Wenn der eBay-Verkäufer die Lieferung des Artikels verweigern oder Sie gar betrogen worden sind!


Sie haben einen Artikel ersteigert, bezahlt und nun warten Sie auf die Lieferung? Sie haben den Verkäufer schon mehrmals angeschrieben, doch dieser verweigert die Lieferung oder ist gar komplett untergetaucht? 

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei eBay kommt durch Zeitablauf der Auktion ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zwischen Anbieter und Höchstbieter zustande.
  • Der Verkäufer ist dann verpflichtet, die Ware oder zumindest einen gleichwertigen Ersatz zu liefern.
  • Weigert sich der Verkäufer oder behauptet er, dass die Lieferung unmöglich geworden ist, so kann der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten und Schadensersatz einfordern. Der Verkäufer muss nur dann nicht Schadensersatz leisten, wenn er darlegen und beweisen kann, dass er die Unmöglichkeit nicht zu vertreten hat. Das gleiche gilt bei einem Betrug, also wenn der Käufer den Artikel bezahlt hat und der Verkäufer dann nicht mehr reagiert.
  • Der Käufer kann den Anspruch auf Lieferung des Artikels ebenso gerichtlich durchsetzen wie seinen Schadensersatzanspruch.

Sofern Sie uns das Mandat übertragen wollen, können Sie gerne unverbindlich mit uns Kontakt aufnehmen.

 

Schreiben Sie uns einfach eine Email!


Inhaltsverzeichnis


Vertragsschluss bei eBay und eBay-Kleinanzeigen:

Bei eBay gibt der Verkäufer bereits mit Schaltung der Auktion ein rechtsverbindliches Kaufangebot ab, mit demjenigen, der am Ende der Auktion als Höchstbieter feststeht, über den Artikel einen Kaufvertrag zu schließen. Der Bieter erklärt mit seinem Gebot hingegen rechtsverbindlich, dass Kaufangebot des Verkäufers zum Höchstgebot am Ende der Auktion anzunehmen. So wird bei eBay ein wirksamer Kaufvertrag geschlossen (siehe z.B. BGH, Urteil vom 7. November 2001 – VIII ZR 13/01).

ebay-betrug-lieferung-verweigert-hilfe-rechtsanwalt-sven-nelke
Quelle: http://pages.ebay.de/help/policies/user-agreement.htm

Auch die eBay-AGB, die jeder Teilnehmer bei Anmeldung akzeptiert, sehen in § 6 diese Art des Vertragsschlusses vor. Den maßgeblichen Auszug der eBay-AGB finden Sie links. Die kompletten eBay-AGB sind hier abrufbar.

Bei eBay-Kleinanzeigen kommt der Kaufvertrag ganz "klassisch" zustande: Der Verkäufer stellt eine Annonce ein, der Käufer meldet sich und beide werden sich daraufhin einig.


Pflichten des Verkäufers und Käufers bei eBay und eBay-Kleinanzeigen nach Vertragsschluss:

Der Verkäufer ist verpflichtet, die Ware wie beschrieben gegen Zahlung des Kaufpreises zu liefern (siehe § 433 BGB). In § 6 Nr.10 der eBay-AGB wird gar verlangt, dass Verkäufer "in der Lage sein (müssen), die angebotenen Waren dem Käufer unverzüglich nach Vertragsschluss zu übereignen". Ist eine Abholung vereinbart, dann muss er den Artikel zur Abholung bereithalten. Bei Vereinbarung einer Schickschuld, muss er die Ware bei der Post aufgeben.

 

Die eBay-AGB bestimmen in § 6 Nr.9, dass der Käufer den Kaufpreis als Vorkasse zu zahlen hat, wenn durch die Artikelbeschreibung nicht etwas anderes vereinbart worden ist.

 

Das gleich gilt natürlich auch, wenn der Kaufvertrag über eBay-Kleinanzeigen zustande gekommen ist.


Ware wird nicht in der angegebenen Versandzeit geliefert:

Hat der Käufer den Artikel schon bezahlt, kann er auch die Lieferung der Ware verlangen. Geht die Ware nicht in der angegeben Lieferzeit ein, so empfiehlt es sich, zunächst den Verkäufer anzuschreiben und ihn unter Fristsetzung zur Lieferung des Artikels aufzufordern. 

 

Folgendes Musterschreiben können Sie hierzu verwenden:

"Ich habe bei Ihnen den Artikel mit der Artikelnummer 123456789 ersteigert. Die Ware habe ich bereits am 21.5.2015 über PayPal bezahlt. Leider ist mir der Artikel bis jetzt noch nicht zugegangen, obwohl in der Artikelbeschreibung eine Versendungszeit von 3-4 Werktagen nach Zahlungseingang angegeben wurde. Die Lieferzeit ist nunmehr überschritten, weshalb ich Sie auffordern muss, mir den gekauften Artikel innerhalb von 2 Wochen zuzusenden."


Rechte des Käufers bei Nichtlieferung oder gar Betrug des Verkäufers :

Sollte der Verkäufer die Sache trotz Ihrer Aufforderung nicht liefern oder sich gar weigern, dann stehen Ihnen folgende Rechte zu:

● Vertragserfüllung: Verkäufer muss Artikel oder einen gleichwertigen Ersatz liefern

Liefert der Verkäufer nicht, so können Sie Ihren Anspruch auf Übereignung der Kaufsache gerichtlich durchsetzen.

● Alternative: Rücktritt, Erstattung des Kaufpreises und Schadensersatz

Anstatt Vertragserfüllung zu verlangen, können Sie natürlich auch vom Vertrag zurücktreten. In diesem Falle hat Ihnen der Verkäufer den Kaufpreis zurückerstatten und Schadensersatz leisten (siehe § 437 Nr.3 BGB).  Damit eröffnen sich Ihnen folgende Möglichkeiten:


  • Sofern Sie den Artikel über PayPal bezahlt haben, können Sie auch dort im Rahmen des Käuferschutzes den Kaufpreis zurückerstattet bekommen. Weitere Informationen zum Käuferschutz bei Paypal finden Sie hier.
  • Sollten Sie einen gleichwertigen Artikel anderweitig ersteigern, können Sie dem Verkäufer zudem die Mehrkosten in Rechnung stellen. Auch ist es möglich, dem Verkäufer Ihren entgangenen Gewinn aufzuerlegen (siehe § 252 BGB). Dafür müssen Sie nachweisen, dass Sie den Artikel für einen höheren Preis verkaufen hätten können (siehe LG Coburg, Urteil vom 17.09.2012 – 14 O 298-12). Den Verkäufer trifft nur dann keine Schadensersatzpflicht, wenn er die Ware unverschulderter Weise nicht liefern kann. Umstände wie, "der Artikel ist verloren gegangen" oder der "Artikel wurde nachträglich beschädigt" zählen nicht hierzu. Vielmehr muss der Verkäufer darlegen und im Streitfalle auch beweisen, weshalb er für den Verlust oder Untergang des Artikels "nichts dafür kann". Pauschale Antworten sind ungenügend (siehe LG Coburg, Urteil vom 17.09.2012 – 14 O 298-12).

Wann der Verkäufer nicht liefern oder Schadensersatz leisten muss:

Unter besonderen Umständen darf der Verkäufer die Lieferung verweigern. Dies ist aber nur möglich, wenn der Artikel untergegangen ist oder dem Verkäufer die Lieferung unzumutbar ist. 

