Wenn der eBay-Verkäufer die Lieferung des Artikels verweigern oder Sie gar betrogen worden sind!


Sie haben einen Artikel ersteigert, bezahlt und nun warten Sie auf die Lieferung? Sie haben den Verkäufer schon mehrmals angeschrieben, doch dieser verweigert die Lieferung oder ist gar komplett untergetaucht? 

 

Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei eBay kommt durch Zeitablauf der Auktion ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zwischen Anbieter und Höchstbieter zustande.
  • Der Verkäufer ist dann verpflichtet, die Ware oder zumindest einen gleichwertigen Ersatz zu liefern.
  • Weigert sich der Verkäufer oder behauptet er, dass die Lieferung unmöglich geworden ist, so kann der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten und Schadensersatz einfordern. Der Verkäufer muss nur dann nicht Schadensersatz leisten, wenn er darlegen und beweisen kann, dass er die Unmöglichkeit nicht zu vertreten hat. Das gleiche gilt bei einem Betrug, also wenn der Käufer den Artikel bezahlt hat und der Verkäufer dann nicht mehr reagiert.
  • Der Käufer kann den Anspruch auf Lieferung des Artikels ebenso gerichtlich durchsetzen wie seinen Schadensersatzanspruch.

Sofern Sie uns das Mandat übertragen wollen, können Sie gerne unverbindlich mit uns Kontakt aufnehmen.

 

Schreiben Sie uns einfach eine Email!


Inhaltsverzeichnis


Vertragsschluss bei eBay und eBay-Kleinanzeigen:

Bei eBay gibt der Verkäufer bereits mit Schaltung der Auktion ein rechtsverbindliches Kaufangebot ab, mit demjenigen, der am Ende der Auktion als Höchstbieter feststeht, über den Artikel einen Kaufvertrag zu schließen. Der Bieter erklärt mit seinem Gebot hingegen rechtsverbindlich, dass Kaufangebot des Verkäufers zum Höchstgebot am Ende der Auktion anzunehmen. So wird bei eBay ein wirksamer Kaufvertrag geschlossen (siehe z.B. BGH, Urteil vom 7. November 2001 – VIII ZR 13/01).

ebay-betrug-lieferung-verweigert-hilfe-rechtsanwalt-sven-nelke
Quelle: http://pages.ebay.de/help/policies/user-agreement.htm

Auch die eBay-AGB, die jeder Teilnehmer bei Anmeldung akzeptiert, sehen in § 6 diese Art des Vertragsschlusses vor. Den maßgeblichen Auszug der eBay-AGB finden Sie links. Die kompletten eBay-AGB sind hier abrufbar.

Bei eBay-Kleinanzeigen kommt der Kaufvertrag ganz "klassisch" zustande: Der Verkäufer stellt eine Annonce ein, der Käufer meldet sich und beide werden sich daraufhin einig.


Pflichten des Verkäufers und Käufers bei eBay und eBay-Kleinanzeigen nach Vertragsschluss:

Der Verkäufer ist verpflichtet, die Ware wie beschrieben gegen Zahlung des Kaufpreises zu liefern (siehe § 433 BGB). In § 6 Nr.10 der eBay-AGB wird gar verlangt, dass Verkäufer "in der Lage sein (müssen), die angebotenen Waren dem Käufer unverzüglich nach Vertragsschluss zu übereignen". Ist eine Abholung vereinbart, dann muss er den Artikel zur Abholung bereithalten. Bei Vereinbarung einer Schickschuld, muss er die Ware bei der Post aufgeben.

 

Die eBay-AGB bestimmen in § 6 Nr.9, dass der Käufer den Kaufpreis als Vorkasse zu zahlen hat, wenn durch die Artikelbeschreibung nicht etwas anderes vereinbart worden ist.

 

Das gleich gilt natürlich auch, wenn der Kaufvertrag über eBay-Kleinanzeigen zustande gekommen ist.


Ware wird nicht in der angegebenen Versandzeit geliefert:

Hat der Käufer den Artikel schon bezahlt, kann er auch die Lieferung der Ware verlangen. Geht die Ware nicht in der angegeben Lieferzeit ein, so empfiehlt es sich, zunächst den Verkäufer anzuschreiben und ihn unter Fristsetzung zur Lieferung des Artikels aufzufordern. 

 

Folgendes Musterschreiben können Sie hierzu verwenden:

"Ich habe bei Ihnen den Artikel mit der Artikelnummer 123456789 ersteigert. Die Ware habe ich bereits am 21.5.2015 über PayPal bezahlt. Leider ist mir der Artikel bis jetzt noch nicht zugegangen, obwohl in der Artikelbeschreibung eine Versendungszeit von 3-4 Werktagen nach Zahlungseingang angegeben wurde. Die Lieferzeit ist nunmehr überschritten, weshalb ich Sie auffordern muss, mir den gekauften Artikel innerhalb von 2 Wochen zuzusenden."


Rechte des Käufers bei Nichtlieferung oder gar Betrug des Verkäufers :

Sollte der Verkäufer die Sache trotz Ihrer Aufforderung nicht liefern oder sich gar weigern, dann stehen Ihnen folgende Rechte zu:

● Vertragserfüllung: Verkäufer muss Artikel oder einen gleichwertigen Ersatz liefern

Liefert der Verkäufer nicht, so können Sie Ihren Anspruch auf Übereignung der Kaufsache gerichtlich durchsetzen.

● Alternative: Rücktritt, Erstattung des Kaufpreises und Schadensersatz

Anstatt Vertragserfüllung zu verlangen, können Sie natürlich auch vom Vertrag zurücktreten. In diesem Falle hat Ihnen der Verkäufer den Kaufpreis zurückerstatten und Schadensersatz leisten (siehe § 437 Nr.3 BGB).  Damit eröffnen sich Ihnen folgende Möglichkeiten:


  • Sofern Sie den Artikel über PayPal bezahlt haben, können Sie auch dort im Rahmen des Käuferschutzes den Kaufpreis zurückerstattet bekommen. Weitere Informationen zum Käuferschutz bei Paypal finden Sie hier.
  • Sollten Sie einen gleichwertigen Artikel anderweitig ersteigern, können Sie dem Verkäufer zudem die Mehrkosten in Rechnung stellen. Auch ist es möglich, dem Verkäufer Ihren entgangenen Gewinn aufzuerlegen (siehe § 252 BGB). Dafür müssen Sie nachweisen, dass Sie den Artikel für einen höheren Preis verkaufen hätten können (siehe LG Coburg, Urteil vom 17.09.2012 – 14 O 298-12). Den Verkäufer trifft nur dann keine Schadensersatzpflicht, wenn er die Ware unverschulderter Weise nicht liefern kann. Umstände wie, "der Artikel ist verloren gegangen" oder der "Artikel wurde nachträglich beschädigt" zählen nicht hierzu. Vielmehr muss der Verkäufer darlegen und im Streitfalle auch beweisen, weshalb er für den Verlust oder Untergang des Artikels "nichts dafür kann". Pauschale Antworten sind ungenügend (siehe LG Coburg, Urteil vom 17.09.2012 – 14 O 298-12).

Wann der Verkäufer nicht liefern oder Schadensersatz leisten muss:

Unter besonderen Umständen darf der Verkäufer die Lieferung verweigern. Dies ist aber nur möglich, wenn der Artikel untergegangen ist oder dem Verkäufer die Lieferung unzumutbar ist. 

  • Beachten Sie: Grundsätzlich bleibt der Verkäufer auch bei Untergang der Sache weiterhin zur Lieferung verpflichtet. Soweit es dem Verkäufer möglich und zumutbar ist, muss er sich sogar anderweitig einen gleichwertigen Artikel besorgen und ihnen diesen als Ersatz liefern. 

Sie können in jedem Falle vom Kaufvertrag zurücktreten und Kaufpreiserstattung sowie Schadensersatz einfordern.  Der Verkäufer muss nur dann keinen Schadensersatz leisten, wenn er die Nichtlieferung nicht zu verantworten hat. Siehe oben!


Vorgehensweise bei einem Betrug bei eBay:

Haben Sie als Käufer die Ware ordnungsgemäß bezahlt und liefert der Verkäufer die Ware nicht? Ist der Verkäufer fortan nicht mehr zu erreichen und reagiert auch nicht mehr auf Email? - Es könnte ein Betrug vorliegen! 

 

Leider häufen sich die Betrugsfälle bei eBay. Viele Käufer stehen dann ratlos da und fragen sich, was sie tun sollen? Nicht immer hilft eBay weiter. Opfer sollten wie folgt vorgehen:

  • Melden Sie eBay den Fall!
  • Melden Sie Paypal den Fall, wenn Sie über Paypal bezahlt haben.
  • Falls Sie nicht über Paypal gezahlt haben: Nehmen Sie Kontakt mit Ihrer Bank auf und stornieren Sie den Zahlunsauftrag. Lassen Sie das Geld -falls möglich-  rückbuchen!
  • Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie gegen den Verkäufer Strafantrag wegen Betruges.
  • Suchen Sie einen Rechtsanwalt auf: Dieser wird dann die Strafakte anfordern und so die Adresse des Täters in Erfahrung bringen. Erst dann bestehen Möglichkeiten, gegen den Täter zivilrechtlich vorzugehen.

Hilfe bei Spaßanbietern und Betrügern bei eBay und eBay-Kleinanzeigen!

Auch mit Spaßanbietern oder gar Betrügern kommt natürlich ein rechtswirksamer Kaufvertrag zustande. Oft weigern sich Verkäufer den Artikel zu liefern, weil Sie den Schnäppchenpreis nicht akzeptieren. Dies ist natürlich nicht korrekt! Sie sind an einen Verkäufer geraten, der nicht liefern will, oder werden von einem Käufer zur Lieferung oder Schadensersatzleistung aufgefordert, obwohl Sie nicht liefern können? 

Bei Ihrem eBay-Problem helfen wir Ihnen gerne!

Hier wird Ihnen geholfen!

Gewährleistungsausschluss:

Bitte beachten Sie, dass trotz sorgfältiger Recherche keine Gewähr für die inhaltliche Richtigkeit oder Aktualität, etc. der Informationen übernommen werden kann. Ebenso wird jegliche Haftung ausgeschlossen. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung. Die Informationen sind allgemein gehalten, während eine Rechtsberatung sich inhaltlich ganz konkret mit Ihrem persönlichen Anliegen auseinandersetzt. Es ist daher dringend zu empfehlen, dass Sie sich, soweit Sie konkret betroffen sind, unverzüglich mit einem Rechtsanwalt in Verbindung setzten. Stand der Information: Juli 2018!


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Nach Prüfung werden wir Ihre Frage beantworten. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Beantwortung Ihrer Rechtsfrage grundsätzlich keine Rechtsberatung ersetzt. Auch hier gilt der Gewährleistungsausschluss. Natürlich freuen wir uns auch über Anmerkungen, Verbesserungsvorschläge und ein Feedback!

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Kommentare: 99
  • #1

    Käuferin (Freitag, 21 August 2015 17:02)

    Hallo, ich habe bei ebay Kleinanzeigen ein Handy gekauft. Der Verkäufer hatte es dort angerufen und dann haben wir telefoniert. Er gab mir seine Kontodaten und ich habe das Geld überwiesen. Dann habe ich lange gewartet, aber der Verkäufer hat nicht geliefert. Anfangs vertröstete er mich noch. Jetzt geht er nicht mehr ans Telefon ran. Ich habe nur einen Namen von ihm und da weiß ich noch nicht mal, ob es der richtige Name ist. Dann habe ich noch eine Telefonnummer und eben die Kontodaten. Ich habe den Betrug schon bei ebay Kleinanzeigen gemeldet. Die können mir aber nicht helfen, weil ich nicht über paypal gezahlt habe. Was soll ich jetzt tun? Ich fühle mich betrogen und will mein Geld wieder zurück!!! Können Sie mir bitte helfen!!!

  • #2

    Antwort zu #1 (Freitag, 21 August 2015 17:15)

    Hallo,

    leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie eventuell betrogen sind. Mir ist ein weiterer Fall bekannt, wo einMandant mit dem Verkauf eines iPones bei eBay-Kleinanzeigen betrogen wurde. Geben Sie die Kontonummer, bzw. IBAN-Nummer einmal bei google ein; eventuell handelt es sich um eine Betrugsserie und Sie stoßen in einem Forum auf weitere Geschädigte.

    Sie sollten in jedem Falle folgendes tun:

    1. Gehen Sie zur Polizei und stellen Sie einen Strafantrag oder Strafanzeige wegen Betruges und aller in Betracht kommenden Delikte.

    2. Sprechen Sie mit Ihrer Bank und fragen Sie nach einer Stornierung der Überweisung. Machen Sie der Bank klar, dass Sie auf einen Betrüger bei eBay-Kleinanzeigen reingefallen sind und fechten Sie gegenüber der Bank Ihre Überweisungserklärung nach § 123 BGB wegen arglistiger Täuschung an. Eventuell können Sie das Geld so zurückbekommen. Einige Banken sind kulant.

