Kostenrecht: Anwaltskosten im Verwaltungs- und Zivilverfahren


Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Rechtsanwalt verdient für seine Tätigkeit Gebühren, die sich im Zivil- und Verwaltungsrecht nach dem sogenannten Gegenstandswert bemessen.
  • Es besteht auch die Möglichkeit, mit dem Rechtsanwalt eine Vergütungsvereinbarung zu treffen. Es kann eine Pauschalvergütung, ein Stundensatz oder auch ein Erfolgshonorar vereinbart werden.
  • Grundsätzlich hat der Mandant die Kosten seines Anwalts zu tragen. Die Kosten können unter Umständen aber auch der Gegenseite auferlegt werden.
  • Die Rechtsschutzversicherung trägt die Kosten, wenn der Rechtsstreit versichert ist.
  • Bei Bedüftigkeit besteht die Möglichkeit, Beratungshilfe und / oder Prozesskostenhilfe zu erhalten.


Wertgebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz:

Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz bestimmt, wieviel der Anwalt verdient, wenn keine Honorarvereinbarung getroffen wurde.


In zivil- oder verwaltungsrechtlichen Angelegenheiten verdient der Rechtsanwalt sogenannte Wertgebühren. Nachfolgend sind einige der gängigsten Wertgebühren aufgelistet:

Tätigkeit des Rechtsanwaltes

 


Gebühr, die der Rechtsanwalt verdient



Außergerichtliche Vertretung

0,5 bis 2,5

Vertretung in der ersten Instanz

1,3

Wahrnehmung eines Gerichtstermins

1,2

Vertretung im Berufungsverfahren

1,6

Beauftragung eines Gerichtsvollziehers

0,3


Bemessung der Wertgebühr nach dem Gegenstandswert:

Welchen Wert einer Gebühr beizumessen ist, wird durch den sogenannten Gegenstands-, bzw. Streitwert ermittelt.

 

Dieser Gegenstandswert spiegelt die Bedeutung der Angelegenheit wider. Je wichtiger die Angelegenheit, desto höher ist der Gegenstandswert zu bemessen und desto mehr sind die einzelnen Gebühren wert. Das RVG regelt in einer sogenannten Gebührentabelle, welchem Gegenstandswert welcher Wert zugeordnet wird; hier ein Auszug der Gebührentabelle:

Gegenstandswert
bis … €

Gebühr
… €

 

Gegenstandswert
bis … €

Gebühr
… €

   500

   45,00

 

 50 000

1 163,00

 1 000

   80,00

 

 65 000

1 248,00

 1 500

  115,00

 

 80 000

1 333,00

 2 000

  150,00

 

 95 000

1 418,00

 3 000

  201,00

 

110 000

1 503,00

 4 000

  252,00

 

125 000

1 588,00

 5 000

  303,00

 

140 000

1 673,00

 6 000

  354,00

 

155 000

1 758,00

 7 000

  405,00

 

170 000

1 843,00

 8 000

  456,00

 

185 000

1 928,00

 9 000

  507,00

 

200 000

2 013,00

10 000

  558,00

 

230 000

2 133,00

13 000

  604,00

 

260 000

2 253,00

16 000

  650,00

 

290 000

2 373,00

19 000

  696,00

 

320 000

2 493,00

22 000

  742,00

 

350 000

2 613,00

25 000

  788,00

 

380 000

2 733,00

30 000

  863,00

 

410 000

2 853,00

35 000

  938,00

 

440 000

2 973,00

40 000

1 013,00

 

470 000

3 093,00

45 000

1 088,00

 

500 000

3 213,00

Stand: 2015


Mehrere Tätigkeiten des Rechtsanwaltes:

Wird der Rechtsanwalt in mehreren Stadien des Verfahrens tätig, führt dies dazu, dass die Anwaltsrechnung höher ausfällt. Bestimmte Gebühren werden angerechnet. Dies bewirkt, dass die Gebühren des Anwalts sich reduzieren.