  • Beachten Sie: Grundsätzlich bleibt der Verkäufer auch bei Untergang der Sache weiterhin zur Lieferung verpflichtet. Soweit es dem Verkäufer möglich und zumutbar ist, muss er sich sogar anderweitig einen gleichwertigen Artikel besorgen und ihnen diesen als Ersatz liefern. 

Sie können in jedem Falle vom Kaufvertrag zurücktreten und Kaufpreiserstattung sowie Schadensersatz einfordern.  Der Verkäufer muss nur dann keinen Schadensersatz leisten, wenn er die Nichtlieferung nicht zu verantworten hat. Siehe oben!


Vorgehensweise bei einem Betrug bei eBay:

Haben Sie als Käufer die Ware ordnungsgemäß bezahlt und liefert der Verkäufer die Ware nicht? Ist der Verkäufer fortan nicht mehr zu erreichen und reagiert auch nicht mehr auf Email? - Es könnte ein Betrug vorliegen! 

 

Leider häufen sich die Betrugsfälle bei eBay. Viele Käufer stehen dann ratlos da und fragen sich, was sie tun sollen? Nicht immer hilft eBay weiter. Opfer sollten wie folgt vorgehen:

  • Melden Sie eBay den Fall!
  • Melden Sie Paypal den Fall, wenn Sie über Paypal bezahlt haben.
  • Falls Sie nicht über Paypal gezahlt haben: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Bank auf und stornieren Sie den Zahlunsauftrag. Lassen Sie das Geld -falls möglich-  rückbuchen!
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie gegen den Verkäufer Strafantrag wegen Betruges.
  • Suchen Sie einen Rechtsanwalt auf: Dieser wird dann die Strafakte anfordern und so die Adresse des Täters in Erfahrung bringen. Erst dann bestehen Möglichkeiten, gegen den Täter zivilrechtlich vorzugehen.

Hilfe bei Spaßanbietern und Betrügern bei eBay und eBay-Kleinanzeigen!

Auch mit Spaßanbietern oder gar Betrügern kommt natürlich ein rechtswirksamer Kaufvertrag zustande. Oft weigern sich Verkäufer den Artikel zu liefern, weil Sie den Schnäppchenpreis nicht akzeptieren. Dies ist natürlich nicht korrekt! Sie sind an einen Verkäufer geraten, der nicht liefern will, oder werden von einem Käufer zur Lieferung oder Schadensersatzleistung aufgefordert, obwohl Sie nicht liefern können? 

Bei Ihrem eBay-Problem helfen wir Ihnen gerne!

Hier wird Ihnen geholfen!

Gewährleistungsausschluss:

Bitte beachten Sie, dass trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität, etc. der Informationen übernommen werden kann. Ebenso wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Informationen sind allgemein gehalten, während eine Rechtsberatung sich inhaltlich ganz konkret mit Ihrem persönlichen Anliegen auseinandersetzt. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich, soweit Sie konkret betroffen sind, unverzüglich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten. Stand der Information: Juli 2018!


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Nach Prüfung werden wir Ihre Frage beantworten. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Beantwortung Ihrer Rechtsfrage grundsätzlich keine Rechtsberatung ersetzt. Auch hier gilt der Gewährleistungsausschluss. Natürlich freuen wir uns auch über Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und ein Feedback!

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Kommentare: 51
  • #1

    Käuferin (Freitag, 21 August 2015 17:02)

    Hallo, ich habe bei ebay Kleinanzeigen ein Handy gekauft. Der Verkäufer hatte es dort angerufen und dann haben wir telefoniert. Er gab mir seine Kontodaten und ich habe das Geld überwiesen. Dann habe ich lange gewartet, aber der Verkäufer hat nicht geliefert. Anfangs vertröstete er mich noch. Jetzt geht er nicht mehr ans Telefon ran. Ich habe nur einen Namen von ihm und da weiß ich noch nicht mal, ob es der richtige Name ist. Dann habe ich noch eine Telefonnummer und eben die Kontodaten. Ich habe den Betrug schon bei ebay Kleinanzeigen gemeldet. Die können mir aber nicht helfen, weil ich nicht über paypal gezahlt habe. Was soll ich jetzt tun? Ich fühle mich betrogen und will mein Geld wieder zurück!!! Können Sie mir bitte helfen!!!

  • #2

    Antwort zu #1 (Freitag, 21 August 2015 17:15)

    Hallo,

    leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie eventuell betrogen sind. Mir ist ein weiterer Fall bekannt, wo einMandant mit dem Verkauf eines iPones bei eBay-Kleinanzeigen betrogen wurde. Geben Sie die Kontonummer, bzw. IBAN-Nummer einmal bei google ein; eventuell handelt es sich um eine Betrugsserie und Sie stoßen in einem Forum auf weitere Geschädigte.

    Sie sollten in jedem Falle folgendes tun:

    1. Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie einen Strafantrag oder Strafanzeige wegen Betruges und aller in Betracht kommenden Delikte.

    2. Sprechen Sie mit Ihrer Bank und fragen Sie nach einer Stornierung der Überweisung. Machen Sie der Bank klar, dass Sie auf einen Betrüger bei eBay-Kleinanzeigen reingefallen sind und fechten Sie gegenüber der Bank Ihre Überweisungserklärung nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung an. Eventuell können Sie das Geld so zurückbekommen. Einige Banken sind kulant.

    3. Suchen Sie einen Rechtsanwalt auf. Dieser hat das Recht auf Akteneinsicht in die Ermittlungsakte. Vielleicht haben Sie Glück und der Täter konnte von der Polizei oder Staatsanwaltschaft bereits ermittelt werden. In diesem Falle können Sie das Geld zurückfordern und notfalls auch gerichtlich einklagen.

    Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.

    Viele Grüße

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #3

    D. B. (Montag, 19 Juni 2017 18:33)

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgendes Problem.

    Ich habe über Ebay mehrere Auktionen per Sofort Kauf erworben, es handelte sich um recht günstige Kfz Teile. Ich habe diese auch gleich per Paypal bezahlt. 2 Tage später bekam ich eine Enail, das irgendwelche Systemprobleme vorlagen, wovon auch der Preis betroffen war. Bei einer weiteren Email eröffnete der Verkäufer über Ebay einen Fall, wo er mich durch "sönstige Gründe" um Rücknahme bat. Dies lehnte ich aber ab, und vermerkte das ich die Ware geliefert haben möchte.

    Mittlerweile hat der Verkäufer das Geld per Paypal zurück erstattet.
    Die Teile bietet der Käufer jetzt zu anderen Preisen weiter über Ebay an.

    Hab ich die Möglichkeit dem Verkäufer erneut das Geld zu zahlen, und auf die lieferung der Teile zu bestehen?

    Vielen Dank für Ihre Auskunft

    D. B.

  • #4

    Antwort zu #3 (Donnerstag, 22 Juni 2017 10:06)

    Guten Tag,

    grundsätzlich ist jeweils ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen, weshalb der Verkäufer zur Lieferung der Artikel verpflichtet ist.

    Der Verkäufer könnte den Vertrag aber angefochten haben. Dies ist dann der Fall, wenn er sich über den Preis geirrt hat, also einen falschen Preis irrtümlich eingegeben hat. Dies scheint hier wohl der Fall zu sein, weswegen Sie keine Rechte aus dem Vertrag herleiten können. Gleichwohl kenne ich das Vorbringen des Verkäufers nicht, weswegen ich keine eindeutige Aussage treffen kann. Sie sollten einfach noch einmal nachfragen, wenn Sie es nicht verstanden haben.