    3. Suchen Sie einen Rechtsanwalt auf. Dieser hat das Recht auf Akteneinsicht in die Ermittlungsakte. Vielleicht haben Sie Glück und der Täter konnte von der Polizei oder Staatsanwaltschaft bereits ermittelt werden. In diesem Falle können Sie das Geld zurückfordern und notfalls auch gerichtlich einklagen.

    Ich hoffe, Ihre Frage beantwortet zu haben.

    Viele Grüße

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #3

    D. B. (Montag, 19 Juni 2017 18:33)

    Sehr geehrte Damen und Herren, ich habe folgendes Problem.

    Ich habe über Ebay mehrere Auktionen per Sofort Kauf erworben, es handelte sich um recht günstige Kfz Teile. Ich habe diese auch gleich per Paypal bezahlt. 2 Tage später bekam ich eine Enail, das irgendwelche Systemprobleme vorlagen, wovon auch der Preis betroffen war. Bei einer weiteren Email eröffnete der Verkäufer über Ebay einen Fall, wo er mich durch "sönstige Gründe" um Rücknahme bat. Dies lehnte ich aber ab, und vermerkte das ich die Ware geliefert haben möchte.

    Mittlerweile hat der Verkäufer das Geld per Paypal zurück erstattet.
    Die Teile bietet der Käufer jetzt zu anderen Preisen weiter über Ebay an.

    Hab ich die Möglichkeit dem Verkäufer erneut das Geld zu zahlen, und auf die lieferung der Teile zu bestehen?

    Vielen Dank für Ihre Auskunft

    D. B.

  • #4

    Antwort zu #3 (Donnerstag, 22 Juni 2017 10:06)

    Guten Tag,

    grundsätzlich ist jeweils ein wirksamer Kaufvertrag zustande gekommen, weshalb der Verkäufer zur Lieferung der Artikel verpflichtet ist.

    Der Verkäufer könnte den Vertrag aber angefochten haben. Dies ist dann der Fall, wenn er sich über den Preis geirrt hat, also einen falschen Preis irrtümlich eingegeben hat. Dies scheint hier wohl der Fall zu sein, weswegen Sie keine Rechte aus dem Vertrag herleiten können. Gleichwohl kenne ich das Vorbringen des Verkäufers nicht, weswegen ich keine eindeutige Aussage treffen kann. Sie sollten einfach noch einmal nachfragen, wenn Sie es nicht verstanden haben.

    Im Übrigen ist der Verkäufer nunmehr verpflichtet, Ihnen den sogenannten Vertrauensschaden zu ersetzen. Sollten Sie also Ausgaben gehabt haben, die Sie im Vertrauen auf den Erhalt der Waren gemacht haben, dann können Sie diese Kosten ersetzt verlangen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #5

    Michael (Mittwoch, 05 Juli 2017 12:39)

    Guten Tag,
    ich habe gerade mit großem Interesse Ihren Artikel gelesen - jedoch vermisse ich Informationen über die Pflichten des Käufers, bzw. was ich als Verkäufer tun kann, wenn der Käufer nicht zahlt. Im konkreten Fall wurde die Ware durch mich leider schon versendet, obwohl die Paypal-Zahlung noch nicht vollständig abgewickelt war. Wie ich erst nachträglich lernen musste, bedeutet bei Paypal der Rechnungsstatus "bezahlt" nicht dass die Rechnung bezahlt ist, wie man normalerweise annehmen würde. Paypal sagt, dass dies kein Fall für den (Ver)käuferschutz ist, und der Käufer meldet sich nicht mehr... Mich würde interessieren, was ich in diesem Fall für eine Handhabe habe (Anzeige, Mahnung, etc).
    Viele Grüße
    Michael

  • #6

    Antwort zu #5 (Freitag, 18 August 2017 09:56)

    Guten Tag,

    zahlt der Käufer nicht, obwohl er den Artikel bereits erhalten hat, dann bleibt er zur Zahlung verpflichtet. Sie sollten ihn außergerichtlich unter Fristsetzung zur Zahlung auffordern und wenn dies nichts bringt, nach Ablauf der Frist am besten einen Rechtsanwalt aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #7

    Martina (Samstag, 19 August 2017 20:48)

    Guten Tag,

    ich habe kürzlich über den Button "Preisvorschlag" nach einigem Hin- und Her der Preisangebote einen Bildband bei eBay "ersteigert". Dieser Bildband wurde in der Artikelbeschreibung als "wie neu und ohne Mängel" beschrieben. Zu diesem Bildband gehört auch ein Karton"umschlag" wie es bei teureren Bildbänden nunmal der Fall ist. Dieser Umschlag war ebenfalls auf den Fotos zu sehen und somit doch im Angebot enthalten, oder?
    Nun erhielt ich eine Nachricht von der Verkäuferin, dass sie den Bildband verschicken wollte, ihr jedoch aufgefallen sei, dass der Umschlag an einer Ecke beschädigt sei. Ob das für mich trotzdem okay sei oder ich den Kauf rückabwickeln wolle.
    Das Problem dabei ist, dass ein solcher Bildband nicht mehr hergestellt wird und dass ein vergleichbarer gebrauchter Bildband momentan ab 150€ gehandelt wird. Ich habe diesen vermeintlich mangelfreien Bildband jedoch für einen deutlich günstigere Preis ersteigert und möchte auch eigentlich einen mangelfreien Bildband erhalten.
    Wie sollte ich jetzt vorgehen?
    Ist es möglich, dass ich einen mangelfreien Bildband erhalten kann, auch wenn die Verkäuferin nur den einen hat, oder kann ich neben der Rückabwicklung des Vertrages auch Schadensersatz verlangen, sodass ich mir einen Bildband zum Preis von mindestens 150€ kaufen könnte?

    Mit freundlichen Grüßen
    Martina

  • #8

    Antwort zu #7 (Montag, 21 August 2017 13:35)

    Guten Tag,

    sofern die vereinbarte Sollbeschaffenheit von der tatsächlichen Istbeschaffenheit erheblich zu Ihren Lasten abweicht, liegt ein Sachmangel vor. Das kann ich nicht beurteilen, da ich den Bildband nicht kenne und nicht beurteilen kann, ob der Mangel erheblich ist.

    Sie sollten bei einem erheblichen Mangel den Verkäufer unter Fristsetzung zur Nachbesserung auffordern. Tut er dies nicht, so können Sie entweder die Herausgabe verlangen (sofern es sich nicht um eine sogenannte Stükschuld handelt) oder vom Vertrag zurücktreten und anderweitig einen Deckungskauf veranlassen. Dem Verkäufer dürfen Sie die Mehrkosten des Deckungskaufs in Rechnung stellen.

    Bitte beachten Sie aber auch, dass ich den Fall anhand der vorhandenen Informationen nicht abschließend prüfen kann. Ich beschreibe lediglich die Rechtslage, die bei einem erheblichen Mangel eintreten könnte. Auch kann ich nicht beurteilen, ob eine Stückschuld vorliegt oder nicht. Dadurch, dass es grundsätzlich noch andere derartige Artikel gibt, ist zwar von einer Gattungsschuld auszugehen. Doch müsste für eine abschließende Beurteilung der Artikeltext geprüft werden.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #9

    Peter Schmieder (Donnerstag, 31 August 2017 05:38)

    Guten Tag,
    ebay-Betrug:
    Betrüger meldet sich mit falschem Namen an (kein Problem, ebay akzeptiert dies)
    Betrüger verkauft Waren und lässt sich diese auf falsche Konten bezahlen (ebay akzeptiert auch dies)
    Nach Strafanzeige kommt der volle Umfang des Betrügers heraus. Name unbekannt.
    Inwieweit ist ebay haftbar zu machen, weil durch eine lasche Anmeldung und Handeln unter falschem Namen ebay alles duldet und auch noch daran Geld verdient.

  • #10

    Antwort zu #9 (Donnerstag, 31 August 2017 10:16)

    Sehr geehrter Herr Schmieder,

    wenn Sie beweisen können, dass ebay zumindest wissentlich die Betrugsvorgänge geduldet hat, dann könnte an eine Gehilfenhandlung zu denken sein, die im Ergebnis zumindest eine Schadensersatzpflicht nach sich zöge. Allerdings werden Sie dies wohl nie zweifelfrei beweisen können, weshalb ich Ihre Frage wie folgt beantworte: ebay hat sich wohl gar nicht haftbar gemacht oder kann zumindest nicht überführt werden.

    Sie sollten Strafanzeige erstellen. Eventuell ist der Täter über die Konten zu ermitteln. Falls Sie über PayPal gezahlt haben, können Sie prüfen, ob Sie dem dortigen Käuferschutz unterliegen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #11

    Peter Schmieder (Donnerstag, 31 August 2017 18:23)

    Guten Tag Sven Nelke,
    Danke für Ihre Antwort
    Strafanzeige wurde bereits gestellt und die Staatsanwaltschaft hat geantwortet. Der Betrüger hat unter falschem Namen gehandelt und auch Konten mit falschem Namen gehabt. Er wurde nicht ermittelt.
    Ich wollte eigentlich auf den Basis-Fehler von ebay hin: das jemand sich unter falschem Namen anmelden kann und handeln kann. Hat hier ebay nicht schon seine Sorgfaltspflichten verletzt? Sicherlich kennen Sie dieses lasche Anmelden: ich melde mich z.B. mit Ihrem Namen an und es wird die Schufa abgefragt. Und wenn Sie bei ebay noch keinen account haben, dann bin ich drin.....
    viele Grüße
    p.schmieder

  • #12

    Antwort zu #11 (Donnerstag, 31 August 2017 18:32)

    Guten Tag,

    dieser "Basisfehler" besteht, doch ist ebay nicht verpflichtet, die Indentität der User zu verifizieren. Deswegen ist der "Basisfehler" auch nicht justiziabel.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #13

    Moritz (Sonntag, 08 Oktober 2017 12:29)

    Guten Tag,
    ich habe auf eBay eine Ware im Wert von 200€ gekauft. Ich hatte schon schnell nach der Überweisung des Geldes ein schlechtes Gefühl, da ich eine Warnung von EBay erhalten habe. Ich wollte dennoch auch erstmal abwarten, da der Verkäufer mir zusicherte, die Ware zu verschicken. Ich habe mir trotzdem ein Foto des Personalausweises schicken lassen (Verkäufer ist minderjährig).
    Zwei Tage nach dem Kauf erhielt ich ein leeres Paket von dem Verkäufer. Ich rief diesen sofort an. Er hat bestritten, ein leeres Paket verschickt zu haben. Ich habe ihm gesagt, er solle mir innerhalb von 30 Minuten das Geld überweisen - dies hat er auch getan. Trotzdem fühle ich mich betrogen, und möchte nicht, dass andere auf den selben Betrüger reinfallen.
    Ist eine Anzeige möglich? Was würde dann passieren? Oder wird die Anzeige wahrscheinlich eh eingestellt werden, bevor auch nur eine Verhörung stattfindet?

    Mit freundlichen Grüßen
    Moritz

  • #14

    Antwort zu #13 (Montag, 09 Oktober 2017 10:31)

    Sehr geehrter Moritz,

    Sie können bei der Polizei eine Anzeige aufgeben. Oftmals werden diese Verfahren aber eingestellt. Darüber hinaus sollten Sie eine negative Bewertung abgeben. Bleiben Sie hierbei aber sachlich und vermeiden Sie Wertungen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #15

    Diana (Montag, 30 Oktober 2017 11:36)

    Guten Tag,
    Ich habe von eine Betruger Anzeigen reingefallen, aber zum "Glück", vor der bezahlung, habe ich gesenhn in der einzigue Foto des Anzeigue das baujahr war nicht was er hat in der titel und in der beschreibung von der Ware geschrieben.

    Ich habe sofort über Ebay der Verkäufer kontaktiert für diesen Kauf abbrechen. Er hat sofort antworten ,,dass er diesen Kauf nicht mehr abbrechen kann".

    Gleichzeitig (vor der antwort von de Verkäufer) habe ich auch per Telefon Ebay kontaktiert und gemeldet das ich Opfer von ein Betruger Anzeige war.

    Frage ich:

    1. was passiert wenn ich nich bezahlen,
    2. er kann die Ware senden, ohne dass ich die Zahlung an ebay bestätigt habe,
    3. er hat Zugriff auf meine Adresse vor der Ebay Zahlungsbestätigung,
    4. ich lebe zurzeit im Ausland und habe ein Postfach in eine Privat Paket Station , kann ich diese Postfach abmelden?
    5. Kann ich der Paket von Post nicht annehmen?

    Ich danke in Voraus

    Mit freundlichen Grüßen
    Diana

  • #16

    Antwort zu #15 (Montag, 06 November 2017 14:05)

    Guten Tag,

    da ich den Sachverhalt nicht verstehe, kann ich Ihnen auch nicht antworten. Insbesondere kann ich nicht prüfen, ob es sich um eine "Betrugsauktion" gehandelt hat. Grundsätzlich müssen geschlossene Verträge aber bedient werden, solange sich ein Vertragsteil nicht aus berechtigten Gründen lösen darf. Letzteres kann ich -wie gesagt- nicht beurteilen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #17

    Inge (Mittwoch, 24 Januar 2018 17:48)

    Hallo,
    ich habe einen Artikel bei Ebay gekauft und diesen auch bezahlt. Das war Ende Oktober 2017. Die Ware habe ich nie erhalten.
    Ich hatte mich dazu entschieden keine Strafanzeige zu stellen, da ich sowohl im Internet als auch bei einem bekannten Polizisten die Lage als aussichtslos erklärt bekommen hatte.
    Heute (Ende Januar) hat mich die Polizei angerufen und stellte fragen zu meinem Betrugsfall. Auf dem Bankkonto des Betrügers sei wohl auch mein Name bzw. meine Überweisung ins Auge gefallen.
    Meine Frage nun: Wann "verjährt" so eine nachträgliche Strafanzeige?
    Danke für die Hilfe.