Umsatzsteuer und Auslagen:

Zusätzlich zu seinen Gebühren stellt der Rechtsanwalt dann noch die Mehrwertsteuer in Höhe von 19 % sowie ggf. weitere Auslagen - wie Fahrtkosten und Abwesenheitsgelder bei auswärtigen Terminen, Kopierkosten für Abzüge aus gerichtlichen oder behördlichen Akten, etc. - in Rechnung.


Rechenbeispiel für die Höhe der Anwaltskosten:

Nachfolgend können Sie die Rechtsanwaltskosten verfolgen, die in einem typischen Verfahren mit einem geringen Streitwert von 450 € anfallen.

● Rechtsanwaltskosten für die außergerichtliche Vertretung:

Sie beauftragen einen Rechtsanwalt mit der Geltendmachung eines Zahlungsanspruches in Höhe von 450 €. Der Rechtsanwalt schreibt den Schuldner an und fordert ihn zur Zahlung auf.

Gegenstandswert: 450,00 €

 

1,3 Geschäftsgebühr gem. Nr. 2300 VV RVG

58,50 €

Auslagenpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG

11,70 €

Nettobetrag

70,20 €

19 % Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV RVG

13,34 €

Gesamtbetrag

83,54 €

 

 

Die Anwaltskosten betragen brutto 83,54 €.

 

Beachten Sie: War die außergerichtliche Vertretung für den Anwalt schwierig und/oder umfangreich, darf er die Geschäftsgebühr auf maximal 2,5 Gebühren erhöhen.

● Rechtsanwaltskosten im Gerichtsverfahren:

Der Schulner zahlt nicht und Ihr Rechtsanwalt erhebt die Zahlungsklage bei Gericht. Es kommt zu einem Gerichtstermin, indem jedoch keine Einigung getroffen werden kann. Das Gericht verurteilt den Gegner dann zur Zahlung der 450 €.

Gegenstandswert: 450,00 €

 

1,3 Verfahrensgebühr (1. Rechtszug) gem. Nr. 3100 VV RVG

58,50 €

  abzgl. Anrechnung der Geschäftsgebühr Nr. 2300 VV RVG i. H. v. 0,65

-29,25 €

1,2 Terminsgebühr (1. Rechtszug) gem. Nr. 3104 VV RVG

54,00 €

Auslagenpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG

20,00 €

Nettobetrag

103,25 €

19 % Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV RVG

19,62 €

Gesamtbetrag

122,87 €

 

 

Die Anwaltskosten betragen brutto weitere 122,87 €.

 

Beachten Sie: Da der Rechtsanwalt für Sie bereits außergerichtlich tätig war, wird die Hälfte seiner Geschäftsgebühr auf die gerichtliche Verfahrens-gebühr angerechnet.

● Anwaltskosten im Vollstreckungsverfahren:

Trotz des Urteils zahlt der Schuldner nicht. Sie beauftragen den Rechtsanwalt mit der Vollstreckung. Dieser treibt die Forderung dann ein und beauftragt hierfür einen Gerichtsvollzieher.

Gegenstandswert: 450,00 €

 

0,3 Verfahrensgebühr (Zwangsvollstreckung) gem. Nr. 3309 VV RVG

15,00 €

Auslagenpauschale gem. Nr. 7002 VV RVG

3,00 €

Nettobetrag

18,00 €

19 % Umsatzsteuer gem. Nr. 7008 VV RVG

3,42 €

Gesamtbetrag

21,42 €

 

 

Die Anwaltskosten betragen brutto weitere 21,42.

● Höhe der Rechtsanwaltskosten insgesamt:

Insgesamt betragen die Anwaltskosten 227,83 €.

 

In unserem Rechenbeispiel können Sie sich die Anwaltskosten für die gerichtliche Tätigkeit und die Vertretung im Vollstreckungsverfahren von der Gegenseite wiederholen.

 

Beachten Sie: Die Anwaltskosten für die außergerichtliche Tätigkeit können Sie dann von der Gegenseite fordern, wenn Sie hierauf einen gesetzlichen Anspruch haben. Oftmals ergibt sich dieser aus dem Verzug der Gegenseite.