    Im Übrigen ist der Verkäufer nunmehr verpflichtet, Ihnen den sogenannten Vertrauensschaden zu ersetzen. Sollten Sie also Ausgaben gehabt haben, die Sie im Vertrauen auf den Erhalt der Waren gemacht haben, dann können Sie diese Kosten ersetzt verlangen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #5

    Michael (Mittwoch, 05 Juli 2017 12:39)

    Guten Tag,
    ich habe gerade mit großem Interesse Ihren Artikel gelesen - jedoch vermisse ich Informationen über die Pflichten des Käufers, bzw. was ich als Verkäufer tun kann, wenn der Käufer nicht zahlt. Im konkreten Fall wurde die Ware durch mich leider schon versendet, obwohl die Paypal-Zahlung noch nicht vollständig abgewickelt war. Wie ich erst nachträglich lernen musste, bedeutet bei Paypal der Rechnungsstatus "bezahlt" nicht dass die Rechnung bezahlt ist, wie man normalerweise annehmen würde. Paypal sagt, dass dies kein Fall für den (Ver)käuferschutz ist, und der Käufer meldet sich nicht mehr... Mich würde interessieren, was ich in diesem Fall für eine Handhabe habe (Anzeige, Mahnung, etc).
    Viele Grüße
    Michael

  • #6

    Antwort zu #5 (Freitag, 18 August 2017 09:56)

    Guten Tag,

    zahlt der Käufer nicht, obwohl er den Artikel bereits erhalten hat, dann bleibt er zur Zahlung verpflichtet. Sie sollten ihn außergerichtlich unter Fristsetzung zur Zahlung auffordern und wenn dies nichts bringt, nach Ablauf der Frist am besten einen Rechtsanwalt aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #7

    Martina (Samstag, 19 August 2017 20:48)

    Guten Tag,

    ich habe kürzlich über den Button "Preisvorschlag" nach einigem Hin- und Her der Preisangebote einen Bildband bei eBay "ersteigert". Dieser Bildband wurde in der Artikelbeschreibung als "wie neu und ohne Mängel" beschrieben. Zu diesem Bildband gehört auch ein Karton"umschlag" wie es bei teureren Bildbänden nunmal der Fall ist. Dieser Umschlag war ebenfalls auf den Fotos zu sehen und somit doch im Angebot enthalten, oder?
    Nun erhielt ich eine Nachricht von der Verkäuferin, dass sie den Bildband verschicken wollte, ihr jedoch aufgefallen sei, dass der Umschlag an einer Ecke beschädigt sei. Ob das für mich trotzdem okay sei oder ich den Kauf rückabwickeln wolle.
    Das Problem dabei ist, dass ein solcher Bildband nicht mehr hergestellt wird und dass ein vergleichbarer gebrauchter Bildband momentan ab 150€ gehandelt wird. Ich habe diesen vermeintlich mangelfreien Bildband jedoch für einen deutlich günstigere Preis ersteigert und möchte auch eigentlich einen mangelfreien Bildband erhalten.
    Wie sollte ich jetzt vorgehen?
    Ist es möglich, dass ich einen mangelfreien Bildband erhalten kann, auch wenn die Verkäuferin nur den einen hat, oder kann ich neben der Rückabwicklung des Vertrages auch Schadensersatz verlangen, sodass ich mir einen Bildband zum Preis von mindestens 150€ kaufen könnte?

    Mit freundlichen Grüßen
    Martina

  • #8

    Antwort zu #7 (Montag, 21 August 2017 13:35)

    Guten Tag,

    sofern die vereinbarte Sollbeschaffenheit von der tatsächlichen Istbeschaffenheit erheblich zu Ihren Lasten abweicht, liegt ein Sachmangel vor. Das kann ich nicht beurteilen, da ich den Bildband nicht kenne und nicht beurteilen kann, ob der Mangel erheblich ist.

    Sie sollten bei einem erheblichen Mangel den Verkäufer unter Fristsetzung zur Nachbesserung auffordern. Tut er dies nicht, so können Sie entweder die Herausgabe verlangen (sofern es sich nicht um eine sogenannte Stükschuld handelt) oder vom Vertrag zurücktreten und anderweitig einen Deckungskauf veranlassen. Dem Verkäufer dürfen Sie die Mehrkosten des Deckungskaufs in Rechnung stellen.

    Bitte beachten Sie aber auch, dass ich den Fall anhand der vorhandenen Informationen nicht abschließend prüfen kann. Ich beschreibe lediglich die Rechtslage, die bei einem erheblichen Mangel eintreten könnte. Auch kann ich nicht beurteilen, ob eine Stückschuld vorliegt oder nicht. Dadurch, dass es grundsätzlich noch andere derartige Artikel gibt, ist zwar von einer Gattungsschuld auszugehen. Doch müsste für eine abschließende Beurteilung der Artikeltext geprüft werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #9

    Peter Schmieder (Donnerstag, 31 August 2017 05:38)

    Guten Tag,
    ebay-Betrug:
    Betrüger meldet sich mit falschem Namen an (kein Problem, ebay akzeptiert dies)
    Betrüger verkauft Waren und lässt sich diese auf falsche Konten bezahlen (ebay akzeptiert auch dies)
    Nach Strafanzeige kommt der volle Umfang des Betrügers heraus. Name unbekannt.
    Inwieweit ist ebay haftbar zu machen, weil durch eine lasche Anmeldung und Handeln unter falschem Namen ebay alles duldet und auch noch daran Geld verdient.

  • #10

    Antwort zu #9 (Donnerstag, 31 August 2017 10:16)

    Sehr geehrter Herr Schmieder,

    wenn Sie beweisen können, dass ebay zumindest wissentlich die Betrugsvorgänge geduldet hat, dann könnte an eine Gehilfenhandlung zu denken sein, die im Ergebnis zumindest eine Schadensersatzpflicht nach sich zöge. Allerdings werden Sie dies wohl nie zweifelfrei beweisen können, weshalb ich Ihre Frage wie folgt beantworte: ebay hat sich wohl gar nicht haftbar gemacht oder kann zumindest nicht überführt werden.

    Sie sollten Strafanzeige erstellen. Eventuell ist der Täter über die Konten zu ermitteln. Falls Sie über PayPal gezahlt haben, können Sie prüfen, ob Sie dem dortigen Käuferschutz unterliegen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #11

    Peter Schmieder (Donnerstag, 31 August 2017 18:23)

    Guten Tag Sven Nelke,
    Danke für Ihre Antwort
    Strafanzeige wurde bereits gestellt und die Staatsanwaltschaft hat geantwortet. Der Betrüger hat unter falschem Namen gehandelt und auch Konten mit falschem Namen gehabt. Er wurde nicht ermittelt.
    Ich wollte eigentlich auf den Basis-Fehler von ebay hin: das jemand sich unter falschem Namen anmelden kann und handeln kann. Hat hier ebay nicht schon seine Sorgfaltspflichten verletzt? Sicherlich kennen Sie dieses lasche Anmelden: ich melde mich z.B. mit Ihrem Namen an und es wird die Schufa abgefragt. Und wenn Sie bei ebay noch keinen account haben, dann bin ich drin.....
    viele Grüße
    p.schmieder

  • #12

    Antwort zu #11 (Donnerstag, 31 August 2017 18:32)

    Guten Tag,

    dieser "Basisfehler" besteht, doch ist ebay nicht verpflichtet, die Indentität der User zu verifizieren. Deswegen ist der "Basisfehler" auch nicht justiziabel.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #13