  • #18

    S. (Dienstag, 13 Februar 2018 11:00)

    Hallo.

    Ich habe bei Ebay ein neues verpacktes Smartphone per Preisvorschlag ersteigert. Dieses dann auch per Überweisung gezahlt, leider wurde kein PayPal angeboten. Nach kurzer Zeit fragte der Verkäufer schon wann ich gezahlt habe, mehrfach. Dann sendete ich einen Screenshot der Überweisung. Und dann wurde die Kommunikation miserabel mit ständigen Ausreden. Dann bestätigte er dass das Geld abgekommen sei. Nach einigen Tagen fragte ich wieder nach und bekam nun die Aussage, das Handy sei nicht mehr verfügbar, weil jemand die Packung geöffnet hat und es in Betrieb genommen hat und nun einen Kratzer hat etc.
    Das wäre aber gar nicht passiert, wäre er seiner Pflicht nachgekommen und hätte es längst, wie auch versprochen, an mich verschickt oder zumindest schon verpackt etc.
    Nun Möchte ich jedoch nicht nur das Geld zurück, denn der Preis war recht gut und ich finde keines zu dem Preis. Ich möchte dass er mir ein gleichwertiges besorgt oder mir mitteilt dass ich eins kaufe und er ebenfalls den Unterschiedsbetrag übernimmt. Welche Lösung er wollte sollte er mir mitteilen. Ebenfalls setzte ich ihm eine Frist von 7 Werktagen. Leider wieder keine Reaktion seitens des Verkäufers. Wir sind beide Privatpersonen.

  • #19

    Michael (Donnerstag, 15 Februar 2018 14:39)

    So habe ich es reingesetzt und der Käufer hat den Artikel nicht bezahlt erst wo ich dann einen Fall geöffnet habe dann hat er Gezahlt und ich habe ihnen das Geld zurücküberwiesen da ich nicht mehr an ihn Verkaufen möchte weil er nach 7 Tage nicht bezahlt hat. Ist das rechtens oder hat er recht das er auf die Ware bestehen kann.
    Hinweis: Bestimmte Zahlungsmethoden werden in der Kaufabwicklung nur bei hinreichender Bonität des Käufers angeboten.
    Zahlungshinweise des Verkäufers
    "Hinweis an Spaßbieter Sollte trotz Höchstgebot der Artikel nicht innerhalb von 7 Tagen nach Auktionsende bezahlt und abgenommen werden, behalte ich es mir ausdrücklich vor, vom Kaufvertrag zurückzutreten und anstatt Abnahme und Zahlung des Kaufpreises einen pauschalen Schadensersatz einzufordern, den ich nach billigem Ermessen maximal auf 30 % Ihres Schlussgebots festsetzen w

  • #20

    Kira (Samstag, 24 Februar 2018 09:08)

    Wieso wird hier nirgends erwähnt, dass bei "Ebay Kleinanzeigen" das "Bar bezahlen" die Bezahlweise ist? Man sollte nie, nie, niemals jemanden bei den Kleinanzeigen Geld überweisen, denn dort schließt man keinen Verkaufsvertrag in dem Sinne ab, d.h. man ist auch nicht vor Betrug geschützt! Warum erwähnt das hier kein Mensch?

  • #21

    Michael (Samstag, 24 Februar 2018 16:46)

    Hallo, bei der erneuten Einstellung des Angebots ist eBay oder mir ein Fehler unterlaufen und das Angebot wurde statt der 100,- EUR mit 1,00 EUR eingestellt, was ich nicht realisiert habe. Im Anzeigentext steht explizit drin das das Startgebot bei 100,- EUR liegt. Ich habe es dem Käufer erklärt aber dieser will gleich eine Anzeige aufgeben oder Schadenersatz. Ihm sind bis jetzt keine Kosten entstanden. Ich habe ihm sogar angeboten das Sakko für 80,- EUR zu verkaufen als Entgegenkommen für den Fehler. Ich bin der Annahme dass es nicht meine Schuld ist aber ich kann das 400,- EUR Sakko nicht für 1,00 EUR verkaufen.
    Bin ich dennoch dazu verpflichtet das Sakko für den Preis herzugeben?
    Vielen Dank im Voraus.
    Michael

  • #22

    Antwort zu #17 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:36)

    Guten Tag,

    ein Strafantrag ist nur erforderlich, wenn der Schaden mehr als 50 € ausmacht. Dann wäre dieser binnen 3 Monaten schriftlich zu stellen. Aber auch in diesen Fällen sollten Sie den Sachverhalt zur Anzeige bringen, da die Staatsanwaltschaft das öffentliche Interesse annehmen kann und so Ermittlungen oder Strafverfolgungsmaßnahmen einleitet.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #23

    Antwort zu #18 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:38)

    Guten Tag,

    Sie haben einen Anspruch auf Übereignung des Artikels zu den angebotenen Konditionen. Diesen Anspruch sollten Sie, nachdem sich der Verkäufer nunmehr in Verzug befindet, anwaltlich geltend machen. Auch hier gilt, dass eine Strafanzeige gestellt werden sollte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #24

    Antwort zu #19 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:40)

    Guten Tag,

    wenn Sie eine Zahlungsfrist bereits in der Artikelbeschreibung bestimmt haben und diese Überschritten wurde, dann können Sie vom Kaufvertrag zurücktreten. Ob Sie Schadensersatz geltend machen können, ist fraglich. Diesbezüglich verweise ich auf die Ausführungen im Fließtext.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #25

    Antwort zu #20 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:44)

    Guten Tag,

    danke für Ihren Hinweis. Sie verkennen, dass diese Seite die Rechtslage für bestimmte Fälle zeichnet. Eine Barzahlung ist zwar relativ sicher, da man den Artikel Zug um Zug erhält. Dennoch ist eine Barzahlung nicht immer möglich. Zudem können auch durch Barzahlungen Probleme auftreten, etwa wenn der Verkäufer ein Plagiat übereignet und sich erst, nachdem schon bezahlt wurde, herausstellt, dass der Artikel nicht original ist. In diesen Fällen kann der Verkäufer argumentieren, dass der Käufer den Artikel "gekauft wie gesehen" hat und deswegen keine Ansprüche mehr geltend machen kann. Diese Argumention kann widerlegt werden, doch stellt dies ersteinmal eine Hürde da, die es zu nehmen gilt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #26

    Antwort zu #21 (Dienstag, 27 Februar 2018 10:46)

    Guten Tag,

    bei einem Erklärungsirrtum können Sie den Kaufvertrag auch nachträglich noch unverzüglich anfechten und somit "frei" werden. Im Zweifel haben Sie Ihren Irrtum zu beweisen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #27

    Gerhard Hill (Montag, 05 März 2018 22:18)

    Hallo !
    Habe eine ziemlich teure Ware 3250€, von jemandem auf E-Bay gekauft und natürlich auch bezahlt. Die Ware kam auch nach drei Wochen nicht an aber der Verkäufer hat mir einen Beleg zugeschickt aus dem hervorgeht das ein Päckchen an einem bestimmten Datum an meine Adresse versendet wurde. Nachfragen bei DHL haben ergeben das es auch ausgeliefert wurde aber mit der Bemerkung das an "eine anwesende Person " übergeben wurde. Die Hotline von DHL hab ich auch angerufen wo man mir versicherte das die Sendung in meinen Briefkasten geworfen wurde, ist aber nicht der Fall da ich bis dato nichts von dem Absender erhalten habe. ( was stimmt da und was nicht ) Der Verkäufer hat die Sendung auch nicht extra versichert verschickt. Nun sitz ich auf einem beträchtlichen finanziellen Schaden und keiner, nicht der Verkäufer und auch nicht DHL, fühlen sich verantwortlich. Was kann ich tun ? Dem Verkäufer glaube ich, ich habe ihn mehrfach kontaktiert... Beleg über Versendung und Ankunft bei DHL in A. ist auch vorhanden. Nun bin ich der Lackierte !!! Wen kann ich dafür verantwortlich machen ???

  • #28

    Antwort zu #28 (Mittwoch, 14 März 2018 10:35)

    Guten Tag,

    wenn der Verkäufer im Zweifel beweisen kann, dass er die Sache abgeschickt hat, dann ist er aus der Haftung raus. Dies ist in Ihrem Fall anzunehmen. Handelt es sich bei dem Verkäufer aber um einen Unternehmer von dem Sie als Privatperson kauften, dann können Sie nach wie vor Lieferung verlangen, weil Unternehmer grundsätzlich das Risiko des Verlusts auf dem Postwege in diesem Falle zu tragen haben. Das sollte in diesem Fall aber noch gesondert geprüft werden, denn bei jeder Regel bestehen auch Ausnahmen.

    Wenn -und das ist wohl wahrscheinlich- die DHL das Paket an eine fremde Person zugestellt hat, dann haftet grundsätzlich die DHL dafür. Das Problem ist, dass der Beweis hierfür nicht so einfach zu führen ist. Sie sollten zunächst einmal die Polizei aufsuchen und Strafanzeige stellen. Sodann sollten Sie mit der DHL Kontakt aufnehmen und wenn diese sich weiterhin verweigert, dann sollten Sie einen Anwalt aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #29

    Timo (Freitag, 20 April 2018 17:11)

    Hallo,

    Ich habe bei einem Händler auf ebay eine Klimaanlage gekauft, der Kaufpreis wurde mit PP bezahlt. Nun teilte mir der Händler mit das er leider feststellen musste das er die Klimaanlage bereits beschädigt vom Hersteller geliefert bekommen hat dieser die Klimaanlage aber nicht ersetzen kann da es bereits ein Nachfolge Modell gibt und das von mir gekaufte nicht mehr vom Hersteller lieferbar ist. Habe ich in diesem Fall weiterhin Anspruch auf Erfüllung des Kaufvertrages? Müsste der Händler die sollte er das zum Kauf angebotene Gerät nicht Kiefer können mir ansonsten das nachfolge Modell zukommen lassen?

    Danke für Ihre Antwort

  • #30

    AW-K (Donnerstag, 26 April 2018 11:48)

    Guten Tag!
    Ich habe ein Fahrrad bei Ebay in einem Tages Wow Deal gekauft per Sofortkauf und direkt per Paypal bezahlt. Dieser Artikel war an diesem Tag 80 Euro günstiger gegenüber dem regulärem Preis. Beim Händler angerufen da nach einer Woche noch keine Info über den Versand kam. Ausrede: Die Zahlung sei nicht richtig zugeordnet worden, er kümmere sich darum. Eine Stunde später hat der Händler ohne Kommentar das Geld per Paypal zurückgezahlt. Ich möchte aber die Ware haben. Was hat man gegen den Händler in der Hand? Er muss doch normalerweise den Kaufvertrag erfüllen, oder? Mit freundlichen Grüßen aus Köln!

