Wer trägt die Gefahr des Verlustes oder der Beschädigung bei Versendung des Artikels beim Internetkauf ?


Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein gewerblicher Verkäufer haftet gegenüber privaten Kunden für Transportschäden oder den Verlust des Artikels auf dem Postwege.
  • Private Verkäufer tragen kein Transportrisiko. Sie müssen lediglich den Artikel bei der Post aufgeben, um von ihrer Pflicht frei zu werden.
  • Wird der Artikel auf dem Transportweg beschädigt oder geht er verloren, so haftet das Postunternehmen. Der Geschädigte hat allerdings den Transportschaden oder den Verlust zu beweisen.

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Abholung des Artikels:

Grundsätzlich geht die Gefahr der Beschädigung oder des Verlustes des Artikel mit Übergabe der Ware von dem Verkäufer auf den Käufer über (siehe § 446 BGB). Dies ist dann bei eBay dann der Fall, wenn der Verkäufer als Versandoption "Abholung des Artikels" gewählt hat. In diesem Falle hat der Verkäufer sogar einen Anspruch auf Abholung des Artikels.


Haftung beim Versendungskauf für Transportschäden oder Verlust des Paketes:

Bei einem Versendungskauf handelt es sich, wenn der Verkäufer in der Artikelbeschreibung den Versand des Artikels verspricht. Es besteht dann also eine sogenannte  Schickschuld des Verkäufers. Hierbei ist zu unterscheiden:

● Haftung des Privatkäufers :

Verkauft ein Verbraucher über eBay eine Sache, so wird der Verkäufer von seiner Schickschuld frei, wenn er den Artikel an das Speditionsunternehmen (z.B. Post, Hermes, etc.) übergeben hat. Die Gefahr, dass sich der Artikel beim Transport verschlechtert oder gar abhanden kommt, trägt dann das Speditionsunternehmen (siehe § 447 BGB). Ansprüche des Käufers gegen den Verkäufer bestehen keine mehr. Vielmehr hat der Verkäufer trotz Untergang des Artikels beim Versand weiterhin einen Anspruch auf Bezahlung des Kaufpreises. Der Privatverkäufer haftet für einen Transportschaden nur, wenn er die Sache ungenügend verpackt hat.

● Haftung der Post:

Kommt eine Haftung des Privatverkäufers nicht in Betracht, so haftet grundsätzlich das Postunternehmen für den Verlust oder die Beschädigung an dem Paket. In der Praxis ist die Durchsetzung eines Schadensersatzanspruches sehr schwierig, denn oft kann nicht bewiesen werden, dass die Post den Transportschaden verursacht hat. Gerne behauptet die Post auch, dass die Ware nicht sicher verpackt war.

● Haftung des gewerblichen Verkäufers:

Handelt es sich bei dem Verkäufer hingegen um einen gewerblichen Verkäufer und bei dem Käufer um eine Privatperson, sieht die Sache anders aus: Der Unternehmer trägt die Gefahr, dass die Ware heil bei dem Verbraucher ankommt (siehe § 474 BGB). Kommt die Sache folglich gar nicht oder nur beschädigt an, darf der Käufer die Annahme verweigern und den Verkäufer zur Nacherfüllung auffordern. Geht die Nacherfüllung auch fehl, darf der Käufer vom Kaufvertrag zurücktreten, den Kaufpreis einfordern und ggf. noch Schadensersatz verlangen.


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