    Moritz (Sonntag, 08 Oktober 2017 12:29)

    Guten Tag,
    ich habe auf eBay eine Ware im Wert von 200€ gekauft. Ich hatte schon schnell nach der Überweisung des Geldes ein schlechtes Gefühl, da ich eine Warnung von EBay erhalten habe. Ich wollte dennoch auch erstmal abwarten, da der Verkäufer mir zusicherte, die Ware zu verschicken. Ich habe mir trotzdem ein Foto des Personalausweises schicken lassen (Verkäufer ist minderjährig).
    Zwei Tage nach dem Kauf erhielt ich ein leeres Paket von dem Verkäufer. Ich rief diesen sofort an. Er hat bestritten, ein leeres Paket verschickt zu haben. Ich habe ihm gesagt, er solle mir innerhalb von 30 Minuten das Geld überweisen - dies hat er auch getan. Trotzdem fühle ich mich betrogen, und möchte nicht, dass andere auf den selben Betrüger reinfallen.
    Ist eine Anzeige möglich? Was würde dann passieren? Oder wird die Anzeige wahrscheinlich eh eingestellt werden, bevor auch nur eine Verhörung stattfindet?

    Mit freundlichen Grüßen
    Moritz

  • #14

    Antwort zu #13 (Montag, 09 Oktober 2017 10:31)

    Sehr geehrter Moritz,

    Sie können bei der Polizei eine Anzeige aufgeben. Oftmals werden diese Verfahren aber eingestellt. Darüber hinaus sollten Sie eine negative Bewertung abgeben. Bleiben Sie hierbei aber sachlich und vermeiden Sie Wertungen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #15

    Diana (Montag, 30 Oktober 2017 11:36)

    Guten Tag,
    Ich habe von eine Betruger Anzeigen reingefallen, aber zum "Glück", vor der bezahlung, habe ich gesenhn in der einzigue Foto des Anzeigue das baujahr war nicht was er hat in der titel und in der beschreibung von der Ware geschrieben.

    Ich habe sofort über Ebay der Verkäufer kontaktiert für diesen Kauf abbrechen. Er hat sofort antworten ,,dass er diesen Kauf nicht mehr abbrechen kann".

    Gleichzeitig (vor der antwort von de Verkäufer) habe ich auch per Telefon Ebay kontaktiert und gemeldet das ich Opfer von ein Betruger Anzeige war.

    Frage ich:

    1. was passiert wenn ich nich bezahlen,
    2. er kann die Ware senden, ohne dass ich die Zahlung an ebay bestätigt habe,
    3. er hat Zugriff auf meine Adresse vor der Ebay Zahlungsbestätigung,
    4. ich lebe zurzeit im Ausland und habe ein Postfach in eine Privat Paket Station , kann ich diese Postfach abmelden?
    5. Kann ich der Paket von Post nicht annehmen?

    Ich danke in Voraus

    Mit freundlichen Grüßen
    Diana

  • #16

    Antwort zu #15 (Montag, 06 November 2017 14:05)

    Guten Tag,

    da ich den Sachverhalt nicht verstehe, kann ich Ihnen auch nicht antworten. Insbesondere kann ich nicht prüfen, ob es sich um eine "Betrugsauktion" gehandelt hat. Grundsätzlich müssen geschlossene Verträge aber bedient werden, solange sich ein Vertragsteil nicht aus berechtigten Gründen lösen darf. Letzteres kann ich -wie gesagt- nicht beurteilen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #17

    Inge (Mittwoch, 24 Januar 2018 17:48)

    Hallo,
    ich habe einen Artikel bei Ebay gekauft und diesen auch bezahlt. Das war Ende Oktober 2017. Die Ware habe ich nie erhalten.
    Ich hatte mich dazu entschieden keine Strafanzeige zu stellen, da ich sowohl im Internet als auch bei einem bekannten Polizisten die Lage als aussichtslos erklärt bekommen hatte.
    Heute (Ende Januar) hat mich die Polizei angerufen und stellte fragen zu meinem Betrugsfall. Auf dem Bankkonto des Betrügers sei wohl auch mein Name bzw. meine Überweisung ins Auge gefallen.
    Meine Frage nun: Wann "verjährt" so eine nachträgliche Strafanzeige?
    Danke für die Hilfe.

  • #18

    S. (Dienstag, 13 Februar 2018 11:00)

    Hallo.

    Ich habe bei Ebay ein neues verpacktes Smartphone per Preisvorschlag ersteigert. Dieses dann auch per Überweisung gezahlt, leider wurde kein PayPal angeboten. Nach kurzer Zeit fragte der Verkäufer schon wann ich gezahlt habe, mehrfach. Dann sendete ich einen Screenshot der Überweisung. Und dann wurde die Kommunikation miserabel mit ständigen Ausreden. Dann bestätigte er dass das Geld abgekommen sei. Nach einigen Tagen fragte ich wieder nach und bekam nun die Aussage, das Handy sei nicht mehr verfügbar, weil jemand die Packung geöffnet hat und es in Betrieb genommen hat und nun einen Kratzer hat etc.
    Das wäre aber gar nicht passiert, wäre er seiner Pflicht nachgekommen und hätte es längst, wie auch versprochen, an mich verschickt oder zumindest schon verpackt etc.
    Nun Möchte ich jedoch nicht nur das Geld zurück, denn der Preis war recht gut und ich finde keines zu dem Preis. Ich möchte dass er mir ein gleichwertiges besorgt oder mir mitteilt dass ich eins kaufe und er ebenfalls den Unterschiedsbetrag übernimmt. Welche Lösung er wollte sollte er mir mitteilen. Ebenfalls setzte ich ihm eine Frist von 7 Werktagen. Leider wieder keine Reaktion seitens des Verkäufers. Wir sind beide Privatpersonen.

  • #19

    Michael (Donnerstag, 15 Februar 2018 14:39)

    So habe ich es reingesetzt und der Käufer hat den Artikel nicht bezahlt erst wo ich dann einen Fall geöffnet habe dann hat er Gezahlt und ich habe ihnen das Geld zurücküberwiesen da ich nicht mehr an ihn Verkaufen möchte weil er nach 7 Tage nicht bezahlt hat. Ist das rechtens oder hat er recht das er auf die Ware bestehen kann.
    Hinweis: Bestimmte Zahlungsmethoden werden in der Kaufabwicklung nur bei hinreichender Bonität des Käufers angeboten.
    Zahlungshinweise des Verkäufers
    "Hinweis an Spaßbieter Sollte trotz Höchstgebot der Artikel nicht innerhalb von 7 Tagen nach Auktionsende bezahlt und abgenommen werden, behalte ich es mir ausdrücklich vor, vom Kaufvertrag zurückzutreten und anstatt Abnahme und Zahlung des Kaufpreises einen pauschalen Schadensersatz einzufordern, den ich nach billigem Ermessen maximal auf 30 % Ihres Schlussgebots festsetzen w

  • #20

    Kira (Samstag, 24 Februar 2018 09:08)

    Wieso wird hier nirgends erwähnt, dass bei "Ebay Kleinanzeigen" das "Bar bezahlen" die Bezahlweise ist? Man sollte nie, nie, niemals jemanden bei den Kleinanzeigen Geld überweisen, denn dort schließt man keinen Verkaufsvertrag in dem Sinne ab, d.h. man ist auch nicht vor Betrug geschützt! Warum erwähnt das hier kein Mensch?