  • #31

    Antwort zu #29 (Donnerstag, 26 April 2018 17:17)

    Guten Tag,

    Sie haben einen Anspruch auf Lieferung, wenn es sich um eine Gattungsschuld handelt, also der Artikel noch auf dem Markt erhältlich ist. Das kann ich nicht beurteilen. Einen Anspruch auf Lieferung des Nachfolgemodells haben Sie nicht, da Sie es nicht gekauft haben.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #32

    Abtwort zu #30 (Donnerstag, 26 April 2018 17:22)

    Guten Tag aus Köln,

    ja, der Händler muss erfüllen. Er kann sich nur unter bestimmten Voraussetzungen vom Kaufvertrag lösen. Einfach das Geld zurücküberweisen und das noch kommentarlos geht nicht. Vielmehr sicherte er Ihnen den Versand sogar noch am Telefon zu. Das Telefonat können Sie aber nicht beweisen. Sie sollten nunmehr via Email an ihn herantreten und unter Fristsetzung zur Annahme des Kaufpreises und Herausgabe des Fahrrads auffordern. Wenn er dies nicht oder nicht rechtzeitig tut, stehen Ihnen ggf. weitere Rechte zu. Wenn Sie dann immernoch die Erfüllung wollen, sollten Sie einen Rechtsanwalt aufsuchen oder aber direkt klagen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #33

    AK (Donnerstag, 24 Mai 2018 09:59)

    Hallo, Ich habe eine Drohne (inkl. Zubehörpaket) auf eBay über Sofortkauf für 360€ gekauft (mit Gutschein 324€). Die Drohne (inkl. Zubehörpaket) ist zurzeit auf eBay bei diversen Anbietern für 500€ (+-10€) erhältlich. Einige Tage vor dem Kauf waren auch Angebote auf eBay für unter 300€. Ich habe die Ware schließlich zum oben genannten Preis bei der eBay Seite eines Elektromarkts einer deutschlandweit tätigen Fachmarktkette gekauft. Ein anderer Markt dieser Kette hat die gleiche Drohne (inkl. Zubehörpaket) im April für 285€ angeboten gehabt. Mir wurde aber nur die Drohne (ohne Zubehörpaket) geliefert, obwohl in der Artikelbezeichnung ganz klar das Zubehörpaket aufgeführt ist. Auf Nachfrage erklärte der Markt, dass es bei der Angebotseinstellung ein Fehler (anscheinend sollte das Zubehörpaket nicht inklusive sein) gab und mir wurde eine Rückerstattung angeboten. Als ich auf Lieferung bestand, wurde mir gesagt, dass das nicht möglich sei, da die Ware aktuell nicht auf Lager ist. Kann der Verkäufer in diesem Fall einen Erklärungsirrtum geltend machen? Der besteht ja erst bei Vertragsabschluss und ich habe Mal gelesen, dass dies nicht für Kaufangebote im Internet gilt, da dies vor dem Vertragsschluss stattfindet. Ist überhaupt bei der Preisdifferenz ein Erklärungsirrtum vorhanden? Wenn der Verkäufer sagt, dass er die Ware nicht lieferbar ist, weil sie nicht auf Lager ist, kann er gleichzeitig einen Erklärungsirrtum geltend machen? Muss er nicht aufgrund der Gattungsschuld, solange es ihm nicht unzumutbar ist die Ware irgendwo anders einkaufen. Dazu kommt, dass der Markt im Nachbarort der gleichen Kette die Ware auf Lager hat. Für mich scheint es, dass nach den eBay AGBs und dem BGB der Verkäufer keine rechtliche Grundlage für einen Rücktritt vom Kaufvertrag hat.

  • #34

    Käuferin (Sonntag, 27 Mai 2018 18:23)

    Sehr geehrter Herr Nelke,
    ich habe über Ebay ein Möbelstück eines bekannten Designers ersteigert, zu einem sehr güngstigen Preis. Der Verkäufer hat mir eine Nachricht zukommen lassen, dass das Möbelstück bei seinem Freund abzuholen wäre und den Namen, die Adresse und die Telefonnummer seines Freundes zwecks Verreinbarung des Abholtermins hinterlassen. Unter der Telefonnummer war niemand erreichbar. Auf meine mehrere Nachrichten reagiert der Verkäufer nicht. Ich habe seinen Namen, die Adresse und die Festnetznummer im Telefonbuch gefunden und den Verkäufer telefonisch erreicht. Er versprach mir sich zu kümmern, dass ich einen Abholtermin bekomme. Seitdem höre ich nichts von ihm. Seit dem Auktionsende ist eine Woche vergangen. Bei diesem Kauf handelt es sich um eine Abholung und Zahlung bei Abholung. Abholen kann ich die Ware nur am Wochenende. Meine Frage lautet: ist es rechtlich korrekt und durchsetzbar, wenn ich dem Verkäufer ein Schreiben (Einschreiben mit Rückschein) mit der Forderung mir einen Abholtermin an 3 Wochenenden seiner Wahl bis zum bestimmten Termin (Frist) zusende? Gleichzeitig würde ich den Verkäufer in Kenntnis setzen, dass ich rechtliche Schritte einleiten werde, wenn er mir keinen Abholtermin nennt und die Ware nicht aushändigt.
    Vielen Dank
    Mit freundlichen Grüßen

  • #35

    Antwort zu #33 (Freitag, 08 Juni 2018 12:16)

    Guten Tag

    meiner Meinung nach handelt es sich um einen Inhaltsirrtum und der Verkäufer durfte den Kaufvertrag anfechten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #36

    Antwort zu #34 (Freitag, 08 Juni 2018 12:17)

    Guten Tag,

    Ihr beabsichtiges Schreiben ist zu empfehlen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #37

    bernd herrmann (Donnerstag, 21 Juni 2018 09:39)

    hallo,
    habe bei einer auktion einen tv für 5532,- euro ersteigert und gleich anschließend per paypal bezahlt...daraufhin bekam ich vom verkäufer eine rückmail :
    "leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Ware nicht mehr verrfügbar ist.
    Aus dem Grund musste ich leider den Kauf abbrechen und bitte um Ihr Verständnis.
    Ihre bereits getätigte Zahlung wird zurück überwiesen."
    er überwies das geld zurück, hat aber genau den gleichen tv als sofortkauf für 6999,- euro noch bei ebay eingestellt...habe das an ebay gemeldet, denke die können aber wohl auch nicht viel tun....im internet habe ich gelesen gerichtliches mahnverfahren einleiten..?...was raten Sie mir ?
    mfg
    bernd herrmann

  • #38

    Antwort zu #37 (Donnerstag, 21 Juni 2018 12:28)

    Guten Tag Herr Herrmann,

    Ihr Fall passt thematisch nicht in diesen Bereich. Unter https://www.recht.help/informationen/ebay-recht-und-internetrecht/abbruch-einer-ebay-auktion-vertragsschluss/ finden Sie nähere Informationen. Sie sollten zunächst aber einmal nach dem Grunde abfragen, warum die Ware nicht mehr verfügbar ist, wenn Sie doch noch verkauft wird.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #39

    Koch (Freitag, 13 Juli 2018 09:45)

    Ich habe bei eBay Spielkarten verkauft und unversichert versendet.
    Käufer verlangt Rückzahlung, da Ware angeblich nicht angekommen.
    Einen Nachforschungantrag habe ich bei Post gestellt.
    Wie soll ich jetzt reagieren.
    Danke für die Antwort.

  • #40

    Antwort zu #39 (Montag, 16 Juli 2018 10:10)

    Guten Tag,

    die Rechtslage wird hier erörtert: https://www.recht.help/informationen/ebay-recht-und-internetrecht/ebay-kleinanzeigen-amazon-probleme-beim-versand/

    Aufgrund der wenigen Informationen vermag ich nicht, Ihnen eine Empfehlung auszusprechen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #41

    Marion Rood (Sonntag, 05 August 2018 21:38)

    Ich habe was ersteigert für 1 Euro und der Verkäufer versendet nicht. Ich habe mal geschaut nach dem Wert und so ein Jacket kostet neu zwischen 200 und 500 Euro. Jetzt weiß ich auch warum nicht versendet wird. Der Verkäufer will das wohl jetzt nicht für 1 Euro abgeben. Was kann man da jetzt am besten machen? Ich will natürlich meine Ware und nicht das Geld zurück. Das bekomme ich auf jeden Fall weil ich mit PayPal gezahlt habe. Der Fall bei eBay wurde jetzt geschlossen und ich bekomme mein Geld zurück. Ich möchte aber meine Ware. Ich habe gelesen das es sich nicht lohnt Anzeige wegen Betrug bei der Polizei zu erstatten. Welche Kosten kommen auf mich zu wenn ich es einklagen möchte?

  • #42

    Antwort zu #41 (Montag, 06 August 2018 10:09)

    Guten Tag,

    oben im Text finden Sie einen Leitfaden, den Sie folgen sollten. Insbesondere sollten Sie den Verkäufer unter Fristsetzung zur Lieferung auffordern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #43

    Manuela (Montag, 20 August 2018 12:01)

    Ich hebe einen Schrank bei ebay gekauft. Vor dem kauf habe noch einmal um eine Bestätigung gebeten, dass der Schrank aus Massivholz ist. Ich habe schriftlich die Bestätigung bekommen. Habe bezahlt und bei der Lieferung festgestellt, dass der Schrank aus Sperholz ist. Kann ich eine Kaufrückentwiklung verlangen.
    Danke, mfG
    Manuela

  • #44

    Antwort zu #43 (Montag, 20 August 2018 14:45)

    Guten Tag,

    wenn Ihnen zugesagt worde ist, dass der Schrank aus massivem Holz ist und dies letztendlich nicht der Wahrheit entspricht, dann fürden Sie die Rückabwicklung, u.a. verlangen. Sie sollten den Verkäufer anschreiben und unter Fristsetung auffordern, entweder den Schrank in Massivholz zu senden oder aber den Kaufvertag rückabzuwickeln. Wenn er nicht reagiert oder sich weigert, dann müssen Sie vom Kaufvetrag zurücktreten und Rückabwicklung einfordern.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #45

    WF (Donnerstag, 30 August 2018 04:33)

    Hallo,

    bzgl. "Den Verkäufer trifft nur dann keine Schadensersatzpflicht, wenn er die Ware unverschulderter Weise nicht liefern kann".

    Auch wenn eBay-Auktionen mit Vorbestellungen, d.h. mit noch nicht physisch vorhandener Ware, eigentlich laut AGB nicht erlaubt sind, findet man diese täglich in vielen Rubriken:
    Nach Vorbestellung und sofortiger Bezahlung eines limitierten Artikels (1.000 Stück) erhält der Käufer dieses Sammlerstück einige Monate später geliefert - leider in beschädigtem und irreparablem Zustand. Der Verkäufer wird mit Fristsetzung zur Nacherfüllung in Form einer mangelfreien Ersatzlieferung aufgefordert. Er verweigert sofort die Nacherfüllung bzw. Lieferung, da diese limitierte Ware bei ihm, seinem Zulieferer und beim Hersteller ausverkauft ist bzw. bereits kurz nach der Vorbestellung ausverkauft war.
    Der Erwerb des Artikels ist nun mehrere Monate später nur noch zum dreifachen Preis von ca. 10 privaten eBay-Anbietern möglich.
    Wenn der Verkäufer sich auf Unmöglichkeit, Unzumutbarkeit oder Unverhältnismäßigkeit im Rahmen der Nacherfüllung beruft und somit die Nacherfüllungspflicht nicht erfüllt, ist nach Ablauf der Frist und Rücktritt vom Kauf in diesem Fall noch Schadensersatz statt Leistung in Form der Mehrkosten durch einen dann zu erfolgenden Deckungskauf oder in Form des entgangenen Gewinns bei einem bereits erfolgten nachweisbaren Weiterverkauf möglich?
    Oder nicht, weil dem Verkäufer - wegen Ausverkauf der Ware beim Hersteller - keine Fahrlässigkeit nachzuweisen ist und der Verkäufer die Mängel (Produktionsfehler und Transportschäden auf dem Weg vom Zulieferer zum Verkäufer) und somit die Pflichtverletzung(en) nicht zu vertreten hat?

    Ist der Umstand noch relevant, dass die Mängel der Ware bereits dem Verkäufer vorm Versand an den Kunden für ihn eindeutig erkennbar waren (arglistig verschwiegener Mangel) und er dennoch diesen mangelhaften Artikel zum Kunden geschickt hat?

    Mit freundlichen Grüßen

  • #46

    Antwort zu #46 (Donnerstag, 30 August 2018 10:35)

    Guten Tag,

    Ihre Frage passt nicht zum Thema. In Kürze möchte ich Ihnen aber dennoch antworten:

    Meiner Meinung nach kann sich der Verkäufer nicht auf Unmöglichkeit berufen, da der Artikel ja noch erhältlich ist. Dies mag ggf. auch anders beurteilt werden. Aber auch im Falle der Unmöglichkeit greift wohl das Gewährleistungsrecht, wenn dieses nicht oder nicht wirksam ausgeschlossen wurde. Demnach könnten Sie potenziell Schadensersatz statt der Leistung verlangen, was dann auch den Deckungskauf einschließt.