Honorarvereinbarung:

Natürlich kann der Rechtsanwalt mit seinem Mandanten auch eine Vergütung vereinbaren. Die Möglichkeit der Honorarvereinbarung wird vor allem dann genutzt, wenn es sich um zeitintensive Mandate handelt, die lediglich einen kleinen Streitwert haben. Andererseits gibt es auch Angelegenheiten, die nicht zeitintensiv sind, dennoch einen hohen Streitwert aufweisen. Die Vergütungsvereinbarung bietet daher für beide Seiten die Möglichkeit, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Leistung und Vergütung zu vereinbaren. Folgende Modelle gibt es:

Pauschalvergütung


Der Mandant und der Anwalt vereinbaren einen Festpreis. Dies nennt man dann Pauschalvergütung.

Stundenhonorar


Die fairste Vereinbarung ist, wenn der Mandant seinen Rechtsanwalt nach Stunden bezahlt. Je nach Rechtsbereich ist ein Stundensatz von 200 € bis 250 € üblich.

Erfolgshonorar


Der Mandant kann mit seinem Anwalt auch vereinbaren, dass er nur im Erfolgsfall bezahlt wird. Zum Beispiel: der Anwalt erhält 25 % der Summe, die er für seinen Mandanten erstreitet.



Wer die Anwaltskosten tragen muss:

Grundsätzlich gilt: Wer bestellt, muss bezahlen. Sie können die Anwaltskosten dann von der Gegenseite wiederkriegen, wenn der Gegner mit der Leistung in Verzug war und / oder Sie im nachfolgendem Rechtsstreit vollumfänglich obsiegen. Im Falle des Unterliegens hat der "Verlierer" nur die nach der gesetzlichen Berechnung entstandenen Rechtsanwaltskosten der Gegenseite zu tragen.

 

(Hinweis: Im Arbeitsrecht trägt jeder die Kosten des eigenen Anwalts bis einschließlich zur ersten Instanz selbst. Erst ab der zweiten Instanz kommt eine Kostenerstattung durch die Gegenseite überhaupt in Betracht.)

 

Falls Sie rechtsschutzversichert sind, so trägt unter Umständen Ihre Rechtsschutzversicherung die Kosten des Anwalts. Dafür sollten Sie die eigene Rechtschutzversicherung kontaktieren und Kostendeckung beantragen. Wurde Ihnen Kostendeckung erteilt, dann müssen Sie selbst im Falle des Unterliegens nicht die Rechtsanwaltskosten Ihres Anwalts tragen. Dies erledigt dann Ihre Rechtschutzversicherung für Sie. Die Kostendeckungszusage umfasst auch die Kosten des Rechtsstreits und die Anwaltskosten der Gegenseite, die im Gerichtsverfahren entstanden sind.

 

Wenn Sie bedürftig sind, dann haben Sie gegebenenfalls einen Anspruch auf Beratungshilfe für das außergerichtliche Verfahren, bzw. Prozesskostenhilfe für das gerichtliche Verfahren.


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Kommentare: 18
  • #1

    Carina (Mittwoch, 09 August 2017 23:40)

    Vielen Dank für diese tolle Ausführung! Meine Frage ist: Wenn in diesem Beispiel der Anwalt allein für das Vollstreckungsverfahren beauftragt wird, betragen die Gesamtkosten nur 21,42?
    Was beinhaltet diese Beauftragung?

    Beste Grüße

  • #2

    Antwort zu #2 (Freitag, 08 Juni 2018 12:27)

    Guten Tag,

    Auftrag beinhaltet das, was abgesprochen wird. In der Regel dann die Durchführung der abgesprochenen Vollstreckungsmaßnahme.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #3

    Müller (Dienstag, 12 Juni 2018 11:10)

    ist es Verhandlungssache welche Höhe der Gebühr z.B. 0,5 oder 1,0 oder 1,3 ??