  • #21

    Michael (Samstag, 24 Februar 2018 16:46)

    Hallo, bei der erneuten Einstellung des Angebots ist eBay oder mir ein Fehler unterlaufen und das Angebot wurde statt der 100,- EUR mit 1,00 EUR eingestellt, was ich nicht realisiert habe. Im Anzeigentext steht explizit drin das das Startgebot bei 100,- EUR liegt. Ich habe es dem Käufer erklärt aber dieser will gleich eine Anzeige aufgeben oder Schadenersatz. Ihm sind bis jetzt keine Kosten entstanden. Ich habe ihm sogar angeboten das Sakko für 80,- EUR zu verkaufen als Entgegenkommen für den Fehler. Ich bin der Annahme dass es nicht meine Schuld ist aber ich kann das 400,- EUR Sakko nicht für 1,00 EUR verkaufen.
    Bin ich dennoch dazu verpflichtet das Sakko für den Preis herzugeben?
    Vielen Dank im Voraus.
    Michael

  • #22

    Antwort zu #17 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:36)

    Guten Tag,

    ein Strafantrag ist nur erforderlich, wenn der Schaden mehr als 50 € ausmacht. Dann wäre dieser binnen 3 Monaten schriftlich zu stellen. Aber auch in diesen Fällen sollten Sie den Sachverhalt zur Anzeige bringen, da die Staatsanwaltschaft das öffentliche Interesse annehmen kann und so Ermittlungen oder Strafverfolgungsmaßnahmen einleitet.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #23

    Antwort zu #18 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:38)

    Guten Tag,

    Sie haben einen Anspruch auf Übereignung des Artikels zu den angebotenen Konditionen. Diesen Anspruch sollten Sie, nachdem sich der Verkäufer nunmehr in Verzug befindet, anwaltlich geltend machen. Auch hier gilt, dass eine Strafanzeige gestellt werden sollte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #24

    Antwort zu #19 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:40)

    Guten Tag,

    wenn Sie eine Zahlungsfrist bereits in der Artikelbeschreibung bestimmt haben und diese Überschritten wurde, dann können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten. Ob Sie Schadensersatz geltend machen können, ist fraglich. Diesbezüglich verweise ich auf die Ausführungen im Fließtext.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #25

    Antwort zu #20 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:44)

    Guten Tag,

    danke für Ihren Hinweis. Sie verkennen, dass diese Seite die Rechtslage für bestimmte Fälle zeichnet. Eine Barzahlung ist zwar relativ sicher, da man den Artikel Zug um Zug erhält. Dennoch ist eine Barzahlung nicht immer möglich. Zudem können auch durch Barzahlungen Probleme auftreten, etwa wenn der Verkäufer ein Plagiat übereignet und sich erst, nachdem schon bezahlt wurde, herausstellt, dass der Artikel nicht original ist. In diesen Fällen kann der Verkäufer argumentieren, dass der Käufer den Artikel "gekauft wie gesehen" hat und deswegen keine Ansprüche mehr geltend machen kann. Diese Argumention kann widerlegt werden, doch stellt dies ersteinmal eine Hürde da, die es zu nehmen gilt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #26

    Antwort zu #21 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:46)

    Guten Tag,

    bei einem Erklärungsirrtum können Sie den Kaufvertrag auch nachträglich noch unverzüglich anfechten und somit "frei" werden. Im Zweifel haben Sie Ihren Irrtum zu beweisen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #27

    Gerhard Hill (Montag, 05 März 2018 22:18)

    Hallo !
    Habe eine ziemlich teure Ware 3250€, von jemandem auf E-Bay gekauft und natürlich auch bezahlt. Die Ware kam auch nach drei Wochen nicht an aber der Verkäufer hat mir einen Beleg zugeschickt aus dem hervorgeht das ein Päckchen an einem bestimmten Datum an meine Adresse versendet wurde. Nachfragen bei DHL haben ergeben das es auch ausgeliefert wurde aber mit der Bemerkung das an "eine anwesende Person " übergeben wurde. Die Hotline von DHL hab ich auch angerufen wo man mir versicherte das die Sendung in meinen Briefkasten geworfen wurde, ist aber nicht der Fall da ich bis dato nichts von dem Absender erhalten habe. ( was stimmt da und was nicht ) Der Verkäufer hat die Sendung auch nicht extra versichert verschickt. Nun sitz ich auf einem beträchtlichen finanziellen Schaden und keiner, nicht der Verkäufer und auch nicht DHL, fühlen sich verantwortlich. Was kann ich tun ? Dem Verkäufer glaube ich, ich habe ihn mehrfach kontaktiert... Beleg über Versendung und Ankunft bei DHL in A. ist auch vorhanden. Nun bin ich der Lackierte !!! Wen kann ich dafür verantwortlich machen ???

  • #28

    Antwort zu #28 (Mittwoch, 14 März 2018 10:35)

    Guten Tag,

    wenn der Verkäufer im Zweifel beweisen kann, dass er die Sache abgeschickt hat, dann ist er aus der Haftung raus. Dies ist in Ihrem Fall anzunehmen. Handelt es sich bei dem Verkäufer aber um einen Unternehmer von dem Sie als Privatperson kauften, dann können Sie nach wie vor Lieferung verlangen, weil Unternehmer grundsätzlich das Risiko des Verlusts auf dem Postwege in diesem Falle zu tragen haben. Das sollte in diesem Fall aber noch gesondert geprüft werden, denn bei jeder Regel bestehen auch Ausnahmen.

    Wenn -und das ist wohl wahrscheinlich- die DHL das Paket an eine fremde Person zugestellt hat, dann haftet grundsätzlich die DHL dafür. Das Problem ist, dass der Beweis hierfür nicht so einfach zu führen ist. Sie sollten zunächst einmal die Polizei aufsuchen und Strafanzeige stellen. Sodann sollten Sie mit der DHL Kontakt aufnehmen und wenn diese sich weiterhin verweigert, dann sollten Sie einen Anwalt aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #29

    Timo (Freitag, 20 April 2018 17:11)

    Hallo,

    Ich habe bei einem Händler auf ebay eine Klimaanlage gekauft, der Kaufpreis wurde mit PP bezahlt. Nun teilte mir der Händler mit das er leider feststellen musste das er die Klimaanlage bereits beschädigt vom Hersteller geliefert bekommen hat dieser die Klimaanlage aber nicht ersetzen kann da es bereits ein Nachfolge Modell gibt und das von mir gekaufte nicht mehr vom Hersteller lieferbar ist. Habe ich in diesem Fall weiterhin Anspruch auf Erfüllung des Kaufvertrages? Müsste der Händler die sollte er das zum Kauf angebotene Gerät nicht Kiefer können mir ansonsten das nachfolge Modell zukommen lassen?

    Danke für Ihre Antwort

  • #30

    AW-K (Donnerstag, 26 April 2018 11:48)

    Guten Tag!
    Ich habe ein Fahrrad bei Ebay in einem Tages Wow Deal gekauft per Sofortkauf und direkt per Paypal bezahlt. Dieser Artikel war an diesem Tag 80 Euro günstiger gegenüber dem regulärem Preis. Beim Händler angerufen da nach einer Woche noch keine Info über den Versand kam. Ausrede: Die Zahlung sei nicht richtig zugeordnet worden, er kümmere sich darum. Eine Stunde später hat der Händler ohne Kommentar das Geld per Paypal zurückgezahlt. Ich möchte aber die Ware haben. Was hat man gegen den Händler in der Hand? Er muss doch normalerweise den Kaufvertrag erfüllen, oder? Mit freundlichen Grüßen aus Köln!