    Bitte beachten Sie, dass ich ohne Sachverhalt den Fall nur abstrakt und daher unter AUsschluss der Gewähr beurteilen kann. SIe sollten sich anwaltlich beraten lassen und dem Anwalt dann auch alle Unterlagen, insbesondere die Artikelbeschriebung zukommen lassen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #47

    Christian (Sonntag, 16 September 2018 01:12)

    Hallo und guten Tag

    Ich habe am 15.09. auf E-Bay ein neues IPhone Xs Max 256 Gb ersteigert. Der Verkäufer ist aus Frankreich, hat aber Deutsch geschrieben. Zuerst hat er geschrieben ich solle ihm meine Adresse senden, danach sendet er mir die Konto Daten zur Überweisung. Nun, die Adressdaten sollten ja bei E-Bay hinterlegt sein. Trotzdem sendete ich ihm meine Daten und ich forderte noch Details vom Gerät an. Wie zb ob er das Gerät bereits hat oder wann er es bekommt und versenden kann.Ob es wirklich wie in der Artikelbeschreibung ein neues und originales Apple Gerät ist etc etc.
    Alles natürlich in sehr höflicher Form.
    Darauf hin bekam ich eine Mail, dass es sich um das neue Original Gerät in Origalverpackung handelt. Und, zu meiner Überraschung verlangte er einen wesentlich höheren Preis. Ich habe ihm darauf hin geschrieben, dass das nicht Rechtens ist. Er kann nicht einen Artikel als Auktion - ohne Mindestpreis, Preisvorschlag oder Sofortkaufpreis - einstellen, und nach Ende dieser Auktion einen komplett anderen Preis verlangen.......
    Meine Frage: was kann ich tun?
    Danke für eine Antwort

    Christian

  • #48

    Antwort zu #47 (Montag, 24 September 2018 11:22)

    Guten Tag,

    Sie können natürlich die Abwicklung des Kaufvertrages verlangen und ggf. auch gerichtlich einklagen. Sie sollten sich an einen Anwalt wenden, der Ihnen dabei hilft. Es wäre sicherlich von Vorteil, wenn dieser Französisch spricht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #49

    Petra (Dienstag, 09 Oktober 2018 15:29)

    Habe am Sonntag ein Besteckset auf eBay Kleinanzeigen gefunden Preis 49.—€ (kein Festpreis oder VB). Da ich zeitgleich auf eBay für genau dieses Besteck bei einer Auktion mitsteigerte, die zeitnah enden würde, konnte ich „auf die schnelle“ die Telefonnummer des Anbieters ausfindig machen und wir einigten uns auf 60.—€ incl.
    Versandkosten (Vorschlag des VK). Genau gesagt 60.—, außer der Versand wäre teurer.
    Sollte dies der Fall sein, würde ich den Mehrbetrag übernehmen. Die Mutter würde sich Montag nach den genauen Kosten erkundigen und mich dann kontaktieren. Auf mehrmaliges nachfragen, ob ich mich fest auf den Kauf verlassen kann, habe ich logischerweise auf eBay nicht mehr mitgesteigert. (Brauchte ja nur ein Besteck und das als Geburtstagsgeschenk).Bereits in dieser oder der nächsten Mail erklärte der Sohn (hatte den Artikel eingestellt, da die Mutter sich nicht auskennt) der Mutter wäre der Preis zu wenig. Also keine Rede davon, daß ein falscher Preis angegeben worden wäre. Habe dem Sohn per Mail den Sachverhalt mit der Versteigerung mitgeteilt, ihm sogar meinen eBay Namen mitgeteilt, damit er sich vom Wahrheitsgehalt meiner Aussage überzeugen könnte. Auch daß das Besteck für 51,51€ versteigert wurde. (Mein letztes Gebot waren € 50,51...........) Ihn nett und höflich darum gebeten seine Zusage einzuhalten. Mich allerdings auch bereit erklärt evtl. etwas mehr zu bezahlen.
    Er oder seine Mutter mögen mich doch einfach nochmal kontaktieren. Erhielt jedoch keine Antwort. Am Montag klingelte mein Handy während ich jedoch gerade ein wichtigers Gespräch auf meinem Festnetz-Anschluß führte. Ich nahm zeitgleich das Handy Gespräch an um zu sagen ich würde zurückrufen. Es war die Mutter die mir mitteilte, sie wisse nun die Portokosten. Ich antworte mit „Prima“ o.ä. und sagte ich würde zurückrufen. Mir wurde in einem äußerst unfreundlich Ton (nett formuliert) mitgeteilt, daß ich das Besteck zu dem vereinbarten Preis auf keinen Fall bekommen würde. Völlig perplex wollte ich nur noch antworten, daß das Besteck Sonntag auf eBay für €.... verkauft wurde. Mitten in meiner Erklärung schrie sie mich regelrecht an „dann kaufen sie es doch auf eBay“ und legte auf. Ich dachte ich hätte das Gespräch versehentlich unterbrochen rief sie noch mal an und schrieb auch sms erhielt jedoch keinerlei Antwort. Daraufhin erklärte ich dem Sohn per Mai das Ganze und bat um Kontaktaufnahme, damit wir uns evtl. preislich einigen könnten. Nichts kam.
    Heute habe ich festgestellt, daß sie das Foto rausgenommen und den Preis schlichtweg auf 149.—€ erhöht hatten, so als wäre es ein Schreibfehler gewesen. Es war wie gesagt, nie die Rede davon, der Preis wäre falsch eingestellt worden. Auch habe ich heute erst e das Foto geöffnet, das mir geschickt wurde um den Einkaufspreis zu belegen. Allerdings wurde am Etikett dermaßen rumgekratzt und manipuliert, daß man nur noch Teile roter Striche erkennen kann, mit denen mal ein Preis durchgestrichen war, welcher anscheinend entfernt wurde. So halb aufgeklebt hängt der angebliche Kaufpreis in einer Ecke. Habe nun heute morgen geschrieben (da hatte ich Ihre Seite leider noch nicht gefunden), daß ich den Vorgang bereits gemeldet hätte (wem, ließ ich offen), die Auskunft des Rechtsexperten erhalten hätte, daß die telefonische Zusage des Sohnes bindend war. Ich den Rat erhalten hätte mich nochmal mit dem VK in Verbindung zu setzen. Des Weiteren ich die Meldung zurückziehen würde, sollten wir uns einigen können. Sollte ich bis heute Abend nichts hören, ich die Meldung offiziell machen würde und da der Sohn sich so gut auskennt, er ja sicher wisse, welche Konsequenzen eine Aktion wie diese hätte. Angefangen von der Überprüfung früherer Verkäufe bis hin zum Ausschluss durch eBay. Wobei ich hier zum ersten mal konkret eBay erwähnte.
    In der Hoffnung, damit nichts falsch gemacht zu haben, würde ich mich sehr über eine Antwort und einen Rat von Ihnen freuen. Kurz erwähnen muß ich noch, daß ich das Besteck nicht einfach irgendwo anders kaufen kann, da es im Handel nicht mehr erhältlich ist. Vielen lieben Dank für Ihre Hilfe im Voraus.
    Mit freundlichen Grüßen

  • #50

    Antwort zu #49 (Dienstag, 09 Oktober 2018 15:48)

    Guten Tag,

    es kam zwischen Ihnen durch die Einigung am Telefonat sicherlich ein mündlicher Kaufvertrag zustande. Allerdings werden Sie diesen im Streitfall wohl nicht beweisen können.

    Ob Sie mit Ihrer Email eine Drohung ausgesprochen und sich in diesem Sinne angreifbar gemacht haben, kann ich nicht beurteilen. Ihre Email kenne ich nicht. Auf die Formulierung kommt es aber an. Die Rechtslage diesbezüglich wird hier erläutert: https://www.recht.help/28-o-457-09/

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #51

    Petra (Dienstag, 09 Oktober 2018 17:03)

    Vielen Dank erstmal für Ihre schnelle Antwort.
    Das ein Kaufvertrag zustande gekommen ist, beweist sich durch
    den anschließenden E-Mail-Verkehr, welchen ich abgespeichert
    habe. Ebenso wie die Original-Anzeige.
    Wichtig war mir hauptsächlich zu wissen, ob die telefonisch gemachte
    Zusage des Sohnes (Preis wurde festgelegt und die Kontodaten würde
    er mir schriftlich zugehen lassen, worum sogar ich gebeten hatte, um
    sicher zu gehen, daß die Daten auch stimmen und ich mich beim Telefonat
    (Handy) nicht irgendwie verhört hätte) bindend ist und ein rechtsgültiger
    Kaufvertrag zustande gekommen ist, wonach er eigentlich verpflichtet ist
    mir den Artikel zu dem eingestellten und telefonisch bestätigen Preis zu
    verkaufen. (Entschuldigung für den „Schachtel-Satz“.)
    Das Ganze ist umso ärgerlicher für mich, da ich ja noch weiter bei der eBay
    Auktion mitgeboten hätte, hätte ich nicht die Zusage des Sohnes gehabt.
    Nochmals vielen Dank

  • #52

    Marco (Montag, 19 November 2018 06:23)

    Ich habe bei eBay ein Notebook ersteigert. Sonntag Abend für 450 Euro. Aktueller Neupreis 1400 Euro. Habe diesen per Banküberweisung sofort bezahlt. Dienstag war der Betrag dem Verkäufer gut geschrieben. Donnerstag erhielt ich die Nachricht. Sein Kollege hätte das Gerät bereits jemand anderem verkauft. Ich soll meine Bankverbindung mit teilen, so das ich mein gezahltes Geld zurück überwiesen bekomme. Ich habe ihm geschrieben, das ich kein Geld, sondern meinen gezahlten Artikel zeitnah erwarte. Er wieder. Du bekommst das nicht und schick deine Bank Daten. Wieder drei Tage später, hat er den Verkauf bei eBay abgebrochen. Und er schrieb, das er immer noch nicht meine Bankdaten habe. Ich ihm wieder geschrieben, das wenn er der Lieferung meiner erworbenen Ware nicht nach kommt, ich ihm eine Frist setzen werde in der er noch Gelegenheit hat zu liefern . Falls er dessen wieder nicht nachkommt, ich beabsichtige einen Strafanzeige wegen möglichen Eingehungsbetrug bei der Polizei zu erstatten und den Sachverhalt einem Rechtsbeistand weiter zu leiten. Er wieder. Ich habe dir gesagt, das Ding ist nicht bei mir. Was nun? Soll ich mein Programm durch Ziehen, oder soll ich ihm meine Bankverbindung mitteilen. Trotz des Wissen, das er das Teil sicher schon für einen höheren Preis verâussert hat. Seine Sofortkaufvorstellung zu dem Artikel lag bei 999 Euro. Schließlich weiss man doch, das mann sich an den Kaufvertrag zu halten hat. Und ich will mein Schnäppchen. Vielen Dank im Voraus und Gruß aus Köln

  • #53

    Antwort zu #52 (Montag, 26 November 2018 10:05)

    Hallo Marco,

    ich kann Ihnen nicht sagen, ob Sie Ihre Ansprüche geltend machen sollen oder nicht. Jedenfalls darf die Übereignung nicht verweigert werden, nur weil das Laptop dann doch an einen anderen veräußert wurde. Ihnen stehen mehrere Optionen zur Auswahl. Schauen Sie mal in die Antwort zu #6. Die gleiche Empfehlung spreche ich Ihnen aus, wenn Sie gedenken, Ihre Ansprüche geltend machen zu wollen.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #54

    Peter (Mittwoch, 28 November 2018 23:33)

    Ich hab einen Artikel ersteigert und per Paypal bezahlt. Nun weigert sich der Verkäufer den Artikel für den Preis zu liefern und Sagt mir er hätte den Artikel schon längst verkauft und vergessen die Anzeige rauszunehmen.
    Da es sich um ein Event handelt und ich die Veranstalterin kenne hab ich erfahren das er die Karte für 150€ Verkauft hat. Die Karte befindet sich aber noch im Besitz der Veranstalterin. Die Vermutung liegt nahe das er die Auktion abgewartet hat und bei einem höheren Preis den anderen Verkäufer vertröstet hätte.
    Nur was tun?
    Gruß
    Peter

  • #55

    Günter Maier (Donnerstag, 29 November 2018 20:27)

    Nach betätigen des Buttons versenden, wurde mein Beitrag leider nicht versendet

  • #56

    Christian (Freitag, 30 November 2018 12:08)

    Sehr geehrter Herr Nelke,

    ich habe folgenden Artikel bei eBay am 7. November ersteigert:

    https://www.ebay.de/itm/SSK10S-Schokoladenspender-Salep-10-Liter-Schwarz/142736960559?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2057872.m2749.l2649

    Diesen Artikel habe ich dann noch am selben Tag per Kreditkarte bezahlt.
    Am 24. November habe ich eine Anfrage an den Verkäufer gestellt, wann ich mit der Lieferung der Ware rechnen kann.
    Am 27. Novermber bekam ich vom Verkäufer, dass die Ware nicht mehr geliefert werden kann und mir der Kaufbetrag zurücküberwiesen wurde.
    Damit war ich aber nicht einverstanden und habe daraufhin dem Verkäufer folgende Nachricht über eBay zukommen lassen:
    "Sehr geehrte Damen und Herren,

    heute habe ich ein Schreiben von Ihnen erhalten, in dem Sie erklären, dass die von mir gekaufte und bezahlte Ware nicht geliefert werden kann und Sie mir eine Rückerstattung anbieten. Dieses lehne ich aber ab. Ich habe die Ware bei Ihnen gekauft und die Ware auch bezahlt, daher ist ein rechtsverbindlicher Kaufvertrag zustande gekommen.

    Sie als Verkäufer sind verpflichtet, die Ware wie beschrieben gegen Zahlung des Kaufpreises zu liefern (siehe § 433 BGB). In § 6 Nr.10 der eBay-AGB wird gar verlangt, dass Sie als Verkäufer "in der Lage sein (müssen), die angebotenen Waren dem Käufer unverzüglich nach Vertragsschluss zu übereignen".

    Daher bestehe ich auf die Erfüllung des Kaufvertrages und die Lieferung der Ware bzw. eines gleichwertigen Ersatzes.

    Hierzu räume ich Ihnen eine Frist von zwei Wochen ein.

    Sollten Sie in diesem Zeitraum den Artikel bzw. keinen gleichwertigen Ersatz liefern können, werde ich ein gleichwertigen Artikel andersweitig ersteigern und Ihnen die Mehrkosten in Rechnung stellen.

    Ebenfalls behalte ich mir vor, mir Rechtsbeistand zu besorgen, um ggf. die Erfüllung des Kaufvertrages auf zivilrechtlichem Wege durchzusetzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    xxx"

    Den zurückerstatteten Kaufbetrag habe ich dann umgehend wieder an den Verkäufer zurücküberwiesen.
    Am 29. November kam daraufhin folgende Antwort vom Verkäufer:
    "Hallo xxx,

    leider ist der von Ihnen bestellte Schokoladenspender momentan nicht mehr lagernd.