  • #4

    Antwort zu #3 (Dienstag, 12 Juni 2018 12:43)

    Guten Tag,

    nur bei einer Rahmengebühr könnte verhandelt werden. Eine soclhe ist z.B. die außergerichtliche Geschäftsgebühr nach Nr. 2300 VV RVG.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #5

    Rich (Donnerstag, 13 Dezember 2018 10:43)

    Guten Tag, ist es rechtens das bei einem Familienverfahren Umgang und Sorgerecht wo beide PKH beantragt und genehmigt bekommen haben. Die Gegenseite nun nach Abschluss beider Verfahren die Gerichtskosten tragen muss. Weil der Antragsgegner nicht auffindbar ist und somit eine erneute Überprüfung bei ihm nicht möglich ist? Die Gegenseite jedoch gar nicht schriftlich darüber informiert wird und auch nicht geprüfte wird sondern gleich zur Zahlung aufgefordert wird?
    Viele Grüße und vielen Dank im voraus.

  • #6

    Antwort zu #5 (Montag, 17 Dezember 2018 12:10)

    Guten Tag,

    es ist auf jeden Fall möglich. Ob es rechtens ist, sollten Sie mit Ihrem Anwalt besprechen, den Sie sicherlich im Umgangsverfahren beauftragten. Er kennt den Fall und diese Kenntnis ist eben erforderlich, um eine Einschätzung zu treffen.

    Ihre Anmerkungen dürften insoweit allesamt unerheblich -aus juristischer Sicht- sein, auch wenn man Sie tatsächlich gut verstehen kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #7

    Meinhard (Sonntag, 20 Januar 2019 18:47)

    Wenn ich in einem Rechtsstreit unterliege, muss ich dann nur die Rechtsanwaltskosten der Gegenseite zahlen, die nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz anfallen oder auch die tatsächlichen Rechtsanwaltskosten, wenn z.B. die Gegenseite den Rechtsanwalt nach einer Honorarvereinbarung beauftragt hat und diese im übertrieben Fall ein Vielfaches der Rechtsanwaltskosten nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz betragen würden?
    Viele Grüße

  • #8

    Antwort zu #7 (Montag, 21 Januar 2019 10:38)

    Guten Tag,

    der "Verlierer" hat gegnerische Rechtsanwaltskosten zu tragen, die dann ausschließlich nach dem RVG zu berechnen sind. Sollte der Rechtsanwalt der Gegenseite aufgrund einer Honorarvereinbarung teurer sein, dann können Ihnen die Mehrkosten nicht auferlegt werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #9

    Lutz Helmich (Donnerstag, 31 Januar 2019 19:17)

    Guten Tag,
    schön, dass Sie diese Hilfe anbieten.
    Meine Frage: auf welcher (gesetzlichen) Grundlage kann ein Anwalt Fahrtkosten sowie Tage- und Abwesenheitsgeld abrechnen bzw. kann es das überhaupt in Rechnung stellen? Diese Posten wurden bei mir nachträglich erhoben.
    Herzlichen Dank für eine Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
    Lutz Helmich

  • #10

    Antwort zu #9 (Freitag, 01 März 2019 10:21)

    Guten Tag,

    das RVG sieht Pauschalen für Kilometergelder und Abwesenheitsgelder vor. Fragen Sie doch einmal beim Rechnungssteller nach.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #11

    Sandro (Sonntag, 24 März 2019 20:03)

    Guten Abend,

    wie erfolt die Berechnung der Anwaltskosten bei Änderung des Streitwertes im Verfahren (Erhöhung bzw. Verringerung)?
    Erfolgt die Bemessung daraufhin anteilig, oder sind Anfangsstreitwert bzw. Endstreitwert maßgebend, und werden evtl. bereits bezahlte Anwaltskosten entsprechend verrechnet?

    Viele Grüße und Danke im Voraus

  • #12

    Antwort zu #11 (Dienstag, 26 März 2019 19:36)

    Guten Abend Sandro,

    das Gerichit hat die Streitwerte für unterschiedliche Zeiträume festzulegen; z.B.:

    Streitwert bis zum 26.3.2019: 4000 €
    danach: 4500 €.