  • #31

    Antwort zu #29 (Donnerstag, 26 April 2018 17:17)

    Guten Tag,

    Sie haben einen Anspruch auf Lieferung, wenn es sich um eine Gattungsschuld handelt, also der Artikel noch auf dem Markt erhältlich ist. Das kann ich nicht beurteilen. Einen Anspruch auf Lieferung des Nachfolgemodells haben Sie nicht, da Sie es nicht gekauft haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #32

    Abtwort zu #30 (Donnerstag, 26 April 2018 17:22)

    Guten Tag aus Köln,

    ja, der Händler muss erfüllen. Er kann sich nur unter bestimmten Voraussetzungen vom Kaufvertrag lösen. Einfach das Geld zurücküberweisen und das noch kommentarlos geht nicht. Vielmehr sicherte er Ihnen den Versand sogar noch am Telefon zu. Das Telefonat können Sie aber nicht beweisen. Sie sollten nunmehr via Email an ihn herantreten und unter Fristsetzung zur Annahme des Kaufpreises und Herausgabe des Fahrrads auffordern. Wenn er dies nicht oder nicht rechtzeitig tut, stehen Ihnen ggf. weitere Rechte zu. Wenn Sie dann immernoch die Erfüllung wollen, sollten Sie einen Rechtsanwalt aufsuchen oder aber direkt klagen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #33

    AK (Donnerstag, 24 Mai 2018 09:59)

    Hallo, Ich habe eine Drohne (inkl. Zubehörpaket) auf eBay über Sofortkauf für 360€ gekauft (mit Gutschein 324€). Die Drohne (inkl. Zubehörpaket) ist zurzeit auf eBay bei diversen Anbietern für 500€ (+-10€) erhältlich. Einige Tage vor dem Kauf waren auch Angebote auf eBay für unter 300€. Ich habe die Ware schließlich zum oben genannten Preis bei der eBay Seite eines Elektromarkts einer deutschlandweit tätigen Fachmarktkette gekauft. Ein anderer Markt dieser Kette hat die gleiche Drohne (inkl. Zubehörpaket) im April für 285€ angeboten gehabt. Mir wurde aber nur die Drohne (ohne Zubehörpaket) geliefert, obwohl in der Artikelbezeichnung ganz klar das Zubehörpaket aufgeführt ist. Auf Nachfrage erklärte der Markt, dass es bei der Angebotseinstellung ein Fehler (anscheinend sollte das Zubehörpaket nicht inklusive sein) gab und mir wurde eine Rückerstattung angeboten. Als ich auf Lieferung bestand, wurde mir gesagt, dass das nicht möglich sei, da die Ware aktuell nicht auf Lager ist. Kann der Verkäufer in diesem Fall einen Erklärungsirrtum geltend machen? Der besteht ja erst bei Vertragsabschluss und ich habe Mal gelesen, dass dies nicht für Kaufangebote im Internet gilt, da dies vor dem Vertragsschluss stattfindet. Ist überhaupt bei der Preisdifferenz ein Erklärungsirrtum vorhanden? Wenn der Verkäufer sagt, dass er die Ware nicht lieferbar ist, weil sie nicht auf Lager ist, kann er gleichzeitig einen Erklärungsirrtum geltend machen? Muss er nicht aufgrund der Gattungsschuld, solange es ihm nicht unzumutbar ist die Ware irgendwo anders einkaufen. Dazu kommt, dass der Markt im Nachbarort der gleichen Kette die Ware auf Lager hat. Für mich scheint es, dass nach den eBay AGBs und dem BGB der Verkäufer keine rechtliche Grundlage für einen Rücktritt vom Kaufvertrag hat.

  • #34

    Käuferin (Sonntag, 27 Mai 2018 18:23)

    Sehr geehrter Herr Nelke,
    ich habe über Ebay ein Möbelstück eines bekannten Designers ersteigert, zu einem sehr güngstigen Preis. Der Verkäufer hat mir eine Nachricht zukommen lassen, dass das Möbelstück bei seinem Freund abzuholen wäre und den Namen, die Adresse und die Telefonnummer seines Freundes zwecks Verreinbarung des Abholtermins hinterlassen. Unter der Telefonnummer war niemand erreichbar. Auf meine mehrere Nachrichten reagiert der Verkäufer nicht. Ich habe seinen Namen, die Adresse und die Festnetznummer im Telefonbuch gefunden und den Verkäufer telefonisch erreicht. Er versprach mir sich zu kümmern, dass ich einen Abholtermin bekomme. Seitdem höre ich nichts von ihm. Seit dem Auktionsende ist eine Woche vergangen. Bei diesem Kauf handelt es sich um eine Abholung und Zahlung bei Abholung. Abholen kann ich die Ware nur am Wochenende. Meine Frage lautet: ist es rechtlich korrekt und durchsetzbar, wenn ich dem Verkäufer ein Schreiben (Einschreiben mit Rückschein) mit der Forderung mir einen Abholtermin an 3 Wochenenden seiner Wahl bis zum bestimmten Termin (Frist) zusende? Gleichzeitig würde ich den Verkäufer in Kenntnis setzen, dass ich rechtliche Schritte einleiten werde, wenn er mir keinen Abholtermin nennt und die Ware nicht aushändigt.
    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen

  • #35

    Antwort zu #33 (Freitag, 08 Juni 2018 12:16)

    Guten Tag

    meiner Meinung nach handelt es sich um einen Inhaltsirrtum und der Verkäufer durfte den Kaufvertrag anfechten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #36

    Antwort zu #34 (Freitag, 08 Juni 2018 12:17)

    Guten Tag,

    Ihr beabsichtiges Schreiben ist zu empfehlen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #37

    bernd herrmann (Donnerstag, 21 Juni 2018 09:39)

    hallo,
    habe bei einer auktion einen tv für 5532,- euro ersteigert und gleich anschließend per paypal bezahlt...daraufhin bekam ich vom verkäufer eine rückmail :
    "leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Ware nicht mehr verrfügbar ist.
    Aus dem Grund musste ich leider den Kauf abbrechen und bitte um Ihr Verständnis.
    Ihre bereits getätigte Zahlung wird zurück überwiesen."
    er überwies das geld zurück, hat aber genau den gleichen tv als sofortkauf für 6999,- euro noch bei ebay eingestellt...habe das an ebay gemeldet, denke die können aber wohl auch nicht viel tun....im internet habe ich gelesen gerichtliches mahnverfahren einleiten..?...was raten Sie mir ?
    mfg
    bernd herrmann

  • #38

    Antwort zu #37 (Donnerstag, 21 Juni 2018 12:28)

    Guten Tag Herr Herrmann,

    Ihr Fall passt thematisch nicht in diesen Bereich. Unter https://www.recht.help/informationen/ebay-recht-und-internetrecht/abbruch-einer-ebay-auktion-vertragsschluss/ finden Sie nähere Informationen. Sie sollten zunächst aber einmal nach dem Grunde abfragen, warum die Ware nicht mehr verfügbar ist, wenn Sie doch noch verkauft wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #39

    Koch (Freitag, 13 Juli 2018 09:45)

    Ich habe bei eBay Spielkarten verkauft und unversichert versendet.
    Käufer verlangt Rückzahlung, da Ware angeblich nicht angekommen.
    Einen Nachforschungantrag habe ich bei Post gestellt.
    Wie soll ich jetzt reagieren.
    Danke für die Antwort.