    Wir können den Kaufvertrag lediglich aufrecht erhalten, sofern Sie damit einverstanden sind, dass der Artikel erst Ende Februar 2019 bei Ihnen eintreffen würde.
    Die Frist von 2 Wochen können wir somit nicht einhalten.
    Einen gleichwertigen Artikel können wir Ihnen aus unserem Sortiment eben sowenig anbieten.

    Sofern Sie mit der Lieferzeit einverstanden sind, würden wir Ihnen gerne mit einem Rabatt von 5% entgegenkommen.

    Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und wünschen Ihnen einen schönen Tag.


    Mit freundlichen Grüßen

    Katharina Befort
    GGM Gastro International"
    Wie sollte ich mich jetzt verhalten? Den Artikel wollte ich eigentlich zu Weihnachten als Geschenk machen, das wird dann aber leider nicht möglich sein.
    Zu welchem weiteren Vorgehen würden Sie mir raten?
    Vielen Dank für eine Antwort.

  • #57

    Antwort zu #54 (Freitag, 30 November 2018 13:31)

    Guten Tag,

    Sie können immernoch die Übereignung verlangen. Das sollten Sie einfordern. Es wäre auch möglich, die Karte woanders zu kaufen und ihm dann die Mehrkosten aufzuerlegen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #58

    Antwort zu #55 (Freitag, 30 November 2018 13:33)

    Guten Tag,

    Ihre Anfrage kann ich leider sehen, da Sie offensichtlich nicht übermittelt wurde. Ich vermute, dass Sie Internetschwierigkeiten hatten und deswegen die Übermittlung schiefgegangen ist, z.B. weil das Internet kurzzeitig nicht erreichbar war. Vielleicht haben Sie die Datenschutzerklärung auch nicht akzteptiert, dann können Sie eben nichts senden. Ich bin allerdings kein Techniker und kann Ihnen nicht weiterhelfen. Solche technischen Dinge passieren nunmal.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #59

    Antwort zu #56 (Freitag, 30 November 2018 13:36)

    Guten Tag,

    ich kann nicht abschätzen, ob die Weigerung rechtens war oder nicht, da keine Gründe genannt sind. Ihnen stehen aber die im Fließtext und an derer Stelle bezeichneten Möglichkeiten zu, wenn die Weigerung im Ergebnis unzulässig ist. Es wäre jedenfalls ratsam, einmal nachzufragen, weswegen nicht geliefert werden kann.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #60

    Christian (Freitag, 30 November 2018 14:14)

    zu #56:
    Vielen Dank für die schnelle Antwort.

    Es war ja eine Lieferzeit von max. 2 Wochen angedacht, die jetzt aber erheblich überschritten wird.

    Die Antwort vom 27. November als Grund der Nichtlieferung lautete übrigens:

    "Hallo xxx,
    vielen Dank für Ihre Nachricht.
    Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass der von Ihnen bestellte Schokoladenspender momentan nicht mehr lagernd ist aufgrund der großen Nachfrage.
    Wir sind nun gezwungen Ihre Bestellung zu stornieren. Die Rückerstattung erfolgt in Kürze per PayPal.
    Wir bitten um Verständnis und wünschen Ihnen einen schönen Tag.
    Mit freundlichen Grüßen
    GGM Gastro International"

    Es wurden übrigen 22 Stück des Artikels verkauft

    Kann ich mich auf die §§ 280, 281 BGB berufen, wenn ich das Gerät, welches von anderen Händlern zu einem deutlich höheren Preis (400 statt 270 €) angeboten wird, nach Ablauf der nach mir gesetzten zweiwöchigen Frist woanders kaufe und auf Erstattung des Differenzbetrags bestehe.

    Vielen Dank für eine Antwort.

  • #61

    Schneider A. (Donnerstag, 06 Dezember 2018 19:10)

    sehr geehrte damen und herrn,

    ich habe über ebay einen router von einem gewerblichen anbieter gekauft und per paypal bezahlt. der router wurde bis dato nicht geliefert. daraufhin habe ich einen fall bei ebay wegen eines nicht gelieferten artikels aufgemacht. der anbieter hat mir die lieferbestätigung zugeschickt das das paket vor der haustüre laut gls abgelegt wurde. ich habe aber das paket nicht erhalten und nicht quitiert auch den anderen personen im haus ist nichts bekannt.

    der verkäufer behauptet das der vorgang mit der lieferbestätigung von gls abgeschlossen ist. dies habe ich ebay mitgeteilt die daraufhin den fall gschlossen haben, ohne begründung.

    meine frage ist: ist das richtig? muss das paket nicht per unterschrift übergeben werden oder zumindest in einer filjale zur abholung hinterlegt werden! kann ich hier rechtliche schritte einleiten die erfolg haben?

    mit freundlichen grüßen,
    andreas schneider

  • #62

    Antwort zu #60 (Freitag, 07 Dezember 2018 09:35)

    Guten Tag,

    meiner Meinung nach ist dies kein Grund für eine Stornierung. Es könnte aber durchaus ein Grund für eine Stornierung sein, wenn der Händler aufgrund eines Irrtums den Vertrag anfocht. Insoweit sind die Informationen immernoch sehr dünn.

    Ob Sie nun Ersatz einkaufen und dem Händler die Mehrkosten auferlegen können, kann ich Ihnen um Ergebnis nicht zielsicher sagen. Grundsätzlich wäre dies jedoch möglich, wenn

    Bitte beachten Sie auch, dass ich hier keine Gewähr abgebe und Ihnen nur anraten kann, sich anwaltlich beraten zu lassen. Dieses Forum soll Fragen beantworten und keine Strategien entwickeln (!). Dies sollte in Zusammenarbeit mit einem Anwalt getan werden, wenn hierzu Unsicherheit besteht. Bitte nutzen Sie das Forum nicht, um eine Strategie entwickeln zu wollen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #63

    Antwort zu #61 (Freitag, 07 Dezember 2018 09:39)

    Sehr geehrter Herr Scheider,

    der gewerbliche Verkäufer haftet beim Internetkauf bis zur Übergabe der Sache, erst dann liegt die Gefahr für einen Untergang oder eine Beschädigung des Artikels bei Ihnen. GLS durfte das Paket nicht ungesichert einfach so vor die Haustüre legen. Dies ist doch sehr unsicher, denn vor einem Diebstahl, der vermutlich eingetreten ist, wird das Paket hierdurch eben nicht hinreichend geschützt. Letztendlich ist der Verlust des Pakets GLS zuzuschreiben.

    Sie sollten beim Verkäufer auf Lieferung bestehen. Der Verkäufer könnte sich sodann gegenüber GLS schadlos halten.

    Weiter Informationen gibt es hier: https://www.recht.help/informationen/ebay-recht-und-internetrecht/ebay-kleinanzeigen-amazon-probleme-beim-versand/

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #64

    Petra Werner (Sonntag, 09 Dezember 2018 10:04)

    Schöne guten Tag, ich brauche dringend Ihre Hilfe. Ich habe am 24.11. auf eBay Kleinanzeigen eine Küchenmaschine (390.—€)von privat gekauft. Das Gerät ist am 27.11.angekommen. Ich konnte das Paket aus gesundheitlichen Gründen erst am 4.12. öffnen, wobei mir ein äußerst penetranter Geruch aufgefallen ist. Habe aber erstmal angenommen, es käme von außerhalb, weil ich die Fenster geöffnet hatte, der Karton sich bis dahin im Wohnzimmer befand und ich keinen Geruch festgestellt hatte. Habe aus Zeitmangel nur schnell geschaut ob alles dabei ist, die Rechnung nicht gefunden,
    den Karton wieder verschlossen und per E-Mail beim VK um Zusendung der Rechnung
    gebeten. Antwort: R.war sicher dabei, aber schickt sie nochmal per E-Mail.
    Habe dann am später am 4. endlich alles ausgepackt und festgestellt, daß irgendetwas bestialisch stinkt. Habe angenommen es sind die Plastikteile. Hab selbige gespült und zum lüften raus gebracht. Als der Gestank (man kann es wirklich nicht als üblen Geruch bezeichnen) der gleiche war, habe ich nett und freundlich geschrieben, Rechnung mailen wäre nicht mehr nötig, da ich mich gezwungen sehe, Gerät zurückzugeben und warum. Habe ihr sogar zu gute gehalten, daß sie es gar nicht bemerkt hat. Antwort war
    eine ausführliche Beschreibung was die Verkäuferin womit gereinigt hätte und sie das
    mit anderen Artikeln ihres Haushaltes ebenso machen würde. Sie könne nicht verstehen, was bei mir oder auf der Post passiert sein soll, was die beschriebenen Zustände verursacht haben kann. Fakt sei, sie habe ein vollkommen mängelfreies (geruchloses) Gerät verschickt, wie in Ihrer Anzeige beschrieben. Ich würde ihr etwas unterschieben wollen, weil ich entweder das Gerät nicht mehr haben will oder woanders ein billigeres bekommen könne. Rücknahme oder Garantie hätte sie als Privatperson sowieso nicht angeboten. Rücksendung sei also nicht sinnvoll und vor allem sei diese nicht besprochen.
    Habe mitgeteilt, ich würde nochmals versuchen, durch spülen, lüften u.ä den Geruch
    zu entfernen. Allerdings erfolglos. Mittlerweile bin ich mir sicher, daß der Geruch von
    einer sehr großen und dicken Gummidichtung des Deckels ausgeht. Woran es liegt,
    daß das Teil dermaßen stinkt, kann ich mir nicht erklären. Allerdings haben durch die Lagerung im Karton anscheinend alle anderen Plastikteile den Geruch angenommen.
    Ich kann nur versichern, daß ich das Ganze in diesem Zustand erhalten habe und das komplette Gerät (Gerät selbst ist aus Edelstahl und Guß und stinkt daher nicht) nicht
    für Lebensmittel-Zubereitung geeignet ist, da die Zubehörteile ja zur Nutzung erforderlich sind. Hab auch gar nicht ausprobiert ob das Gerät überhaupt funktioniert.
    Nun zum wesentlichen: Muß die Verkäuferin das Gerät zurücknehmen?
    Benutzt werden kann es auf jedenfall in diesem Zustand nicht. Zu erwähnen wäre noch, daß sie das Gerät am 13.07.18 über den „Marktplatz“ des Onlineshops der Fa.real erworben hat. Wobei es bei dem Preis sehr unwahrscheinlich (allerdings aber auch
    nicht unmöglich) ist, daß es sich um ein Neugerät handelt. Ich denke eher es handelt sich um B-Ware. Was bedeuten würde, ihre Aussage, es wären ganz sicher 2Jahre Garantie auf dem Gerät würde nicht stimmen. Denn normalerweise ist es 1 Jahr.
    Wie gesagt ist das allerdings nur eine Vermutung meinerseits.
    In der Hoffnung, Sie können mir mit einer für mich positiven Antwort weiterhelfen bedanke ich mich vielmals und wünsche einen schönen Tag.
    Mit freundlichen Grüßen

  • #65

    Sven Meier (Dienstag, 11 Dezember 2018 01:26)

    Guten Tag,

    per sofort-kaufen habe ich bei einem gewerblichen ebay topseller-Händler einen Artikel für 40€ gekauft. Im Bestellprozess wurde nur Überweisung an eine ausländische europäische IBAN angeboten. Den bezahlten Artikel habe ich nicht erhalten und der Verkäufer verweigert die Rückerstattung mit der Begründung, dass durch einen Fremdeingriff die Zahlart in seinem ebay-shop auf ein fremdes Bankkonto manipuliert wurde. Der Mißbrauch seines ebay Accounts mag sogar glaubhaft sein, war jedoch für mich nicht erkennbar. Aber habe ich Anspruch gegenüber dem Verkäufer auf Erstattung meiner Auslandsüberweisung?

    Beste Grüße
    Sven Meier

  • #66

    Antwort zu #64 (Dienstag, 11 Dezember 2018 14:40)

    Guten Tag,

    wenn es sich um einen Sachmangel handelt, der in der Artikelbeschreibung nicht angegeben wurde, können Sie zurücktreten. Wenn die Verkäuferin die Gewährleistung aber ausgeschlossen hat, wäre der Rücktritt nur erfolgreich, wenn der Gewährleistungsausschluss unwirksam ist. Dies ist wiederum der Fall, wenn die Verkäuferin den Mangel kannte oder kennen musste und ihn verschwieg oder wenn sie nicht als Privatperson verkaufte.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #67

    Antwort zu #65 (Dienstag, 11 Dezember 2018 14:44)

    Sehr geehrterrr Meier,

    wenn das Konto des Verkäufers gehackt wurde, dann gehe ich davon aus, dass Sie keinen Anpsprch auf Erstattung haben. Insofern ist dem Verkäufer nämlich kein Verschulden zur Last zu legen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #68

    Hilfe (Samstag, 15 Dezember 2018 21:40)

    Hallo, ich habe was bei Ebay Kleinanzeigen verkauft für eine Freundin. Der Artikel ist kaputt geangen für ihr Kind. Der Käufer wollte sein Geld zurück. Das Geld wurde soforf zurück erstattet. Jetzt schrieb er mir ich möchte ihm noch 40Euro zahlen da er denn Artikel nicht für denn Preis wo anders bekommt. Wenn ich nicht zahle zeigt er mich wegen Betrugs bei der Polizei an. und über seine Rechtschutzversicherung / Anwalt Klage einreichen. Muss ich ihm die 40 Euro noch zahlen??

