Arbeitsrecht

Arbeitsrecht · 06. August 2018
✓Ist ein Arbeitnehmer wegen dauerhafter Erkrankung gehindert, den Urlaub zu nehmen, so verfällt dieser erst 15 Monate nach Ablauf des Urlaubsjahres. Gleichwohl entstehen Urlaubsansprüche auch in Zeiten der Erkrankung.✓
Arbeitsrecht · 06. August 2018
✓Ruht das Arbeitsverhältnis, so erwirbt der Arbeitnehmer dennoch Urlausbsansprüche.✓

Arbeitsrecht · 21. Mai 2015
Wird das Arbeitsverhältnis beendet, so sind die gegenseitigen Ansprüche zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer bis zur Beendigung auszugleichen. Stehen der Arbeitnehmerin noch Resturlaubstage zu, so sind diese in Geld auszuzahlen. Befand sich die Arbeitnehmerin vor Beendigung in Elternzeit, steht ihr dennoch der volle Abgeltungbetrag zu. - BAG, Urteil vom 19. Mai 2015 - 9 AZR 725/13
Arbeitsrecht · 14. April 2015
Die Kündigung einer Schwangeren ohne behördliche Genehmigung ist unzulässig, wenn dem Arbeitgeber die Schwangerschaft bekannt war oder er zwei Wochen nach der Kündigung über die Schwangerschaft informiert wurde (siehe § 9 Abs.1 S.1 MuSchG). Wurde die Mitteilungsfrist nicht eingehalten, so ist die Kündigung dennoch unwirksam, wenn die Arbeitnehmerin den Arbeitgeber zuvor über den ärztlichen Eingriff informierte - siehe BAG, Urteil vom 26. März 2015 - 2 AZR 237/14 .

Arbeitsrecht · 24. Februar 2015
Erteilte der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine schriftliche Einwilligung, sein Bild für die Internetpräsenz des Betriebes nutzen zu dürfen, dann erlischt diese Einwilligung nicht automatisch mit Ausscheiden des Arbeitnehmers. Dies gilt jedoch nicht für alle Bildveröffentlichungen. Zudem kann der Arbeitnehmer nach seinem Ausscheiden die Einwilligung widerrufen, wenn er ein berechtigtes Interesse vorweist.
Arbeitsrecht · 10. Februar 2015
Die sexuelle Belästigung eines Arbeitnehmers gegenüber einer Mitarbeiterin rechtfertigt eine außerordentliche, fristlose Kündigung. Der Verstoß wiegt so schwer, dass der Arbeitgeber zuvor keine Abmahnung hätte aussprechen müssen.

Arbeitsrecht · 10. Februar 2015
Amtlicher Leitsatz: "Eine sexuelle Belästigung iSv. § 3 Abs. 4 AGG stellt nach § 7 Abs. 3 AGG eine Verletzung vertraglicher Pflichten dar. Sie ist "an sich" als wichtiger Grund iSv. § 626 Abs. 1 BGB geeignet. Ob sie im Einzelfall zur außerordentlichen Kündigung berechtigt, ist abhängig von den Umständen des Einzelfalls, ua. von ihrem Umfang und ihrer Intensität."
Arbeitsrecht · 10. Februar 2015
Bei einem Wechsel des Arbeitgebers von Vollzeit- in Teilzeitbeschäftigung darf der Arbeitgeber den Urlaub erst ab dem Zeitpunkt der Verringerung der wöchtenlichen Arbeitstage anteilig kürzen, wenn eine vorherige Inanspruchnahme des Urlaubs nicht möglich war.

Arbeitsrecht · 03. November 2014
Amtlicher Leitsatz zu BAG, Urteil vom 6.5.2014, 9 AZR 678/12 Vereinbaren die Arbeitsvertragsparteien unbezahlten Sonderurlaub, hindert die Suspendierung der wechselseitigen Hauptpflichten aus dem Arbeitsverhältnis grundsätzlich nicht das Entstehen gesetzlicher Urlaubsansprüche.