  • #40

    Antwort zu #39 (Montag, 16 Juli 2018 10:10)

    Guten Tag,

    die Rechtslage wird hier erörtert: https://www.recht.help/informationen/ebay-recht-und-internetrecht/ebay-kleinanzeigen-amazon-probleme-beim-versand/

    Aufgrund der wenigen Informationen vermag ich nicht, Ihnen eine Empfehlung auszusprechen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #41

    Marion Rood (Sonntag, 05 August 2018 21:38)

    Ich habe was ersteigert für 1 Euro und der Verkäufer versendet nicht. Ich habe mal geschaut nach dem Wert und so ein Jacket kostet neu zwischen 200 und 500 Euro. Jetzt weiß ich auch warum nicht versendet wird. Der Verkäufer will das wohl jetzt nicht für 1 Euro abgeben. Was kann man da jetzt am besten machen? Ich will natürlich meine Ware und nicht das Geld zurück. Das bekomme ich auf jeden Fall weil ich mit PayPal gezahlt habe. Der Fall bei eBay wurde jetzt geschlossen und ich bekomme mein Geld zurück. Ich möchte aber meine Ware. Ich habe gelesen das es sich nicht lohnt Anzeige wegen Betrug bei der Polizei zu erstatten. Welche Kosten kommen auf mich zu wenn ich es einklagen möchte?

  • #42

    Antwort zu #41 (Montag, 06 August 2018 10:09)

    Guten Tag,

    oben im Text finden Sie einen Leitfaden, den Sie folgen sollten. Insbesondere sollten Sie den Verkäufer unter Fristsetzung zur Lieferung auffordern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #43

    Manuela (Montag, 20 August 2018 12:01)

    Ich hebe einen Schrank bei ebay gekauft. Vor dem kauf habe noch einmal um eine Bestätigung gebeten, dass der Schrank aus Massivholz ist. Ich habe schriftlich die Bestätigung bekommen. Habe bezahlt und bei der Lieferung festgestellt, dass der Schrank aus Sperholz ist. Kann ich eine Kaufrückentwiklung verlangen.
    Danke, mfG
    Manuela

  • #44

    Antwort zu #43 (Montag, 20 August 2018 14:45)

    Guten Tag,

    wenn Ihnen zugesagt worde ist, dass der Schrank aus massivem Holz ist und dies letztendlich nicht der Wahrheit entspricht, dann fürden Sie die Rückabwicklung, u.a. verlangen. Sie sollten den Verkäufer anschreiben und unter Fristsetung auffordern, entweder den Schrank in Massivholz zu senden oder aber den Kaufvertag rückabzuwickeln. Wenn er nicht reagiert oder sich weigert, dann müssen Sie vom Kaufvetrag zurücktreten und Rückabwicklung einfordern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #45

    WF (Donnerstag, 30 August 2018 04:33)

    Hallo,

    bzgl. "Den Verkäufer trifft nur dann keine Schadensersatzpflicht, wenn er die Ware unverschulderter Weise nicht liefern kann".

    Auch wenn eBay-Auktionen mit Vorbestellungen, d.h. mit noch nicht physisch vorhandener Ware, eigentlich laut AGB nicht erlaubt sind, findet man diese täglich in vielen Rubriken:
    Nach Vorbestellung und sofortiger Bezahlung eines limitierten Artikels (1.000 Stück) erhält der Käufer dieses Sammlerstück einige Monate später geliefert - leider in beschädigtem und irreparablem Zustand. Der Verkäufer wird mit Fristsetzung zur Nacherfüllung in Form einer mangelfreien Ersatzlieferung aufgefordert. Er verweigert sofort die Nacherfüllung bzw. Lieferung, da diese limitierte Ware bei ihm, seinem Zulieferer und beim Hersteller ausverkauft ist bzw. bereits kurz nach der Vorbestellung ausverkauft war.
    Der Erwerb des Artikels ist nun mehrere Monate später nur noch zum dreifachen Preis von ca. 10 privaten eBay-Anbietern möglich.
    Wenn der Verkäufer sich auf Unmöglichkeit, Unzumutbarkeit oder Unverhältnismäßigkeit im Rahmen der Nacherfüllung beruft und somit die Nacherfüllungspflicht nicht erfüllt, ist nach Ablauf der Frist und Rücktritt vom Kauf in diesem Fall noch Schadensersatz statt Leistung in Form der Mehrkosten durch einen dann zu erfolgenden Deckungskauf oder in Form des entgangenen Gewinns bei einem bereits erfolgten nachweisbaren Weiterverkauf möglich?
    Oder nicht, weil dem Verkäufer - wegen Ausverkauf der Ware beim Hersteller - keine Fahrlässigkeit nachzuweisen ist und der Verkäufer die Mängel (Produktionsfehler und Transportschäden auf dem Weg vom Zulieferer zum Verkäufer) und somit die Pflichtverletzung(en) nicht zu vertreten hat?

    Ist der Umstand noch relevant, dass die Mängel der Ware bereits dem Verkäufer vorm Versand an den Kunden für ihn eindeutig erkennbar waren (arglistig verschwiegener Mangel) und er dennoch diesen mangelhaften Artikel zum Kunden geschickt hat?

    Mit freundlichen Grüßen

  • #46

    Antwort zu #46 (Donnerstag, 30 August 2018 10:35)

    Guten Tag,

    Ihre Frage passt nicht zum Thema. In Kürze möchte ich Ihnen aber dennoch antworten:

    Meiner Meinung nach kann sich der Verkäufer nicht auf Unmöglichkeit berufen, da der Artikel ja noch erhältlich ist. Dies mag ggf. auch anders beurteilt werden. Aber auch im Falle der Unmöglichkeit greift wohl das Gewährleistungsrecht, wenn dieses nicht oder nicht wirksam ausgeschlossen wurde. Demnach könnten Sie potenziell Schadensersatz statt der Leistung verlangen, was dann auch den Deckungskauf einschließt.

    Bitte beachten Sie, dass ich ohne Sachverhalt den Fall nur abstrakt und daher unter AUsschluss der Gewähr beurteilen kann. SIe sollten sich anwaltlich beraten lassen und dem Anwalt dann auch alle Unterlagen, insbesondere die Artikelbeschriebung zukommen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #47

    Christian (Sonntag, 16 September 2018 01:12)

    Hallo und guten Tag

    Ich habe am 15.09. auf E-Bay ein neues IPhone Xs Max 256 Gb ersteigert. Der Verkäufer ist aus Frankreich, hat aber Deutsch geschrieben. Zuerst hat er geschrieben ich solle ihm meine Adresse senden, danach sendet er mir die Konto Daten zur Überweisung. Nun, die Adressdaten sollten ja bei E-Bay hinterlegt sein. Trotzdem sendete ich ihm meine Daten und ich forderte noch Details vom Gerät an. Wie zb ob er das Gerät bereits hat oder wann er es bekommt und versenden kann.Ob es wirklich wie in der Artikelbeschreibung ein neues und originales Apple Gerät ist etc etc.
    Alles natürlich in sehr höflicher Form.
    Darauf hin bekam ich eine Mail, dass es sich um das neue Original Gerät in Origalverpackung handelt. Und, zu meiner Überraschung verlangte er einen wesentlich höheren Preis. Ich habe ihm darauf hin geschrieben, dass das nicht Rechtens ist. Er kann nicht einen Artikel als Auktion - ohne Mindestpreis, Preisvorschlag oder Sofortkaufpreis - einstellen, und nach Ende dieser Auktion einen komplett anderen Preis verlangen.......
    Meine Frage: was kann ich tun?
    Danke für eine Antwort

    Christian

  • #48

    Antwort zu #47 (Montag, 24 September 2018 11:22)

    Guten Tag,

    Sie können natürlich die Abwicklung des Kaufvertrages verlangen und ggf. auch gerichtlich einklagen. Sie sollten sich an einen Anwalt wenden, der Ihnen dabei hilft. Es wäre sicherlich von Vorteil, wenn dieser Französisch spricht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #49

    Petra (Dienstag, 09 Oktober 2018 15:29)

    Habe am Sonntag ein Besteckset auf eBay Kleinanzeigen gefunden Preis 49.—€ (kein Festpreis oder VB). Da ich zeitgleich auf eBay für genau dieses Besteck bei einer Auktion mitsteigerte, die zeitnah enden würde, konnte ich „auf die schnelle“ die Telefonnummer des Anbieters ausfindig machen und wir einigten uns auf 60.—€ incl.
    Versandkosten (Vorschlag des VK). Genau gesagt 60.—, außer der Versand wäre teurer.
    Sollte dies der Fall sein, würde ich den Mehrbetrag übernehmen. Die Mutter würde sich Montag nach den genauen Kosten erkundigen und mich dann kontaktieren. Auf mehrmaliges nachfragen, ob ich mich fest auf den Kauf verlassen kann, habe ich logischerweise auf eBay nicht mehr mitgesteigert. (Brauchte ja nur ein Besteck und das als Geburtstagsgeschenk).Bereits in dieser oder der nächsten Mail erklärte der Sohn (hatte den Artikel eingestellt, da die Mutter sich nicht auskennt) der Mutter wäre der Preis zu wenig. Also keine Rede davon, daß ein falscher Preis angegeben worden wäre. Habe dem Sohn per Mail den Sachverhalt mit der Versteigerung mitgeteilt, ihm sogar meinen eBay Namen mitgeteilt, damit er sich vom Wahrheitsgehalt meiner Aussage überzeugen könnte. Auch daß das Besteck für 51,51€ versteigert wurde. (Mein letztes Gebot waren € 50,51...........) Ihn nett und höflich darum gebeten seine Zusage einzuhalten. Mich allerdings auch bereit erklärt evtl. etwas mehr zu bezahlen.
    Er oder seine Mutter mögen mich doch einfach nochmal kontaktieren. Erhielt jedoch keine Antwort. Am Montag klingelte mein Handy während ich jedoch gerade ein wichtigers Gespräch auf meinem Festnetz-Anschluß führte. Ich nahm zeitgleich das Handy Gespräch an um zu sagen ich würde zurückrufen. Es war die Mutter die mir mitteilte, sie wisse nun die Portokosten. Ich antworte mit „Prima“ o.ä. und sagte ich würde zurückrufen. Mir wurde in einem äußerst unfreundlich Ton (nett formuliert) mitgeteilt, daß ich das Besteck zu dem vereinbarten Preis auf keinen Fall bekommen würde. Völlig perplex wollte ich nur noch antworten, daß das Besteck Sonntag auf eBay für €.... verkauft wurde. Mitten in meiner Erklärung schrie sie mich regelrecht an „dann kaufen sie es doch auf eBay“ und legte auf. Ich dachte ich hätte das Gespräch versehentlich unterbrochen rief sie noch mal an und schrieb auch sms erhielt jedoch keinerlei Antwort. Daraufhin erklärte ich dem Sohn per Mai das Ganze und bat um Kontaktaufnahme, damit wir uns evtl. preislich einigen könnten. Nichts kam.
    Heute habe ich festgestellt, daß sie das Foto rausgenommen und den Preis schlichtweg auf 149.—€ erhöht hatten, so als wäre es ein Schreibfehler gewesen. Es war wie gesagt, nie die Rede davon, der Preis wäre falsch eingestellt worden. Auch habe ich heute erst e das Foto geöffnet, das mir geschickt wurde um den Einkaufspreis zu belegen. Allerdings wurde am Etikett dermaßen rumgekratzt und manipuliert, daß man nur noch Teile roter Striche erkennen kann, mit denen mal ein Preis durchgestrichen war, welcher anscheinend entfernt wurde. So halb aufgeklebt hängt der angebliche Kaufpreis in einer Ecke. Habe nun heute morgen geschrieben (da hatte ich Ihre Seite leider noch nicht gefunden), daß ich den Vorgang bereits gemeldet hätte (wem, ließ ich offen), die Auskunft des Rechtsexperten erhalten hätte, daß die telefonische Zusage des Sohnes bindend war. Ich den Rat erhalten hätte mich nochmal mit dem VK in Verbindung zu setzen. Des Weiteren ich die Meldung zurückziehen würde, sollten wir uns einigen können. Sollte ich bis heute Abend nichts hören, ich die Meldung offiziell machen würde und da der Sohn sich so gut auskennt, er ja sicher wisse, welche Konsequenzen eine Aktion wie diese hätte. Angefangen von der Überprüfung früherer Verkäufe bis hin zum Ausschluss durch eBay. Wobei ich hier zum ersten mal konkret eBay erwähnte.
    In der Hoffnung, damit nichts falsch gemacht zu haben, würde ich mich sehr über eine Antwort und einen Rat von Ihnen freuen. Kurz erwähnen muß ich noch, daß ich das Besteck nicht einfach irgendwo anders kaufen kann, da es im Handel nicht mehr erhältlich ist. Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen

  • #50

    Antwort zu #49 (Dienstag, 09 Oktober 2018 15:48)

    Guten Tag,

    es kam zwischen Ihnen durch die Einigung am Telefonat sicherlich ein mündlicher Kaufvertrag zustande. Allerdings werden Sie diesen im Streitfall wohl nicht beweisen können.

    Ob Sie mit Ihrer Email eine Drohung ausgesprochen und sich in diesem Sinne angreifbar gemacht haben, kann ich nicht beurteilen. Ihre Email kenne ich nicht. Auf die Formulierung kommt es aber an. Die Rechtslage diesbezüglich wird hier erläutert: https://www.recht.help/28-o-457-09/

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #51

    Petra (Dienstag, 09 Oktober 2018 17:03)

    Vielen Dank erstmal für Ihre schnelle Antwort.
    Das ein Kaufvertrag zustande gekommen ist, beweist sich durch
    den anschließenden E-Mail-Verkehr, welchen ich abgespeichert
    habe. Ebenso wie die Original-Anzeige.
    Wichtig war mir hauptsächlich zu wissen, ob die telefonisch gemachte
    Zusage des Sohnes (Preis wurde festgelegt und die Kontodaten würde
    er mir schriftlich zugehen lassen, worum sogar ich gebeten hatte, um
    sicher zu gehen, daß die Daten auch stimmen und ich mich beim Telefonat
    (Handy) nicht irgendwie verhört hätte) bindend ist und ein rechtsgültiger
    Kaufvertrag zustande gekommen ist, wonach er eigentlich verpflichtet ist
    mir den Artikel zu dem eingestellten und telefonisch bestätigen Preis zu
    verkaufen. (Entschuldigung für den „Schachtel-Satz“.)
    Das Ganze ist umso ärgerlicher für mich, da ich ja noch weiter bei der eBay
    Auktion mitgeboten hätte, hätte ich nicht die Zusage des Sohnes gehabt.
    Nochmals vielen Dank