  • #69

    Antwort zu #68 (Montag, 17 Dezember 2018 12:01)

    Guten Tag,

    ob Sie die Auktion berechtigt oder unberechtigt abgebrochen haben, kann ich Ihnen nicht sagen. Davon hängt es ab, ob Sie überhaupt zahlen müssen. Ob ggf. 40 € zu zahlen wären, kann ich ebenfalls nicht sagen.

    Klar ist aber, dass er Ihnen droht und dass sollten Sie nicht hinnehmen. Sie sollten Ihn anwaltlich abmahnen lassen und die Anwaltskosten, die er dann zu zahlen hat, hilfsweise aufrechnen lassen. Siehe zu Ihrem Unterlassungsanspruch: https://www.recht.help/28-o-457-09/

    Wenn Sie es geschickt anstellen, kommen Sie selbst im Falle des unberechtigten Abbruchs glimpflich davon.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #70

    Meik (Montag, 17 Dezember 2018 23:24)

    Guten Abend,

    Ich habe am samstag bei ebay ein Defektes handy als totalschaden für bastler ersteigert, nach absprache über ein paketversand schrieb der verkäufer heute: dass er das handy zum versand offen liegen gelassen hatte und sein kleiner sohn es gut meinte und versuchte es zu reparieren, dabei jedoch noch mehr kaputt machte und es jetzt ein kompletter totalschaden sei. Wir möchten das als vorher schon defekte gerät dennoch.

    Zitat vom verkäufer:
    entschuldigen...komme von der Arbeit und habe das Handy für den Versand zu hause frei rumliegen lassen...da hat mein Kleiner mit nem Schraubendreher versucht es zu reparieren... ....jetzt ist aus einem Komplettschaden ein voll Komplettschaden geworden...also nicht mehr so, wie ich es angeboten habe....sorry...mein Fehler!!!

    muss die Auktion somit leider abbrechen und die 12,10€ per paypal, die ja schon überwiesene sind, zurück erstatten...
    (Zitat ende)
    Muss er es dennoch ausliefern da totalschaden ja bleibt. :/
    Es ist ihm eventuell zu günstig rausgegangen da die selben modelle für weit über 100€ versteigert werden...
    Liegt da ein betrug vor und sollte mit einer Strafanzeige geahndet werden bei verweigerung?

    Vielen dank
    Mit freundlichen gruß

  • #71

    Antwort zu #70 (Dienstag, 18 Dezember 2018 09:42)

    Guten Tag Meik,

    ein Betrug liegt nicht vor. Eine Täuschungshandlung ist bereits nicht feststellbar. Es steht infrage, ob er das Handy ordnungsgemäß verwahrte, denn dann kann dem Verkäufer kein Vorwurf gemacht werden. Ich würde dazu tendieren, eine ordnungsgemäße Verwahrung anzunehmen. Allerdings war ich nicht dabei und kann letztendlich keine Aussage darüber treffen. Diese Frage ist auch entscheidend, ob er sich vom Kaufvertrag lösen durfte oder nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #72

    Berndt Sch. (Donnerstag, 03 Januar 2019 19:09)

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe am 24.12.2018 um 15.07Uhr bei eBay bei der Fa. Saturn eine Drohne DJI Inspire 1 Black Edition zum Preis von 2.199 € + Versand (angeblich heruntergesetzt von 4699 €) per Sofortkauf erworben. Den Artikel habe ich sofort per PayPal bezahlt. Die entsprechende Kauf- bzw. Bezahlbestätigung hatte ich per Mail bzw. über eBay erhalten. Als Liefertermin wurde in der Artikelbeschreibung 27./28.12.2018 angegeben.
    Nachdem ich in der Folge keine Versandmitteilung erhalten hatte, habe ich am 27.12. bei Saturn angefragt, wann ich mit einer Lieferung rechnen könne. Dies Anfrage wurde am 28.12. mit dem Hinweis, man werde mein Anliegen weiterleiten und sich bei mir melden beantwortet.
    Nachdem ich bis zum 31.12. keine Rückmeldung erhalten hatte, habe ich wieder den Service von Saturn direkt angeschrieben. Diesmal erfolgte keine Rückmeldung.
    Am 02.01. habe ich zum dritten mal über eBay bei Saturn hinsichtlich der Lieferung nachgefragt.
    Heute 03.01. teilte mir die Fa. Saturn folgendes mit:
    Wortlaut der Mail:
    "vielen Dank für Ihre Nachricht.

    Wir bedauern Ihnen mitteilen zu müssen, dass es bei dem von Ihnen bestellten Artikel zu einem Überverkauf gekommen ist und dieser nun nicht mehr lieferbar ist. Wir können Ihnen an dieser Stelle anbieten, dass Sie sich einen ähnlichen Artikel aus unserem Onlineshop aussuchen, den wir Ihnen ohne Mehrkosten ersatzweise zusenden würden. Der Preis des Alternativartikels darf den des ursprünglich bestellten um bis zu 10 % übersteigen.

    Sollten Sie daran nicht interessiert sein, erstatten wir Ihnen Ihr Geld umgehend auf das von Ihnen gewählte Zahlmittel."

    Tatsächlich bietet die Fa. Saturn aktuell sowohl bei eBay als auch in ihrem Onlineshop eine DJI Inspire 1 Pro (in weiß) derzeit zum Angebotspreis von 3.499 € an.

    Ich habe der Fa. Saturn mitgeteilt, dass ich auf einer Lieferung der von mir gekauften DJI Inspire 1 Pro - ggf. auch in weiß - ohne Mehrkosten für mich bestehe. Zumal diese derzeit bei der Fa. Saturn auch verfügbar ist.

    Meine Frage ist nunmehr, ob ich tatsächlich auf die Lieferung des Artikels - DJI Inspire 1 Pro - (Serienartikel) zu dem von mir bezahlten Angebotspreis bestehen kann?

  • #73

    Antwort zu #72 (Freitag, 04 Januar 2019 10:39)

    Guten Tag,

    einen Rechtsanspruch auf Lieferung des Ersatzes haben Sie nicht. Dieser wurde nur aus Kulanz angeboten. Ich gehe davon aus, dass Sie aus dem abgeschlossenen Kaufvertrag noch Rechte herleiten können. Diese sind oben beschrieben. Sollte Saturn sich aber auf einen Irrtum berufen, dann werden Sie Ansprüche nicht durchsetzen können. Von daher ist der Sachverhalt noch nicht vollkommen aufgeklärt und eine exakte rechtliche Einschätzung nicht möglich.

    In Ihrem Fall ist es wohl am risikoärmsten, sich mit Saturn auseinanderzusetzen und eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #74

    Berndt Sch. (Freitag, 11 Januar 2019 19:43)

    Hallo,
    ich wollte nur mal zu meinem Eintrag Nr. 72 ein Ergebnis mitteilen.
    Die Fa. Saturn hat mir ohne Mehrkosten für mich die Inspire 1 Pro (weiß) geschickt.
    Viele Grüße
    Berndt Sch.

  • #75

    Antwort zu #74 (Dienstag, 15 Januar 2019 12:53)

    ...das freut mich wirklich sehr für Sie! Danke für Ihr Feedback.

  • #76

    Franz (Donnerstag, 17 Januar 2019 23:31)

    Hallo,

    Ich habe bei eBay einen Artikel ersteigert für 2500€ und der Verkäufer teilte mir mit das er den Artikel nicht nach Österreich versenden würde. Habe dem Verkäufer mitgeteilt dass dies kein Problem wäre und habe ihm eine Lieferadresse in Deutschland genannt und Ihm das Geld Überwiesen. Einen Tag später war das Geld wieder auf meinem Konto verbucht mit den Hinweis das die angegeben IBAN nicht korrekt sei, dabei wurden mir Gebühren für die Rücküberweisung berechnet. Habe dem Verkäufer dies mitgeteilt und dieser meldet sich nicht mehr. Gibt es die Möglichkeit die Gebühren von dem Verkäufer zurückzuholen und das ich den Artikel noch erhalte da durch die Ersteigerung ein Kaufvertrag zustande kam?

    Mit freundlichen Grüßen
    Franz

  • #77

    Katharina (Samstag, 19 Januar 2019 16:20)

    Guten Tag,

    Ich habe folgendes Problem...
    Habe bei am 4.1.2019 Ebay Kleinanzeigen eine Tasche im Wert von 150€ gekauft und auch sofort überwiesen.
    Die Verkäuferin hat mir eine Quittung über den Versand von DHL geschickt (mit Sendungsverfolgungsnummer) aber man sah deutlich das der Name auf der Quittung durch Tippex entfert wurde und mein Name eingefügt wurde, soweit so gut da schöpfte ich noch keinen Verdacht da die Verkäuferin zu Anfang recht freundlich war.
    10 Tage später kam die Tasche immer noch nicht an. Ich habe bei DHL eine Nachforschung aufgegeben und diese informierten mich darüber, dass mein Paket bereits am 7.1.2019 an Original Empfänger und die angegebene Empfängeranschrift (mir völlig fremde Anschrift und Empfängerin) erfolgreich ausgeliefert wurde. Darauf hin nahm ich Kontakt mit der Verkäuferin auf und sie meinte, sie hafte für nichts, keine Rücknahme oder Garantie und erstatten wird sie mir mein Geld auch nicht

    Was kann ich tuen wenn die Verkäuferin meine Ware an eine andere Person schickt und sich nicht mehr meldet.
    Wie sollte ich vorgehen

  • #78

    Antwort zu #76 (Montag, 21 Januar 2019 10:46)

    Guten Tag,

    Sie können meiner MEinung nach sowohl die Bankgebühr zurückverlangen als auch die im Fließtext bezeichneten Ansprüche geltend machen. Sie sollten die Gegenseite entsprechend unter Fristsetzung auffordern und -falls sie nicht reagiert- sodann einen Rechtsanwalt aufsuchen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #79

    Antwort zu #77 (Montag, 21 Januar 2019 10:48)

    Guten Tag,

    in Ihrem Fall ist es zunächst ratsam, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Wenn es sich um einen Betrugsversuch handelte, können Sie darüber hinaus noch die im Fließtext ersichtlichen Ansprüche geltend machen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #80

    Seebach (Donnerstag, 24 Januar 2019 14:30)

    Guten Tag,
    ich habe ein etwas anderes Problem.
    Ich ein Festplattenkabel über ebay verkauft und unversicherten Versand angeboten. Leider ging die Sendung verloren. (Versandticket wurde online über ebay gekauft).
    Obwohl laut BGB und den Ebay-Richtlinien der Käufer in dem Fall das Versandrisiko trägt, hat ebay den Kaufpreis via paypal zurückerstattet und mir wieder abgebucht.
    Kann ich jetzt von ebay Schadensersatz verlangen, da der Anspruch des Käufers unberechtigt war?
    Vielen Dank!

  • #81

    Volker (Dienstag, 29 Januar 2019 13:23)

    Guten Tag,

    ich habe bei Ebay einen Sattel zum Preis von 698,00€ ersteigert.
    Als ich den Verkäufer anschrieb um einen Termin zur Abholung zu vereinbaren kam eine Antwortmail in der lediglich eine Straße mit Hausnummer und der Ort genannt wurde, jedoch kein Name. Der Verkäufer vermerkte lediglich dass ich den Sattel jederzeit nach 17 Uhr abholen könne.
    Bei der angegebenen Adresse handelt es sich um ein Mehrfamilienhaus in Frankfurt/Main. Ohne einen Namen des Verkäufers zu kennen möchte ich nicht nach Frankfurt fahren (ca. 160 Km von mir) und auf gut Glück irgendwo klingeln.
    Trotz mehrerer Mails von mir, und auch eine Mail von Ebay an den Verkäufer, kam keine Antwort mehr.
    Ich vermute dass der Verkäufer mit dem erzielten Preis absolut nicht zufrieden ist. Vergleichbare Sättel werden in anderen Portalen zu Preisen von mehr als 1.000,00€ gehandelt.
    Können Sie mir bitte sagen wie ich weiter verfahren soll? Danke

    Freundliche Grüße
    Volker

  • #82

    Antwort zu #80 (Donnerstag, 31 Januar 2019 14:08)

    Guten Tag,

    wenn eine Schickschuld vereinbart wurde, dann haben Sie geleistet, wenn Sie den Artikel (nachweislich) bei der Post aufgegeben haben. Sie können vom Käufer dann noch Zahlung des Kaufpreises verlangen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #83

    Peter (Dienstag, 26 Februar 2019 22:58)

    Guten Abend,
    Ich habe bei eBay einen Artikel ersteigert und per Überweisung gezahlt. Als der Artikel zugeschickt wurde merkte ich, dass es ein anderer Artikel war als in der Auktionsanzeige dargestellt. Ich habe den Verkäufer daraufhin kontaktiert und ihm mitgeteilt dass ich vom Kauf zurücktreten möchte, mein Geld zurück haben möchte und ihm dann den falschen Artikel zurückschicken werde. Er hat dem zugestimmt, spielt seit dem aber auf Zeit und hat zu jeder meiner nachfragen andere Ausreden, weshalb er mein Geld noch nicht erstattet hat. Mir reicht es allmählich, was kann ich rechtlich tun?
    Vielen Dank und viele Grüße!
    Peter

  • #84

    Peggy Lorenz (Mittwoch, 27 Februar 2019 19:46)

    Guten Tag,
    Ich hatte im Dezember ein Handy bei EBay Kleinanzeigen gekauft und nie erhalten. Strafanzeige habe ich im Januar bei der Polizei gestellt.
    Bis heute leider überhaupt nix gehört. Bei der Bank einen Auftrag gestellt wegen Überweisung zurück holen,hat auch nicht geklappt aber die Bank hat mir die Adresse des Betrügers mitgeteilt.. Wie kann ich weiter verfahren um meine 200 Euro wieder zu bekommen? Was würde mich ein Anwalt kosten? MfG

  • #85

    Antwort zu #83 (Freitag, 01 März 2019 10:06)

    Guten Tag,

    Sie sollten den Verkäufer mit Frist zur Rückzahlung auffordern -falls noch nicht geschehen- und wenn die Frist abgelaufen ist -ohne dass er gezahlt hat-, weitere Schritte einleiten. Dies könnte der Gang zum Anwalt, ein Mahnverfahren oder die Klage sein.

    Als Anwalt empfehle ich Ihnen natürlich, einen Anwalt aufzusuchen :-) Durch die besagte Mahnung gerät der Verkäufer in Verzug und hat dann auch die Anwaltskosten zu tragen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #86

    Antwort zu #84 (Freitag, 01 März 2019 10:08)

    Guten Tag,

    Sie sollten ersteinmal selbst unter Fristsetzung die Rückzahlung per Brief einfordern und erst dann zum Anwalt gehen. Über die Kosten des Anwalts kläre ich hier auf: https://www.recht.help/informationen/kostenrecht/anwaltskosten-hoehe-berechnung-wer-zahlt/

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #87

    Josef Pangerl (Freitag, 12 April 2019 15:01)

    Guten Tag Hr. Nelke.
    Ich habe vor einem Jahr eine Wasserpumpe zum Verkauf im Ebay eingestellt. Mein Enkel stellte die Pumpe für 999 € für mich ein im Glauben, der Sofort-Kaufpreis ist der Mindest-Kaufpreis. Die Pumpe wurde dann für 33,50 € ersteigert. Ich schrieb dem Ersteigerer, daß ein Erklärungsirrtum und ein Einstellungsirrtum vorliegt. Der Käufer drohte gleich mit dem Gericht und sagte Ebay hat Ihm Recht gegeben, ich muß die Pumpe rausrücken. Ich bekam von einem Rechtsanwalt Post worin stand, daß die Angelegenheit zum Gericht geht. Ich schrieb dann das Gericht an, und sagte ,daß ich die Pumpe hergebe und der Käufer sie bei mir abholen kann.
    Ich habe bis jetzt den Käufer 2x eine Frist gesetzt die Pumpe abzuholen. Jetzt verlangt er eine Bestätigung von mir daß die Pumpe in vollkommener Funktionalität ist sonst holt er die Pumpe nicht und er den Gegenwert für die Beschaffung einer gleichwertigen Pumpe bei Gericht geltend macht.
    Ich hatte die Pumpe niemals in Betrieb und es ist auch keine Überprüfung wegen dem Anschlußwert (22 KW) mir nicht möglich. Die Pumpe ist 22 Jahre alt (das Alter ist auch im Ebay-Verkauf angegeben) . Die Pumpe ist bis jetzt auch noch nicht bezahlt.
    Wie lange muß ich die Pumpe aufheben, da ich schon 2 x eine Frist gesetzt habe die Pumpe abzuholen? Ich habe die Pumpe damals als gebraucht eingestellt.
    Vielen Dank im voraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Josef Pangerl

  • #88

    Wolfgang (Mittwoch, 24 April 2019 23:48)

    Guten Abend,

    ich habe heute abends auf eine bei Ebay angebotene Uhr ein Gebot abgegeben und war Höchstbietender.
    Kurz nach der Angabe meines Gebotes wurde die Auktion vom Verkäufer wegen eines angeblichen Fehlers im Angebot beendet und fünf Minuten später wieder zum Sofortkaufpreis an einen anderen Käufer verkauft , wobei die beiden Angebote im Text absolut identisch waren , als kein Fehler ersichtlich.

    Welche Möglichkeit habe ich jetzt auf Erfüllung des Kaufvertrages. Eine Überweisung des Kaufpreises kann ich nicht veranlassen , da bei der abgebrochenen Auktion natürlich auch keine Zahlungsabwicklung möglich ist.

    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Wolfgang

  • #89

    Ronald Franckaert (Samstag, 27 April 2019 12:46)

    Guten Tag,

    Basierend auf den in eBay Kleinanzeigen ausgetauschten Nachrichten habe ich am 22ten April, 2019 1350 Euro geboten fuer ein e-bike und hat der Verkäufer schriftlich zugestimmt, wie folgt:
    "Ok, Ralf. Danke fuer deine schnelle Antwort.
    1350 Euro, Ich zahle 150 an mit Bankueberschreibung (alles was ich brauche ist IBAN) und hole es nächste Woche am Samstag ab - ich bin momentan im Ausland, bis nächste Woche am Freitag. Ich komme aus den Niederlanden, aber nur 3 Stunden von Unkel, also das geht.
    Wir hoeren uns.
    MfG, Ronald"
    Für mich bedeutet es, dass wir einen wirksamen Kaufvertrag geschlossen haben, der auch dokumentiert ist. Ich hatte eine Vorzahlung vorgeschlagen, aber de Verkäufer wollte das nicht, mit der folgenden Mitteilung:
    "Du kannst das Rad zu dem Preis gerne am Samstag abholen. Es genügt mir, wenn du das Geld in bar mitbringst. Solange reserviere ich das Rad für dich.
    Abholung
    Ralf Buschner
    Amselweg 3
    53572 Unkel
    TEL. 0151-12740556
    Bitte Uhrzeit mitteilen, da ich am Samstag kurzzeitig unterwegs bin
    Gruß Ralf"
    Ich habe als Käufer dann natürlich die Pflicht das Fahrrad zu bezahlen und ab zu nehmen - das war vorgesehen für den 4ten Mai, 2019, wie auch schriftlich vereinbart - und ich glaube, dass der Verkäufer die Pflicht hat das Fahrrad zu liefern.
    Der Verkäufer hat mir inzwischen mitgeteilt, dass er das e-bike an einem anderen Käufer verkauft hat.

    Was kann ich jetzt machen?

    Gruß, Ronald

  • #90

    Dirk Potratz (Donnerstag, 02 Mai 2019 18:38)

    Habe am 15.04.19 über die kleinanzeigenabteilung von ebay bei einem Privaten Anbieter einen Artikel gekauft nachdem wir uns einig waren über den Preis incl. Versand, wollte die dann in Auftrag geben das es geliefert wird.
    4 Tage später wollte ich ich wissen wann sie liefern damit ich zuhause bin, Antwort war das sie es selber liefern, weil sie Ohl schon mehrfach Beschädigungen hatten beim Versenden durch Transportunternehmen.
    Am 26.04. Erhielt ich eine Nachricht das sie sie liefern wollen, (15:30 oder 17:00 uhr) da ich aber schon andere Termine hatte, gab ich an das ich erst ab 18:00 da bin.
    18 Stunden später Kam eine Nachricht das sie sie dann einfach so hinstellen würden .Als ich zum entladen zwischen meinen Terminen die Nachricht gelesen habe, schrieb ich im ihm das er ruhig um 18:00 liefern kann, seine Antwort war kurz ( kein Problem), kurz darauf innerhalb von nicht mal 1 Sekunde erklärte er mir das es zu spät sei ??. Neuen Termin wollte er bekannt geben.
    Nach 78 Stunden immer noch keine Antwort, habe ihm darauf geschrieben das er Zeit hat bis 05.05. 19 12:00 Uhr zu liefern, sonst werde ich rechtliche Schritte gegen ihn einleiten.

    Seit dem kam keine Nachricht mehr.

    Vorgehen soweit richtig, oder die Frist zu kurz gewesen.

    Mfg

  • #91

    M. Stein (Freitag, 03 Mai 2019 01:09)

    Guten Abend,
    Was ist mit der Phrase 'einen gleichwertigen Artikel anderweitig ersteigern' gemeint ?
    Sogern dies auf den Kaufpreis bezogen ist erscheint es mir ein wenig paradox - weshalb ich von Folgendem ausgehe:
    Ich kaufe Objekt X in Zustand Y für 100€
    Der Händler kommt trotz Bezahlung einer gesetzten Lieferfrist nicht nach.
    Daraufhin erwerbe ich ein baugleiches Objekt in nahezu identischem Zustand Y für 200€. Kann ich diese Mehrkosten dann tatsächlich dem ersten Verkäufer gegenüber geltend machen ?
    Ist es hierbei von Bedeutung ob Verkäufer1 das Objekt tatsächlich besitzt oder lediglich vorgibt es zu besitzen (z.B. durch verwendete Produktfotos die reell nicht von VK1 aufgenommen aber angepriesen wurden) ?
    Vielen Dank,
    M. Stein

  • #92

    Antwort zu #87 (Mittwoch, 15 Mai 2019 14:02)

    Guten Tag,

    Ansprüche verjähren in drei Kalenderjahren. Ggf. dürfen Sie sich mit dem Rücktritt vom Kaufvertrag lösen. Dann kann die Gegenseite keine Rechte aus dem Vertrag mehr herleiten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #93

    Antwort zu #88 (Mittwoch, 15 Mai 2019 14:04)

    Guten Tag,

    bei einem unberechtigten Abbruch der Transaktion stehen Ihnen die im Fließtext beschriebenen Ansprüche zu.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #94

    Antwort zu #90 (Mittwoch, 15 Mai 2019 14:06)

    Guten Tag,

    ich setzte mindestens immer Wochenfristen. Da ich nicht weiß, um was es geht, kann ich nicht beurteilen, ob die Frist zu kurz war oder nicht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #95

    Antwort zu #91 (Mittwoch, 15 Mai 2019 14:09)

    Guten Tag,

    der Kaufvertrag verpflichtet den Verkäufer, eine Sache in vereinbarten Zustand zu übereignen. Ob der Verkäufer die Sache hat oder nicht, ist unerheblich. Kommt der Verkäufer dem nicht nach und wurde er hinreichend gemahnt, dann ist es möglich, die Mehrkosten eines Deckungskaufes dem Verkäufer aufzuerlegen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #96

    Steve (Donnerstag, 23 Mai 2019 21:41)

    Hallo Herr Nelke,

    ich habe bei ebay als Privatperson 2018 einer Person Pflanzensamen 2x zu je 5,99 verkauft.
    Nach nun über einem Jahr(!) kommt heute die Frage "Wo bleibt meine bezahlte Ware?" Angeblich ist diese nie bei ihm angekommen und das meldet er mir erst nach über einem Jahr. Das riecht für mich sehr stark nach Betrug. Wie soll ich hier weiter verfahren? Bin ich noch verpflichtet, Ersatzware zu senden oder das Geld zurück zu überweisen?

    Vielen Dank und Viele Grüsse

  • #97

    Antwort zu #96 (Montag, 27 Mai 2019 09:55)

    Hallo Steve,

    Ihre Frage wird hier beantwortet: https://www.recht.help/informationen/ebay-recht-und-internetrecht/ebay-kleinanzeigen-amazon-probleme-beim-versand/

    Bitte beachten Sie, dass es in Ihrem Fall entscheidend auf die Frage ankommt, ob Sie den Versand beweisen können oder nicht.


    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt

  • #98

    Jörg Pöhl (Montag, 10 Juni 2019 00:28)

    Hallo, ich habe bei eBay einen Artikel zum Sofort-Kaufen-Preis erworben Komma und der Verkäufer hat am nächsten Tag den Kauf abgebrochen. Ich hatte zu dem Zeitpunkt bereits per Paypal bezahlt und das Geld auch zurückerstattet bekommen.
    Klicke ich den gekauften Artikel an und wähle die Option weiteren Artikel erwerben, sehe ich, dass der Verkäufer den Preis verdoppelt hat.
    Kaufe ich den Artikel nun woanders, wird er mich deutlich mehr Geld kosten, jedoch nicht so viel, dass meine Rechtsschutzversicherung eine Deckungszusage erteilen würde. Was wäre ihre Empfehlung?

  • #99

    Antwort zu #98 (Dienstag, 18 Juni 2019 14:32)

    Guten Tag,

    setzten Sie sich zunächst persönlich mit dem Verkäufer auseinandner. Dies wäre meine Empfehlung für Sie.

    Mit freundlichen Grüßen

    Sven Nelke
    Rechtsanwalt