    Die Anwaltsgebühren entstehen nur einmal. Es wäre nur zu prüfen, welcher Gebührentatbestand nach welchem Streitwert ausgelöst wurde. Anteilig wird nichts berechnet.

    Im Falle der Streitwerterhöhung, also der Erhöhung der Anwaltskosten sind natürlich bereits bezahlte Gebühren anzurechnen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #13

    Hertha (Samstag, 07 September 2019 19:32)

    Rückführung Einfamilienhaus aus Schenkung, grober Undank Oberlandesgericht Rostock
    für uns entschieden. Gegenstandswert 140.000,--€. Kosten 30 % Kläger 70 % Verlierer Gericht fest-
    gelegt. Gerichtskosten 2.718,--€ 30% und 70% ok. Anwaltsgebühren 5680,82 zu 5.081,78 €
    außergerichtliche Kosten 10.762,60 €, ber. 30% 3.228,78 € 70% 7.533,82 € zur Zahlung
    kommen für Kläger/Gewinner 8.310,56 € Verlierer zahlt hierfür 2.452,04 € . Nach % Rech-
    nung fehlen mir 5.081,78 €. Meine Frage ist diese Berechnung richtig. Berufung zweite In
    stanz zahlt der Verlierer 100%.
    Ich danke für eine Antwort. Gruß Hertha

  • #14

    Antwort zu #13 (Montag, 09 September 2019 10:49)

    Sehr geehrte Hertha,

    über diese Kommentarfunktion beantworte ich in der Regel Verständnisfragen oder Unklarheiten. Eine komplette Berechnung werde ich nicht leisten können. Dies gilt um so eher, als dass Sie doch offensichtlich einen Anwalt haben, der Ihnen weiterhelfen könnte.

    Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #15

    Elke (Freitag, 20 September 2019 13:52)

    Guten Tag,
    meine Frage: Klage vor dem Arbeitsgericht wegen außerordentlicher Beendigungskündigung, Streitwert 10.400,-€, gütliche Einigung, Kündigung unwirksam und in eine ordentliche fristgerechte Kündigung umgewandelt, bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses weiterbeschäftigt, wer trägt die RA-Kosten des Klägers , wer die Gerichtskosten ( ohne Termin - weil vorher geeinigt ) ?

    Vielen Dank für Ihre Antwort
    Mit freundlichen Grüßen
    Elke

  • #16

    Antwort zu #15 (Freitag, 20 September 2019 16:53)

    Guten Tag,

    im Arbeitsrecht trägt jede Partei die Kosten des eigenen Anwalts selbst. Dies gilt bis einschließlich die 1.Instanz, sofern die Parteien nicht etwas anderes vereinbart haben. Die Terminsgebühr sollte dennoch angefallen sein, weil vor der Einigung über den Vergleich verhandelt wurde. Dies reicht aus, um eine Terminsgebühr auszulösen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #17

    Ivica (Mittwoch, 02 Oktober 2019 12:51)

    Ich Danke in voraus
    Frage: Kläger fordert 37000€, wir schreiben Abwehr Brief, nächste tag fordert er stat 37000 nur 3700€ und klagt. Mein Anwaltskosten betragen 2500 € für abwehr von verlangte 37000
    plus 1100 € für abwehr von 3700 €. Ist das korrekt und wer zahlt dieser kosten in fahl das ich gewinne
    Herzlichen Dank
    Ivica Bijelic

  • #18

    Antwort zu #18 (Freitag, 04 Oktober 2019 14:00)

    Hallo Elke,

    nach meinem Dafürhalten sollte der Anwalt nur einmal nach einem Streitwert aus 3.700 € abrechnen dürfen. Es sei denn, Sie haben schriftlich eine andere Vereinbarung getr0ffen.

    Wer die Kosten am Ende zu tragen hat, kann ich nicht ohne weitere beantwortet. Die bei Gericht anfallenden Kosten trägt in der Regel der Verlierer.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt