnisses bzw. Ihrer Fotos und Videos nicht eingewilligt haben und auch sonst kein rechtfertigender Grund vorlag -den ich übrigens nach Ihren Schilderungen nicht ausmachen kann-, stehen Ihnen die hier beschriebenen Rechte zu:

    https://www.recht.help/informationen/fotorecht-und-bildrecht/recht-am-eigenen-bild-verstoss-unerlaubte-veroeffentlichung-verbreitung-unterlassungsanspruch-schadensersatz-hoehe/

    Insbesondere können Sie Unterlassung und Löschung verlangen. Ob auch Schadensersatz zu zahlen ist, müsste näher geprüft werden. Bitte beachten Sie, dass Sie Ihre Frage zu einem falschen Thema stellen, weswegen ich mich kurz halte und auf die Richtige Informationsseite verweise.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #24

    Jana L. (Montag, 19 August 2019 08:29)

    Guten Morgen,

    ich habe vor vielen Jahren intensiv Beachvolleyball gespielt, was auch die lokale Presse interessierte. In diesem Zusammenhang wurden in den Jahren 2003 bis 2006 diverse Fotoshootings für die lokale Presse organisiert (BILD Zeitung und Mitteldeutsche Zeitung). Ich war zu diesem Zeitpunkt minderjährig und ich bin mir sicher, dass weder ich oder meine Eltern irgendetwas unterschrieben haben, dass die Bilder anderweitig eingesetzt werden. Nun habe ich vor einigen Tagen auf der Seite https://www.imago-images.de/, Deutschlands größte inhabergeführte Fotoagentur, diese alten Bilder gefunden. Der damalige Fotograf (dessen Namen ich kenne), hat die Bilder ungefragt hochgeladen und zum Verkauf angeboten. Ich bin gar nicht einverstanden, dass diese frei verfügbar im Internet anzusehen sind. Ich bin berufstätig und "Bikini-Bilder" sind sicherlich nicht sehr förderlich. imago images reagiert nicht kooperativ, als ich eine E-Mail schrieb mit Bitte um Löschung der Bilder.

    Ich hoffe sehr, dass Sie mir helfen können und mir einen Rat zum weiteren Vorgehen geben können.

    Beste Grüße,
    Jana L.


  • #25

    Antwort zu #24 (Mittwoch, 21 August 2019 13:29)

    Hallo Jana,

    es ist eine Sache, der Presse zu erlauben, Fotos aufzunehmen, damit diese in der Zeitung erscheinen. Eine andere Sache aber ist es, dem Fotografen zu gestatten, die Fotos zu veräußern. Er ist zwar Urheber der Fotos, aber auf diesen sind Sie zu erkennen. Sofern Sie also keine Einwilligung erteilt haben (eine solche kann ich auch nicht ausmachen), können Sie Ansprüche gegen den Fotografen geltend machen. Neben Unterlassung und Löschung können Sie auch Auskunft verlangen, ob er Fotos von Ihnen schon verkauft hat. Dann wären Sie auch imstande, den Gewinn abzuschöpfen. Dieser Anspruch würde Ihnen dann nämlich auch zustehen.

    Wenn Sie eine Vertretung wünschen, können Sie mir gerne eine Email schreiben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt